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Das Licht und seine Schattenseiten

Der Phönix stand ganz allein da....wo auch immer ‚da’ war. Eben war er noch beim Lykanthropen und der Daimoness und nun ist er an einem rot leuchtenden Ort. Über ihm leuchteten riesige Fackeln und hinter ihm war der Klang von Kriegstrommeln zu vernehmen. Er blickte die Flammen der Fackeln an, als ihn jemand eine Hand auf die Schulter legte. Raziel drehte sich um und sah in das Gesicht eines alternden Mannes, dessen Falten weit übers Gesicht ragten. Der Mann sprach nicht mit ihm sondern bewegte nur seine Hand, was bedeuten sollte, das er dem Alten folgen solle. Östlich von ihnen ging es einen Berg steil hinauf und westlich von ihnen zum Tal herab, vor ihnen lag eine Bergkette, auf welcher viele Türme, im lodernden Anblick des dahinter liegenden Tales, empor ragten. Es waren Außenposten....wer hinter der Bergkette wohl regierte? Ob es wohl ein guter Herrscher war? Allerdings konnte man letzteres, beim Anblick der Türme, bezweifeln.
Sie waren bereits eine Weile gegangen, als sie endlich zu einem gut versteckten, kleinen und dennoch gut bewachten Lager kamen. Sie betraten das Lager mit einem raschen und zielstrebigen Schritt...links und rechts von ihnen waren Wachen, die Raziel scheinbar gut im Auge bewahrten. Der Halbengel wusste gar nicht genau wie ihm geschah, noch wo er genau zu sein schien. Sie betraten eine Höhle die direkt in den Berg zu führen schien.... direkt vor ihm thronte ein Herr mit einer dicken Rüstung, einem Breitschwert und einem gut trainierten Körper. ,,Halbengel Raziel nehme ich an....’’ der Herr hatte eine tiefe Stimme und wirkte doch recht freundlich ,,wir haben bereits auf dich gewartet. Wo warst du so lange?’’ Der Herr schien Raziel zu kennen, doch dieser betrachtete ihn nur fragend und sprach leicht herabwertend ,,und ihr seid?’’ Der Herr stand auf und verbeugte sich leicht..... ,,tut mir leid das ich so unhöflich war mein Herr. Ich bin Garond, Heerführer der Soldaten Innos, des Drachengottes. Wir haben dich rufen lassen, weil wir aus unserer Festung vertrieben wurden, von einem Kerl der sich Rah nennt. Er hatte uns um Mitternacht des ersten Tages, diesen Monats überfallen. Sie griffen vom Süden her an und überfielen uns mit drachenartigen Wesen, dessen innere Kälte alles zu vereisen schien. Unsere Verteidigungsanlagen waren schnell außer Gefecht, sodass uns nur noch die Flucht blieb. Viele Flüchtete in die Berge südlich und westlich unseren Tales, ein paar haben sich hier zusammen gefunden und ein Lager errichtet und die Meisten wurden bei dem Überfall gefangen genommen oder gingen dabei drauf.....’’ der Halbengel unterbrach den Heerführer ,,Eure Geschichte interessiert mich herzlich wenig....warum habt ihr mich rufen lassen? Und wo ist Rah jetzt und was hat er als nächstes vor?’’  Garond seufzte und fuhr fort „schon okay, ist ja gut......also, wir haben dich rufen lassen weil unser Ältester uns von dir erzählt hat und meinte, das keiner Rah besser kennt als du. Wir wollen dich bitten, die Splittergruppen unserer Armee wieder zusammen zu führen und hier her zu bringen. Gemeinsam könnten wir gegen Rah vorgehen und was seine Pläne angeht, wir haben bereits Späher und Spione entsandt um etwas herauszufinden. Er befindet sich zur Zeit im Schloss und berät sich dort mit seinen Truppenführern.“ Raziel sah durch die Reihen der Soldaten die sich in seiner Nähe befanden und lachte „Schickt doch selber Leute aus um die Truppen zu suchen....Teile von ihnen befinden sich in den Sümpfen und in Gefangenenlagern von Rebellen. Andere haben Schutz in Thaliev gesucht. Wenn ihr sie zusammen habt, dann begebt euch nach Thaliev und rüstet und formiert euch neu, wenn ihr das erledigt habt, dann können wir weiter reden.“ Raziel wandte sich um und verließ erst die Höhle und dann das Lager und ließ die verängstigten Truppen zurück. Er breitete seine Flügel aus und begab sich wieder in das nördlich gelegene Thaliev. Seine Augen leuchteten eisblau und so färbte sich auch der Himmel nach einer kurzen Zeit. Raziel schien kaum zu wissen wohin er fliegt, als er vor einer Kneipentür landete, welche er sofort öffnete. Er achtete gar nicht auf das Schild auf dem stand........ ,Kneipe zum Henker’. Er trat zum Tresen vor und lies sich einfaches Wasser einschenken, während der Kneipenbesitzer in seine leuchtenden Augen sah und plötzlich umkippte.
 
 
Ein dröhnen brachte das Schloss zum beben, kurz darauf brüllte Rah seine Truppenführer an, die sowohl die restlichen Soldaten Innos als auch den Phönix endlich finden sollten. Doch sie machten keinerlei fortschritte. Rah wandte sich seinen Generälen zu, die den Eroberungsfeldzug von Thaliev leiteten. Er trat ihnen in seiner goldenen Maske nahe gegenüber sodass er schon fast ihren Atem spürte und knurrte ,,Was machen die Feldzüge?“ Einer der Generäle salutierte und antwortete ,,Wir dringen immer weiter ins Landesinnere vor mein Gebieter und wir haben sogar einen der Innossoldaten gefunden, doch war dieser bereits tot. Er ist an Hungersnot verstorben.“ Rah lächelte leicht selbstverherrlichend ,,Also dort habt ihr euch versteckt.“ Eine kurze Zeit später knallte die Tür zu Rahs Gemächern auf  und er schrat durch die Tür zu einem seiner Untergebenen, welche für die Versorgungstrupps zuständig waren. ,,Du sorgst jetzt dafür das alles an Waffen und Einheiten an die Thalievfront kommt, dort werden sie den zuständigen Armeen zugeteilt und rücken unverzüglich weiter vor. Ich will die Soldaten Innos haben und der Halbengel ist dort sicherlich auch.“ Ohne eine Antwort zu bekommen, wandte Rah sich um und ließ alle Heerführer, Generäle und Truppenführer in einem großen Saal versammeln und sprach mit seiner donnernden Stimme zu ihnen. ,,Ich will das eure Truppen sich mehr bemühen, zudem brauch ich ein paar Freiwillige, die sich als Spione unter das Volk von Thaliev mischen und dort nach den gesuchten Soldaten Innos fahnden.“
 
Eine kurze Zeit später schleicht sich ein Schatten vom Hofe Rahs, vorbei an den Wachen und verschwand im Wald, in Richtung Lager der Innossoldaten.
2.4.07 21:35


Mordlust

Der Boden unter ihm wurde noch rissiger, als er es ohnehin schon war. Ein Spalt tat sich unter seiner vorgestreckten Hand auf, und zischendes Geräusch war von unter dem Boden zu hören. Langsam streckte sich ein schwarzer, schmaler Kopf aus dem Spalt und sah sich um. Der ‚Kopf’ hatte weder Augen, noch Mund oder Nase. Immer mehr streckte sich aus dem Spalt. Es ähnelte einer langen Schlange, wäre da nicht wirklich das fehlende Gesicht. Die schwarze Wurzel, beschworen vom Druiden, wand sich ihrem Herren zu. Sie schien mit ihm zu reden, er schien sie zu verstehen. Wieder zauberte sich ein lächeln auf das blasse Gesicht, als er mit der Hand die Wurzel streichelte, und sie sich langsam um seine Hand schlängelte. Genießerisch aufatmend hob er nun die linke Hand, und wieder tat sich ein Spalt auf. Wieder zog sich eine schwarze, schmale Schlange ohne Gesicht heraus, und wand sich ihrem Meister zu. Auch sie hängte sich an den schwarzen Mantel des Druiden und umwickelte seinen Arm. Es schien ihm neues Leben einzuhauchen, die Berührung mit diesen ‚Pflanzen’.  Er sah auf seine Arme, die völlig von den Wurzeln eingenommen wurden. Blut tröpfelte auf den Boden, als sich die Wurzeln fester zogen, und sich ins Fleisch schnitten…

Es sah unmenschlich aus, aber noch hatte er nicht seine volle Macht nicht gezeigt….Auch hatte er es nicht vor…Sich diesem Abschaum von Mensch zu zeigen, Sie würden es nicht verkraften, seine wahre Kraft und Macht zu sehen. Heute würde er sich damit begnügen, die Schwächeren zu töten, die Stärkeren unendliche Qualen erleiden zu lassen.  Um ihn herum erhoben sich zischend weitere schwarze Schlangen, und sahen sich blind um. Immer höher stiegen sie empor, bis sie ihrem Meister in die Steingrauen Augen sahen. „Wie geht es euch, meine kleinen? Habt ihr mich vermisst? Ich weiß, ich habe euch viel zu lange unten gelassen…Euch ging es dort unten bestimmt nicht gut, oder? Ihr habt doch auch bestimmt Hunger, habe ich Recht? Nun heute lasse ich euch schmausen wie vor 100 Jahren, als die Leute unsereinen noch fürchteten und sich in den Häusern versteckten und die Läden schlossen wenn wir die Straße entlanggingen. Doch heute ist alles anders. Die billigen Taschenspielertricks und Hexereien der Straßenzauberer haben alles verändert. Die Angst vor der Magie ist vergangen, genauso die Ehrfurcht und der Respekt vor den Magiern.“ Ein lautes Zischen wurde hörbar. „Ja, das ist wahrhaftig schade, doch werden wir diese alte und dunkle Zeit wieder aufleben lassen, glaubt mir, es ist möglich. Von Dorf zu Dorf werden wir ziehen, von Stadt zu Stadt und unter den Leuten werden wir Angst und Schrecken verbreiten, auf dass sie sich für immer ans uns erinnern mögen. Mit dieser Stadt werden wir anfangen. Wir werden die Bürger hier bekehren, sie das Fürchten lehren und jeglichen Glauben an Gott, an Engel vernichten und ihnen die Hoffnung nehmen, lediglich Verzweiflung wird auf den Straßen hier herrschen und sie alles in die Hölle bringen. Und nun, meine Kinder, beginnt! Beginnt mit dem Festmahl, welches ich Euch schon vor vielen Jahren versprach. Geht, geht und mordet.“ Das Zischen verwandelte sich in grässliches Gekreisch und die Wurzeln verschwanden unter dem Boden. Mit einem Beben wandten sie sich der Taverne zu, die der dunkle ebengerade verlassen hatte. Schlagartig wurde es still und man hörte nur den Regen, der gegen die Dächer und Fenster peitschte. Plötzlich, Krach und Schreie. Kinder, Männer und Frauen kamen aus dem Gasthaus gerannt, einige wurden von unten am Fuß gepackt und hinuntergerissen. Blut spritzte als eine weitere Wurzel das Herz des Mannes auf dem Boden von unten durchbohrte und eine weitere den leblosen Körper aufnahm und gegen ein Haus schleuderte. Eine Familie kam aus der Kneipe gerannt und sofort stürzten sich die zwei Schwarze Schlangen auf die fünf Kinder und auf die Frau. Gekreisch und Schreie erfüllten die Luft, vermischt mit einem Gelächter. Es war nicht böse, nicht gemein, es hatte keines von den menschlichen Gefühlen an sich. Im Gegenteil, es war überhaupt nicht menschlich.

Die Kinder schrieen und es beflügelte ihn, die Frau flehte und dafür würde sie sterben. Er genoss dieses Moment. Diesen Moment…der Angst vor ihm. Plötzlich hörte man ein männliches Schreien. Doch klang es nicht ängstlich, sondern wütend. Der dunkle öffnet wieder die Augen und sah wie ein kräftig gebauter Mann mit einer Axt auf seine Untergeben eindrosch. Sein Gesicht war hasserfüllt und blutrot. Der Druide näherte sich ihm langsam, mit einem Lächeln auf dem Gesicht. „Ich sehe, du hast Mut.“ , sprach er ruhig. Der Mann sah ihn an. „Aus dir könnte was werden, wenn du aufhören würdest meine Kinder zu töten.“ Er hob die Hand und die zerhackten teile fanden Ihren weg zurück zu sich selbst und verschwanden unter der Erde, genau so wie sie aufgetaucht waren. „Ich könnte aus dir was machen. Einen Verbündeten von mir, einen Verbündeten der Dunkelheit. Was sagst du?“ Der Mann antwortete nicht, sondern hob drohend die Axt und rannte auf den dunklen zu.  „ Wie du meinst, aber dir entgeht eine wundervolle Zukunft!“ Wieder erhallte dieses unmenschliche Lachen und er hob den Arm. Urplötzlich verhallte jedes Geräusch um sie herum. Der Mann hob direkt vor ihm die Axt, aber schon schoss die Wurzel hervor, die sich um den Arm ihres Meister gelegt hatte hervor, packte den Mann am Hals und zog ihn ganz nah ans blasse Gesicht des Mörders. Die Axt fiel klirrend auf den Boden. Unendliche Boshaft und Wut stiegen dem Druiden ins Gesicht. Seine Augen starrten direkt in das nun verängstigte Gesicht des Mannes und Schweißtropfen liefen ihm über die Wangen. „Ich gebe dir eine letzte Chance, Mensch. Schließe dich mir an und ich lasse dich leben.“ Der Mann öffnete aus letzter Kraft den Mund. „Nie..“ raunte er. „Nun gut“ erwiderte Mithran Irithal „Aber sei dir bewusst, dass du eine Chance hast gehen lassen, auf ein besseres Leben...Stirb“ Mit diesen Worten packte nun er selbst den Mann am Hals und drücke fester…immer fester. Der Mann röchelte und schnappte nach Luft, bis sein Körper erschlaffte, sein Mund zufiel und jegliches Leben seine Augen verlassen hatte. Voller Zufriedenheit ließ der Druide die Leiche fallen, und wandte sich dem gehen zu…

3.4.07 11:51


Dämonen und andere Höllenwesen

Gelassen hatte Balthazar sich in die hinterste Ecke des Raumes zurück gezogen und sich dort an einen kleinen Tisch gesetzt. Den Rücken an die Wand hinter sich lehnend blickte das Elementar nun durch die Kneipe. Eine der Kellnerinnen kam auf ihn zu und fragte, ob sie ihm etwas zu trinken bringen konnte, doch Bal schüttelte nur verneinend den Kopf. Dem Mann, welcher knapp nach seinem eintreten die Kneipe verlassen hatte, hatte er nicht weiter beachtet, auch wenn ihm die merkwürdige Aura, welche diesen umgab, nicht entgangen war. Wozu auch? Man musste schließlich nicht gleich in jedem Schatten einen Teufel sehen! Nun, gerade als er mit einem seufzen einen Moment lang die Augen schließen wollte um sich anschließend auf seine Aufgabe zu konzentrieren, kam das durch die Türe in die Kneipe, was er am liebsten in seine Dimension verbannt hätte. Das Phönixwesen, welches seiner Herrin so ungalant die Visiten gelesen hatte. Drauf und dran aufzuspringen und diesem an die Gurgel zu gehen bemerkte der Untote den Manazugm welcher von ausserhalb zu kommen schien, zu erst nicht. Doch als er nun gerade knapp am Tresen stand flog die Tür abermals auf, und herein kam nicht, wie man erwarten sollte, eine Hand voll streunender Kerle, sondern eine Hand voll kleiner Schlangen ähnlicher Wesen, welche sich direkt auf ein paar der Passanten stürzten und diese mit sich hinaus auf die Straße zogen. Bal beäugte die Wesen skeptisch. Sollte er nicht nach Neuigkeiten suchen? Der Phönix war nichts neues mehr, und interessant schon gar nicht, aber wie stand es mit diesen Höllenwesen? Für die würde sich seine Herrin doch mit Sicherheit interessieren. Rasch huschte der Untote durch den Raum auf das Fenster auf der anderen Seite der Wand, in welcher auch die Tür war, öffnete dies und sprang nach draußen. Noch im Flug nahm er seine ursprüngliche Vogelgestalt an und begab sich mit einem kratzenden Flügelschlag auf das Dach des Gebäudes. Von dort aus auf die Schlangen blickend gab der Vogel ein schrilles, aber sehr leisen quietschen von sich. Nur wer direkt neben ihm stand würde es vernehmen können, und zudem seine Herrin, welche er damit auch erreichen wollte. Anschließend betrachtete er nun wie ein weiterer Mann, mit einer Axt bewaffnet, aus der Kneipe kam und auf eine düstere Gestalt zu lief. Diese sprach zu ihm, packte ihn an der Kehle, und tötete ihn danach. Den Kopf schief legend beobachtete er noch das die Schlangenwesen sich um den Kerl scharrten, welcher, wie er nun erkannte, der war, der zuvor aus der Kneipe gekommen war. Dieser drehte sich nun aber zum gehen um. Wollte er etwa töten und dann einfach verschwinden? Bal hatte das ungute Gefühl, da ihm das Wesen gefallen könnte.. Seine Herrin würde ihn wieder in die andere Dimension verbannen!
Galant, aber mit knackenden Knochen, sprang der Vogel vom Dach des Hauses und flog zu jenem Wesen hinüber, über dieses hinweg und landete dann vor ihm auf dem Boden. Die Knochigen Flügel anlegend wand er sich zu ihm und blickte ihn aus den leeren Augenhöhlen an. „Interessante Wesen habt ihr bei euch, Magister, sind es Untote? Sind es eure Kinder?“

Seite um Seite schien sie das Buch gar zu verschlingen, in sich hinein zu saugen und nie wieder loszulassen. In jenem Buch geschrieben stand das verfahren der letzten Erweckung. Viel zu viel sorge hatte man damals gehabt, nicht so wie sie nun. Aber hatten sie dennoch zu wenige Vorbereitungen getroffen. Das würde ihr nicht passieren. Eine braue in die Höhe ziehend blätterte sie ein paar Seiten weiter. Gerade wollte sie eher erfahren was sie noch brauchen würde. Doch wurde sie, als sie die Seite erblickt hatte, von dem schrillen gekreische des Elementes unterbrochen. „Zum Teufel mit dir Balthazar von Talindhol!“ , zischte die Daimoness ehe sie sich von der Stufe, auf welcher sie gesessen hatte, erhob und das Buch nieder legte. Einen Kurzen Blick durch den Raum schweifen lassend wand sie sich dann einer Art Altar zu. Inmitten dessen befand sich ein Siegel, auf welchem das Wappen der früheren Landesherrscher befand. Eine Hand auf dieses legend verschwand sie im nichts und stand einen Moment später wieder im Speisesaal der Burg. Leise seufzend blickte sie ein paar Geistern nach, welche bei ihrem Auftauchen erschrocken die Augen geweitet hatten und sich dann rasch aus dem Staub machen. Viele Geister waren noch in den Gemäuern der Burg zu finden. Alle waren sie einmal in diesem Hause Angestellte Arbeiter und Diener, und alle fielen sie unter dem ersten Regiment eines Dämonen in Thaliev. Zwar war dies schon lang her, aber noch immer sind sie dem Herren der Burg treu ergeben. Auch wenn sie nur noch als spirituelle Wesen zugegen sein können. Allerdings hatten sie sein Aarthes keinen wirklichen Respekt mehr vor einem Herrscher gehabt. Bis zu dem Tage als die erste Fürstin gekommen war. Die junge Herrin hatte frischen Wind in das Göttergrab gebracht, indem sie seid dem Anfang von der Erweckung des Gründers des Reiches gesprochen hatte. Und sie, so wussten sie, würde es auch schaffen. Es war nur eine Frage der Zeit.
Die Rakshas schlenderte durch den Saal und wieder die Gänge der Burg entlang zum Ort des großen Tores, welches Aus- und Eingang bildete. Auf dem weg dorthin hatte sie sich ihren Umhang gegriffen, welcher über dem Geländer der Treppe nach oben gehangen hatte, und warf sich diesen nun um die Schultern. Mit gekonnten Griffen das Tor aufstoßend trat sie nach draußen und warf zu aller erst einen Blick gen Himmel. Es dämmerte bereits. Um so besser. Da keiner wusste das sie Fürstin war, beäugte man sie auf den Straßen immer wieder mit einem Ausdruck von Ungunst, da man es ihr nicht gönnte freien Gang in die Burg zu haben. Nur wenige konnten diese Betreten, da sie von einem Bann geschützt wurde. Im stillen rief man sie an manchen Stellen schon eine dunkle Hexe.
Ruhig führten sie ihre Schritte nun lautlos durch die fast leeren Straßen und Gassen zum Mittelpunkt der Stadt, dem Marktplatz. Dort verharrte sie einen Moment und sah sich um. Zwar wusste sie nicht wo der Vogel war, aber wenn sie in die richtige Richtung blickte, würde sie es spüren. So war es immer gewesen. Nun, sofern sich das Vogelwesen überhaupt noch in Thaliev befand. Tatsache. Einen Augenblick später, als sie sich nach rechts gewand hatte, spürte sie die dunklen Mana ströme des Elementes. Der Magie folgend näherte sie sich der Kneipe, dem Druiden vor dieser, und dem Phönix welcher sich noch innerhalb befand.

3.4.07 12:44


Neuer Stand der Dinge

Das Phönixwesen hob das Glas mit Wasser und leerte es in Ruhe.... Balthazar hatte er gut im Blick, auch wenn es nicht den Anschein hatte. Er hatte genau bemerkt wie dieser sich dem Halbengel näherte und was er wollte.
Er blickte kurz zum Kneipenbesitzer der vor ihm auf dem Boden lag und aus Mund und Nase blutete, als diese ,Pflanzen’ anfingen ihr Unwesen zu treiben. Die Leute in der Kneipe wurden unruhig und rannten umher. Mansche von ihnen sprangen hinter den Tresen, in der Hoffnung dort vor den Wurzeln sicher zu sein, doch als sie den Besitzer dort liegen sahen, merkte man das sie sich nicht mehr so sicher waren. Eine kurze Zeit später hörte man nun auch jene Leute schreien, welche sich hinterm Tresen versteckten. Es war eine Familie, die kurzer Hand versuchte zu flüchten. Die Familie mit den 5 Kindern rannten aus der Kneipe, wo sie kurzerhand erledigt wurden. Er beobachtete, wie Balthazar die Kneipe verlies und sich zu dem Druiden begab. Genauso spürte er wie eine der Wurzeln ihn attackierte, welche jedoch kurzerhand in Flammen aufging. Raziel stand auf und verlies die Kneipe, ohne ein Wort zu sagen, da ja weder noch wer lebte noch musste er etwas zahlen. Er sah kurz zu der Daimoness, Balthazar und dem Druiden als er seine Hand erhob und der Herr mit der Axt wieder erwachte. Er ging auf den Herrn zu und flüsterte ihm etwas ins Ohr und wies ihm eine Richtung. Der Herr griff seine Axt, rannte in ein Haus und kam mit einer roten Rüstung wieder hinaus, sattelte sein Pferd und ritt eilig davon. Raziel verbeugte sich kurz vor den Dreien und begab sich durch die Stadt, wo er immer wieder Leute ansprach, die kurz darauf alle in roten Rüstungen davon ritten und alle in die selbe Richtung. Der Halbengel breitete seine Flügel aus und verschwand in dem eisblauen Himmel.
 
 
 
Rah stimme donnerte wieder über den Hof als er den eisblauen Himmel erblickte. Er wusste genau was es zu bedeuten hatte.
Er hatte seine Männer auf dem Hof versammeln lassen und schickte sie nun in einzelnen Gruppen los in Richtung Thaliev. Es würde noch einige Tage dauern, da sie noch eine Reihe von Bergen zu überqueren haben. Die Truppen bestanden einerseits aus Menschen und andererseits aus einer Vielzahl von Dämonen. Rah rief sein Wyrm und eine ihm untergebene Gruppe von weiteren dieser Wesen. Er stieg auf und ritt auf dessen Rücken ebenfalls Richtung Thaliev. Der Wyrm auf dem Rah ritt, war pechschwarz und dessen Herz war deutlich zu erkennen und von einem roten Nebel umgeben. Der Atem dieses Wyrms schien selbst die Luft zu vereisen.  
 
Eine kurze Zeit später flog ein weißes Wesen in großer Entfernung an Rah und seinen Dienerkreaturen vorbei. Rah schien ihn nicht zu erkennen aber es war Raziel persönlich, den er schon seit Jahren jagte. Raziel hatte Rah jedoch erkannt und flog deshalb weiter zu den Soldaten Innos, um ihnen bescheid zu geben das ihr Schloss wieder frei ist.
 
Die Nachricht verbreitete Freude in den Gesichtern der Leute und doch konnten noch nicht alle zurück, da Raziel bereits die Leute aus Thaliev zurück gesandt hat. Weitere Soldaten waren auch bereits auf dem Weg zu dem Lager und Verbündete der Soldaten waren ebenfalls unterwegs um das Schloss wieder zu befreien und zu sichern.
3.4.07 15:24


Ein verlockendes Angebot

Mitten auf seinem blutigen Weg hielt er inne und drehte sich um. Aus zweierlei Gründen:

Erstens, von hinten hatte ihn jemand äußerst ungalant angesprochen und zweitens, etwas das sich im Himmel verflüchtigt hatte, zog seine Aufmerksamkeit auf sich, doch er beschloss es nicht weiter zu beachten und wand sich seinem neuen Gesprächspartner zu. Mit unverändert strengem Blick sah er an dem, scheinbar noch jungem, Mann herunter, der ihn angesprochen hatte. Von außen her sah er eigentlich ziemlich normal und menschlich aus, aber etwas anderes machte den Druiden doch stutzig. Wie schon vor wenigen Minuten spürte er wieder diese Kraft von außen auf seinen Geist eindreschen. Sollte dieser Junge der Ausgangspunkt dieser unmenschlichen Macht sein? Nein, unmöglich. Nichts regte sich in seinen Gedanken, nichts erinnerte an ihn. Obwohl er auch sehr stark sein mochte, konnte er es nicht sein. Es musste jemand anderes sein….Und dieser Jemand war auch jetzt in der Nähe, das konnte er spüren. Er wand den Blick vom Jungen ab, und sah sich in der Umgebung um. Fünf Kinderleichen lagen vor der Taverne, drinnen war es still geworden. „Es muss hier sein…irgendwo…hier…“ , dachte er. Leider konnte er dieses Problem jetzt nicht lösen und wandte sich daher gegen sein Gewissen  seinem neuen Gesprächspartner zu. „Ja, das sind sie“. Seine Stimme klang rau und doch zugleich etwas verrückt. „Jahrelang habe ich gelernt, mich von anderen abgewandt und mich ganz dieser….Kunst gewidmet. Es wahrlich erstaunlich was man mit der Natur zu tun vermag, wenn man es nur kann und will. Doch wer seid ihr, der ihr es wagt mich anzusprechen, mich gar etwas zu fragen?!“. Schlagartig veränderte er sich, wie schon vor nur wenigen Augenblicken. Mit seiner Rede angefangen, war er brutal und unaufhaltsam, mittendrin wurde er ruhiger, ja fast melancholisch sah er aus. Doch nun spiegelte sich Hass, Wut und Mordlust in seinen Augen wider. „Erneut ein Scharlatan der Fürsten und der Adligen, welche mir in ihrer Gier nach Macht nach dem Leben trachten? Sagt, wieso arbeitet ihr denn für diese Leute? Was bieten sie euch? Geld? Frauen? Es ist grauenvoll wie leicht man….Menschen doch für seine Zwecke einspannen kann.“ Er wusste, dass er da nicht ganz Recht hatte. Auf den Boden schauend fiel ihm etwas auf. Die Blutspuren, welche sich teilweise hinter eine Hausecke zogen und dort endeten, die verschiedenen Leichen, alles war da. Außer einer Axt, und einem bestimmten Mann, welcher dem Druiden seine Dienste verweigerte. Es war schon merkwürdig, denn normalerweise verschwanden Leichen nicht einfach so. Es sei denn Nekromanten, schwarze Magier die sich mit der Beschwörungsmagie beschäftigen und mit Vorliebe Menschen ‚erforschen’, oder einige andere düstere Gestalten hatten ihre Hände im Spiel. Mit einem geringen Beweis von einem oder mehreren Gefühlen wandte er sich von dem jungen Mann ab, der ihn angesprochen hatte, und sah sich noch einmal genau um. Ein Nekromant war um einiges mächtiger als er und die Anwesenheit von einem oder mehreren wäre für seine Pläne mit dieser Stadt fatal. Aber ist dies überhaupt möglich? Dass diese Magier ihre Welt verlassen um einfach so Leichen in der Gegend zu Neuem Leben zu erwecken? „Nein, das ist unmöglich“ , redete er sich ein und versuchte sich zu beruhigen. Sogar er, der scheinbar Gefühlslose hatte vor ihnen Angst. Eigentlich wieder ruhig wandte er sich wieder dem Mann zu. Doch ließ ihn dieser Gedanke einfach nicht los. „Nun, auch wenn ihr geschickt wurdet  um mich kaltblütig zu ermorden, mache ich euch ein Angebot. Ihr seht mir wie ein mutiger, starker junger Mann aus. Was haltet ihr von dem Gedanken gemeinsam mit mir diese Stadt zu unterwerfen, danach eine andere, dann das ganze Land? Ich biete euch mehr als jeder König dieses Landes, doch ist es kein Geld oder anderer materieller Besitz. Es ist etwas, was man nicht mit Geld kaufen kann. Respekt, Einfluss und vor allem Macht. Nun, was sagt Ihr, mein Freund? Sind wir im Geschäft?“. Mit einem grausigen Lächeln auf dem Gesicht streckte er ihm eine blasse knochige Hand entgegen, die mit zahlreichen Narben versehen war. Die Fingernägel sahen unglaublich spitz und ungepflegt aus. Kaum zu glauben, dass diese Hand einmal einem Engel gehört hatte. Diesen Gedanken verwarf er so schnell wie möglich, so wie jeden anderen der ihn an seine Vergangenheit erinnerte. „Ich höre Eure Antwort, mein Herr?“ , fragte er erneut und wieder blitzte es in seinen Augen.

14.4.07 18:32


Versammlung?

Blathazar stand da und rührte sich nicht. Wollte er sich nun mit jenem Magier anlegen? Wollte er das Angebot überdenken, es annehmen, und seiner Herrin in den Rücken fallen? Nein, bestimmt nicht. Auch wenn er es niemals zugeben würde so hing er doch sehr an jener Frau, welche ihn zuletzt aus der hinterletzten Ecke der Hölle befreit hatte. Zudem hatte sie solche irreführenden Reize.. zu schade das sie die Macht über seinen Verbleib hatte! Langsam zog sich ein bittersüßes lächeln über die viel zu menschlichen Züge des Elements. „Nein.. nichts dergleichen..“ Knapp nickte der junge Edelmann mit dem Kopf an dem Magister vorbei. „Und zudem bin ich, werter Herr, kein Mensch. Und euer Angebot, nun, vielleicht solltet ihr darüber lieber mit der Fürstin selbst sprechen.“ - „Keine Macht, kein Geld, und schon gar keine Frauen. Sollte er revoltieren wird er sterben. Ebenso wie ihr, Magister, wenn ihr die Hand gegen mich erhebt.“ Die arme vor der Brust verschränkend schrat die schlanke Gestalt Keiyrenas an den Fremden und das Untotenelement heran. Ein ebenso zuckersüßes lächeln wie zuvor bei dem Edelmann glitt über ihre Lippen. Der Blick der jungen Frau sank einmal musternd an dem Fremden hinab und schließlich verengten sich ihre ohnehin schon schmalen Augen zu kleinen Schlitzen. „Sagt, kennen wir uns?“ Sie lachte leise auf. Balthazar zog eine braue in die Höhe, trat langsam neben seine Herrin und sah dann auch wieder auf den Magister. „Jedenfalls gehört der werte Herr nicht zu dem Gefolge des Phönix-Abschaums. Ihr solltet vielleicht im Interesse beider an eine Zusammenarbeit denken, verehrte Via?“ - „Willst du andeuten das ich Hilfe brauche, Balthazar?“ - „Nun, bedenkt eure Kräfte und die des Phönixes, ihr-..“ - „Schweig!“ Ruckartig wendete sie ihren Blick auf den Untoten, welchen sie gar wütend anfunkelte. Die Lippen aufeinander pressend wand sie sich abwartend wieder an den Magister.

Neferiam van Leyden, ja, das war eins sein Name gewesen. Das Wesen, zu welchem er so unfreiwillig 'verfrachtet' wurde hatte ihm dies gesagt. Lang soll es her sein, noch vor seinem jetzigen Leben. 'Lykanthropen werden oft Wiedergeboren!' hatte er gesagt. Auch hatte er aber gesagt das er keine Angst mehr haben sollte. Es gab weit schlimmeres auf der Welt als das was hier geschah und dem, was vielleicht noch passieren mochte. Aber das, was in der Zukunft lag, so prophezeite er, würde dem schlimmsten sehr nahe kommen! Er wusste nicht wer der alte Mann mit der animalischen Ausstrahlung gewesen war, aber er wusste das er ihm Vertrauen musste. Das er auf ihn hören musste. Er hatte ihm aufgetragen die Fürstin zu suchen, ihr sollte er seinen Namen nennen. 'Warum?' und 'Wer ist sie?' hatte er gefragt. Darauf kam nur das er ihr schon einmal begegnet war, und das sie wohl auf ihn gewartet hatte, auch wenn sie es, sollte er sich beeilen, auch noch nicht wusste. Für eine Art Hellseher heilt der junge Lykanthropen den Alten. Aber ob er es wirklich war wusste er nicht. Doch woher sonst sollte er all dies wissen?
Langsam schlich er um die Stadtmauern. Er hatte nicht die leiseste Ahnung vor welcher Stadt er sein unwesen trieb, aber sobald er einen Eingang, ein Tor, oder was auch immer es geben sollte, gefunden hatte, würde er es schon erfahren.

23.4.07 16:33





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