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Herausforderung

Die Wunden schlossen sich und der unerträgliche Schmerz verschwand, nachdem er ihn so gequält hatte, Erinnerungen wachrief, die er lieber vergessen hätte. Die Angst verließ seine Augen, und diese füllten sich wieder mit einer grauenerregenden Selbstsicherheit. Keuchend stand er auf und stellte sich halbwegs gerade hin. Kaum noch konnte er sein Gleichgewicht halten. Skeptisch sah er zu dem Mann hinüber der ihn auf den Wunsch Keiyrenas geheilt hatte. Ungern erinnerte er sich an die Berührung mit ihm, die zwar erst vor wenigen Minuten stattgefunden hatte, aber doch einen bleibenden Eindruck hinterließ. Tausende von Gefühlen, tausende von Worten, Sätzen dir wirr zusammenhingen, wurden ihm von unsichtbaren Dämonen ins Ohr geflüstert…
Wahrlich war dies kein Mensch, auch keins der ihm bekannten Wesen, die diese Welt bewohnten. Aber wer weiß? Vielleicht kommt dieser….Mann gar nicht von dieser Welt?
Doch konnte es nur noch einen weiteren Ort geben, aus dem diese Wesenheit gekommen sein kann - die Hölle.
Konnte es denn sein? Ist dies ein Dämon, welcher der Unterwelt entfloh? Möglich wäre es jedenfalls. Möglich, aber auch merkwürdig. Soweit er selber wusste, gab es bis jetzt nur zwei von denen, die die Tore zum Diesseits von ihrer Welt aus überschritten. Zum Einen er selbst, der vor fünf Jahren aus dem Reich der Toten entlassen wurde. Jedoch lebte er von da an als Geist. Als düstere Seele, auf der Suche nach ihrem Körper. Zum zweiten, etwas mächtigeres, stärkeres. Etwas, wovor er sich selbst fürchtete. Obwohl es nun merkwürdig klingt, so war er doch gut mit jenem Geschöpf vertraut, welches auch als Schemen zurückkehrte, und nun wahrscheinlich immer noch auf der Suche ist…nach ihm. „So kreuzen sich unsere Wege erneut, was?“ , brach der Druide das Schweigen. Seine Stimme klang spöttisch und ernst zugleich. „Ihr dachtet doch wohl nicht, ihr wäret mich ein für alle mal los, oder, meine Schöne?“ Ein Lachen ertönte über den Platz, sodass es den wenigen menschlichen, die verdeckt aus ihren Bretterbuden das ganze Spektakel beobachteten, kalt den Rücken runterlief.
"Ihr habt es aber bestimmt gehofft, oder? Ich habe doch bestimmt recht!" Unsichtbare Flammen umspielten seine Augen. Es machte ihm Spaß...
"Doch wird dies unsere letzte Begegnung. Ja, schade, aber wahr. Jetzt denkt ihr doch Ich werde gehen, für immer aus eurem Leben verschwinden,oder?" Er lachte erneut und die Pflanzengeschöpfe lachten mit, ein Kreischen ertönte und auch die letzten Läden worden geschlossen und die Schaulustigen verkrochen sich in ihren Hütten. "Nicht ich werde euch verlassen, sondern ihr mich. Ihr werdet diese ganze verfluchte Welt verlassen, und in das Reich der ewig toten Einkehren." Sein Blick versteinerte sich und eine merkwürdige Dunkelheit umspielte seine Lippen als er sie zu einem Grinsen verzog. Er streckte die Hand nach unten aus und die Ranken folgten seinem Befehl. Sie griffen eine der Leichen am trockenen Hals, schnellte wieder zurück und schon hielt der Druide einen toten Mann in der Hand. "Ihr habt euch schlecht um die euch untergebenen gekümmert. Seht doch, was aus ihnen geworden ist." Er zeigte Keiyrena das Gesicht des Mannes. Die Augen des Toten waren merkwürdig verdreht und Blut rann ihm aus dem Mund. Mit einem dumpfen Knall landete der Leichnam auf dem Boden, als er losgelassen wurde. "Ihr hättet mich damals im Wald töten sollen, als er die Chance dazu hattet. Närrisch habt ihr euch benommen, als ihr mich am Leben ließet, halb verblutet, dem Tode nahe. Ihr seid gegangen. Gegangen, mit dem Glauben mich nie wieder zu sehen. Ich gebe euch Recht, für lange Zeit schien es vielleicht auch so, aber ich war nicht tot. " Er schien sich wieder an etwas zu erinnern. "Ein freundlicher und zugleich naiver Mann kam vorbei. Ich hoffe ihr wisst, dass beides sehr nah beieinander liegt...Nett, naiv... Der Mann versorgte meine Wunden, gab mir Obdach. Doch sein Glaube, alle Elben wären Geschöpfe der Liebe, führte ihn in die Irre. Alles zu meinem Gunsten natürlich. Denn er verriet mir, dass er ein Druide ist, und die Macht über die Natur besitzt. Macht....Dieses Wort reizte mich schon seit langer Zeit...Er lehrte mich die Geheimnisse der Natur zu entschlüsseln, ihre Sprache zu verstehen. Aber er brachte mir nicht alles bei, und entfachte somit meinen Zorn. Dieser Mann dachte, er hätte mir den Weg zum Frieden gezeigt, doch öffnete er nur dir Pforte der Hölle. Er fand sein Ende, noch in der selben Nacht. So, wie Ihr das eure heute finden werdet. " Er sah zu Boden und ein schwarz-graues Licht entflammte in seiner Hand.
21.5.07 18:55
 


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