Startseite
  Archiv
  Mithran Irithal, Druidenblut
  Balthazar, Herr der Untoten
  Raziel, träger von Engelsblut
  Neferiam, Abgesandter des Fenrir
  Keiyrena - Via, Fürstin der Ebene
  Gästebuch
  Kontakt
 


 

http://myblog.de/thaliev

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Wenn der Teufel zu uns spricht

Er versuchte das irritierende Gebrüll und Gekreisch der wilden und betrunkenen Masse um ihn herum zu ignorieren, versuchte endlich einen Gedanken festzuhalten, einen der vielen Gedanken die ihm durch den Kopf flogen, ihm Tag für Tag, Nacht für Nacht keine Ruhe ließen. Er wusste, nicht wieso er es getan hatte, aber er hatte den ruhigen, ihm Stille spendenden Wald verlassen, und ist durch die Welt gezogen, hat kleine Dörfer und gewaltige Städte gesehen. Sie alle hatten ihn angewidert. Das fröhliche Treiben der Menschen auf der Straße…das Lachen der Kinder…Er hatte es nicht ertragen. Bis er endlich hierhin kam, nach Thaliev. Hier war es für ihn anders. Die Menschen distanzierten sich von ihm, statt ihn mit Grüßen und Dankbarkeiten zu überschütten. Auf den Straßen war es still und eine bekannte und mächtige Kraft umnebelte seinen Geist, ließ ihm keine Ruhe. Seit er sich verändert hatte, hat er vieles vergessen. Darunter seine Freunde, die ihn alle verstoßen hatten, seine Familie, die seit vielen langen Jahren verstorben ist. Er versuchte sich zu erinnern, woher er diese unmenschliche Kraft kannte. Sie kam ihm bekannt vor und doch so fremd. Er sammelte seine Notizen vom Holztisch auf, steckte sie in ein staubiges Buch, klappte es zu und steckte es in einen Ledereinband. Mit einem leeren Blick zog er sich die Kapuze seines Mantels über den Kopf und verließ das stinkende Lokal. Auf der feuchten Straße ließ er das Buch unter seinem Mantel verschwinden und stampfte über den rissigen Stein zwischen den Hütten hindurch. In dieser Stadt schien man ihn zu meiden, sich so weit weg wie möglich von ihm auf der Straße zu bewegen. Diese Angst hielt er für eine Art ihm Respekt zu zeigen, und ein kurzes Lächeln zauberte sich auf sein blasses Gesicht, doch verschwand es genauso schnell, wie es aufgetaucht war. Er lächelte sehr selten und für die wenigen die sich noch an ihn erinnerten, wäre es ein Segen ihn so zu sehen. Ein Regentropfen fiel auf seinen Steingrauen Mantel, und seine ebenso grauen Augen sahen nach oben. Der Himmel verfinsterte sich und dichte, dunkle Wolken erschienen über den Dächern der Hütten. Er ließ die Kapuze fallen und Schulterlange, zerzauste schwarz bis grauen Haare kamen zum Vorschein. Ein Donnerschlag ertönte über ihm und ein fieses Grinsen zog sich breit über sein Gesicht, als der Sturm losbrach. Wie aus Eimern schüttete es auf ihn herab und es schien ihn zu erfreuen bis auf die Haut durchnässt zu werden. Ein lautes Lache ließ er von sich hören und schloss genießerisch die Augen. Die Bewohner dieser Stadt würden ihn für verrückt halten, hätten sie sich nicht schon längst in ihren Hütten versteckt. Noch eben suchte er seine Ruhe und fluchte über jedes Geschrei, das er zu hören bekam, so sehnte er sich nun nach Schmerzensschreien und Bitten, leben zu dürfen. Aber wer wäre schon so verrückt sich ihm zu nähern, ihn gar anzusprechen oder ihn sogar anzugreifen. Niemand…Kein elendes Menschlein würde es sich trauen ihn anzusehen. Ihren Blick abwenden würde er, wie es alle anderen auch taten, als er sich vor Schmerzen krümmend am Boden wand, vor vielen Jahren. Niemand hatte ihm geholfen, sie haben ihn verspottet. Ihn verhöhnt und ihm gesagt, er würde es nie schaffen. Doch sähen sie ihn nun jetzt, sie hätten Angst. Unter dem nähesten Felsen würden sie sich verkriechen und um Gnade winseln. Aber er würde nicht hören...Nein….Er würde auf keinen fall hören. Er würde sie allesamt niederstrecken und sich für alle Demütigungen seines Lebens rächen. Rache…

Der Saphir auf seiner Brust leuchtete auf und der Schmerz ließ ihn handeln…Gebieterisch hob er seine Hand und die Erde unter seinen Füßen drohte zu erzittern.

27.3.07 15:37
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung