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Mordlust

Der Boden unter ihm wurde noch rissiger, als er es ohnehin schon war. Ein Spalt tat sich unter seiner vorgestreckten Hand auf, und zischendes Geräusch war von unter dem Boden zu hören. Langsam streckte sich ein schwarzer, schmaler Kopf aus dem Spalt und sah sich um. Der ‚Kopf’ hatte weder Augen, noch Mund oder Nase. Immer mehr streckte sich aus dem Spalt. Es ähnelte einer langen Schlange, wäre da nicht wirklich das fehlende Gesicht. Die schwarze Wurzel, beschworen vom Druiden, wand sich ihrem Herren zu. Sie schien mit ihm zu reden, er schien sie zu verstehen. Wieder zauberte sich ein lächeln auf das blasse Gesicht, als er mit der Hand die Wurzel streichelte, und sie sich langsam um seine Hand schlängelte. Genießerisch aufatmend hob er nun die linke Hand, und wieder tat sich ein Spalt auf. Wieder zog sich eine schwarze, schmale Schlange ohne Gesicht heraus, und wand sich ihrem Meister zu. Auch sie hängte sich an den schwarzen Mantel des Druiden und umwickelte seinen Arm. Es schien ihm neues Leben einzuhauchen, die Berührung mit diesen ‚Pflanzen’.  Er sah auf seine Arme, die völlig von den Wurzeln eingenommen wurden. Blut tröpfelte auf den Boden, als sich die Wurzeln fester zogen, und sich ins Fleisch schnitten…

Es sah unmenschlich aus, aber noch hatte er nicht seine volle Macht nicht gezeigt….Auch hatte er es nicht vor…Sich diesem Abschaum von Mensch zu zeigen, Sie würden es nicht verkraften, seine wahre Kraft und Macht zu sehen. Heute würde er sich damit begnügen, die Schwächeren zu töten, die Stärkeren unendliche Qualen erleiden zu lassen.  Um ihn herum erhoben sich zischend weitere schwarze Schlangen, und sahen sich blind um. Immer höher stiegen sie empor, bis sie ihrem Meister in die Steingrauen Augen sahen. „Wie geht es euch, meine kleinen? Habt ihr mich vermisst? Ich weiß, ich habe euch viel zu lange unten gelassen…Euch ging es dort unten bestimmt nicht gut, oder? Ihr habt doch auch bestimmt Hunger, habe ich Recht? Nun heute lasse ich euch schmausen wie vor 100 Jahren, als die Leute unsereinen noch fürchteten und sich in den Häusern versteckten und die Läden schlossen wenn wir die Straße entlanggingen. Doch heute ist alles anders. Die billigen Taschenspielertricks und Hexereien der Straßenzauberer haben alles verändert. Die Angst vor der Magie ist vergangen, genauso die Ehrfurcht und der Respekt vor den Magiern.“ Ein lautes Zischen wurde hörbar. „Ja, das ist wahrhaftig schade, doch werden wir diese alte und dunkle Zeit wieder aufleben lassen, glaubt mir, es ist möglich. Von Dorf zu Dorf werden wir ziehen, von Stadt zu Stadt und unter den Leuten werden wir Angst und Schrecken verbreiten, auf dass sie sich für immer ans uns erinnern mögen. Mit dieser Stadt werden wir anfangen. Wir werden die Bürger hier bekehren, sie das Fürchten lehren und jeglichen Glauben an Gott, an Engel vernichten und ihnen die Hoffnung nehmen, lediglich Verzweiflung wird auf den Straßen hier herrschen und sie alles in die Hölle bringen. Und nun, meine Kinder, beginnt! Beginnt mit dem Festmahl, welches ich Euch schon vor vielen Jahren versprach. Geht, geht und mordet.“ Das Zischen verwandelte sich in grässliches Gekreisch und die Wurzeln verschwanden unter dem Boden. Mit einem Beben wandten sie sich der Taverne zu, die der dunkle ebengerade verlassen hatte. Schlagartig wurde es still und man hörte nur den Regen, der gegen die Dächer und Fenster peitschte. Plötzlich, Krach und Schreie. Kinder, Männer und Frauen kamen aus dem Gasthaus gerannt, einige wurden von unten am Fuß gepackt und hinuntergerissen. Blut spritzte als eine weitere Wurzel das Herz des Mannes auf dem Boden von unten durchbohrte und eine weitere den leblosen Körper aufnahm und gegen ein Haus schleuderte. Eine Familie kam aus der Kneipe gerannt und sofort stürzten sich die zwei Schwarze Schlangen auf die fünf Kinder und auf die Frau. Gekreisch und Schreie erfüllten die Luft, vermischt mit einem Gelächter. Es war nicht böse, nicht gemein, es hatte keines von den menschlichen Gefühlen an sich. Im Gegenteil, es war überhaupt nicht menschlich.

Die Kinder schrieen und es beflügelte ihn, die Frau flehte und dafür würde sie sterben. Er genoss dieses Moment. Diesen Moment…der Angst vor ihm. Plötzlich hörte man ein männliches Schreien. Doch klang es nicht ängstlich, sondern wütend. Der dunkle öffnet wieder die Augen und sah wie ein kräftig gebauter Mann mit einer Axt auf seine Untergeben eindrosch. Sein Gesicht war hasserfüllt und blutrot. Der Druide näherte sich ihm langsam, mit einem Lächeln auf dem Gesicht. „Ich sehe, du hast Mut.“ , sprach er ruhig. Der Mann sah ihn an. „Aus dir könnte was werden, wenn du aufhören würdest meine Kinder zu töten.“ Er hob die Hand und die zerhackten teile fanden Ihren weg zurück zu sich selbst und verschwanden unter der Erde, genau so wie sie aufgetaucht waren. „Ich könnte aus dir was machen. Einen Verbündeten von mir, einen Verbündeten der Dunkelheit. Was sagst du?“ Der Mann antwortete nicht, sondern hob drohend die Axt und rannte auf den dunklen zu.  „ Wie du meinst, aber dir entgeht eine wundervolle Zukunft!“ Wieder erhallte dieses unmenschliche Lachen und er hob den Arm. Urplötzlich verhallte jedes Geräusch um sie herum. Der Mann hob direkt vor ihm die Axt, aber schon schoss die Wurzel hervor, die sich um den Arm ihres Meister gelegt hatte hervor, packte den Mann am Hals und zog ihn ganz nah ans blasse Gesicht des Mörders. Die Axt fiel klirrend auf den Boden. Unendliche Boshaft und Wut stiegen dem Druiden ins Gesicht. Seine Augen starrten direkt in das nun verängstigte Gesicht des Mannes und Schweißtropfen liefen ihm über die Wangen. „Ich gebe dir eine letzte Chance, Mensch. Schließe dich mir an und ich lasse dich leben.“ Der Mann öffnete aus letzter Kraft den Mund. „Nie..“ raunte er. „Nun gut“ erwiderte Mithran Irithal „Aber sei dir bewusst, dass du eine Chance hast gehen lassen, auf ein besseres Leben...Stirb“ Mit diesen Worten packte nun er selbst den Mann am Hals und drücke fester…immer fester. Der Mann röchelte und schnappte nach Luft, bis sein Körper erschlaffte, sein Mund zufiel und jegliches Leben seine Augen verlassen hatte. Voller Zufriedenheit ließ der Druide die Leiche fallen, und wandte sich dem gehen zu…

3.4.07 11:51
 


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