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Ein verlockendes Angebot

Mitten auf seinem blutigen Weg hielt er inne und drehte sich um. Aus zweierlei Gründen:

Erstens, von hinten hatte ihn jemand äußerst ungalant angesprochen und zweitens, etwas das sich im Himmel verflüchtigt hatte, zog seine Aufmerksamkeit auf sich, doch er beschloss es nicht weiter zu beachten und wand sich seinem neuen Gesprächspartner zu. Mit unverändert strengem Blick sah er an dem, scheinbar noch jungem, Mann herunter, der ihn angesprochen hatte. Von außen her sah er eigentlich ziemlich normal und menschlich aus, aber etwas anderes machte den Druiden doch stutzig. Wie schon vor wenigen Minuten spürte er wieder diese Kraft von außen auf seinen Geist eindreschen. Sollte dieser Junge der Ausgangspunkt dieser unmenschlichen Macht sein? Nein, unmöglich. Nichts regte sich in seinen Gedanken, nichts erinnerte an ihn. Obwohl er auch sehr stark sein mochte, konnte er es nicht sein. Es musste jemand anderes sein….Und dieser Jemand war auch jetzt in der Nähe, das konnte er spüren. Er wand den Blick vom Jungen ab, und sah sich in der Umgebung um. Fünf Kinderleichen lagen vor der Taverne, drinnen war es still geworden. „Es muss hier sein…irgendwo…hier…“ , dachte er. Leider konnte er dieses Problem jetzt nicht lösen und wandte sich daher gegen sein Gewissen  seinem neuen Gesprächspartner zu. „Ja, das sind sie“. Seine Stimme klang rau und doch zugleich etwas verrückt. „Jahrelang habe ich gelernt, mich von anderen abgewandt und mich ganz dieser….Kunst gewidmet. Es wahrlich erstaunlich was man mit der Natur zu tun vermag, wenn man es nur kann und will. Doch wer seid ihr, der ihr es wagt mich anzusprechen, mich gar etwas zu fragen?!“. Schlagartig veränderte er sich, wie schon vor nur wenigen Augenblicken. Mit seiner Rede angefangen, war er brutal und unaufhaltsam, mittendrin wurde er ruhiger, ja fast melancholisch sah er aus. Doch nun spiegelte sich Hass, Wut und Mordlust in seinen Augen wider. „Erneut ein Scharlatan der Fürsten und der Adligen, welche mir in ihrer Gier nach Macht nach dem Leben trachten? Sagt, wieso arbeitet ihr denn für diese Leute? Was bieten sie euch? Geld? Frauen? Es ist grauenvoll wie leicht man….Menschen doch für seine Zwecke einspannen kann.“ Er wusste, dass er da nicht ganz Recht hatte. Auf den Boden schauend fiel ihm etwas auf. Die Blutspuren, welche sich teilweise hinter eine Hausecke zogen und dort endeten, die verschiedenen Leichen, alles war da. Außer einer Axt, und einem bestimmten Mann, welcher dem Druiden seine Dienste verweigerte. Es war schon merkwürdig, denn normalerweise verschwanden Leichen nicht einfach so. Es sei denn Nekromanten, schwarze Magier die sich mit der Beschwörungsmagie beschäftigen und mit Vorliebe Menschen ‚erforschen’, oder einige andere düstere Gestalten hatten ihre Hände im Spiel. Mit einem geringen Beweis von einem oder mehreren Gefühlen wandte er sich von dem jungen Mann ab, der ihn angesprochen hatte, und sah sich noch einmal genau um. Ein Nekromant war um einiges mächtiger als er und die Anwesenheit von einem oder mehreren wäre für seine Pläne mit dieser Stadt fatal. Aber ist dies überhaupt möglich? Dass diese Magier ihre Welt verlassen um einfach so Leichen in der Gegend zu Neuem Leben zu erwecken? „Nein, das ist unmöglich“ , redete er sich ein und versuchte sich zu beruhigen. Sogar er, der scheinbar Gefühlslose hatte vor ihnen Angst. Eigentlich wieder ruhig wandte er sich wieder dem Mann zu. Doch ließ ihn dieser Gedanke einfach nicht los. „Nun, auch wenn ihr geschickt wurdet  um mich kaltblütig zu ermorden, mache ich euch ein Angebot. Ihr seht mir wie ein mutiger, starker junger Mann aus. Was haltet ihr von dem Gedanken gemeinsam mit mir diese Stadt zu unterwerfen, danach eine andere, dann das ganze Land? Ich biete euch mehr als jeder König dieses Landes, doch ist es kein Geld oder anderer materieller Besitz. Es ist etwas, was man nicht mit Geld kaufen kann. Respekt, Einfluss und vor allem Macht. Nun, was sagt Ihr, mein Freund? Sind wir im Geschäft?“. Mit einem grausigen Lächeln auf dem Gesicht streckte er ihm eine blasse knochige Hand entgegen, die mit zahlreichen Narben versehen war. Die Fingernägel sahen unglaublich spitz und ungepflegt aus. Kaum zu glauben, dass diese Hand einmal einem Engel gehört hatte. Diesen Gedanken verwarf er so schnell wie möglich, so wie jeden anderen der ihn an seine Vergangenheit erinnerte. „Ich höre Eure Antwort, mein Herr?“ , fragte er erneut und wieder blitzte es in seinen Augen.

14.4.07 18:32
 


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