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Gespaltenes Land

 


Raziel betrachtete die Daimoness kurz nachdem sie sich abwandte. Er wusste sofort wohin sie wollte, da er diese Gegend hier zwar kaum aber gut kannte. Er war bereits am Flusslanddorf gewesen. Er seufzte und obwohl er eigentlich nicht mehr mit ihr sprechen wollte, sagte er es dennoch ,,vergiss es Daimoness’’ seine Stimme klang recht freundlich und hilfsbereit ,,Das Dorf ist nicht mehr....du wirst dort nichts brauchbares finden.’’ Er wandte sich wieder dem Lykanthropen zu und betrachtete ihn eine Weile, wie er zusammen gekauert unter ihm saß ,,Du hast Angst....Angst ist der Weg zur Verzweiflung und zur Finsternis.....Angst ist ungewöhnlich für Lykanthropen.....zumindest für die, die ich kenne.’’ Er sprang von seinem Baum und kniete sich zum Lykanthropen herab und das mit einem Lächeln auf dem Gesicht ,,Suche deine Stärken und deinen Mut.’’ Er stand auf und wandte sich wieder der Daimoness zu und weiß in den Nordwesten..... ,,In 2 Kilometern ist ein Dorf, dort lebt ein Edelmann der eventuell hat was du suchst.’’ Er spannte seine Flügel aus und begab sich in das Flusslanddorf.....dort fand er nur Verwüstung und Tod. Ein Geruch von Schwefel lag in der Luft und Rauch stieg aus der Asche der Häuser empor. Das Phönixwesen sah sich um und betrachtete eine Weile die dort liegenden Kadaver der Dorfbewohner. Was die Bewohner wohl gedacht haben als er einmarschiert ist? Was haben sie wohl gefühlt als sie ihn erkannten? Ob sie wohl um Gnade gefleht haben, als er und seine Soldaten das Dorf betraten?

 

Raziel seufzte und ließ dort alles verbrennen was noch als Mensch identifizierbar war, dann verteilte er die Asche mit einem Windzug über das in einer Dunkelheit versinkende Land. Nachdem seine Augen das Schlachtfeld ausgemustert hatten, schienen ihm sowohl Mitleid in den Augen als auch Freude auf dem Mund zu stehen. Er wusste genau was passiert war, aber er wusste nicht wo diese Person nun hin war.
 
Raziel breitete wieder seine Flügel aus... es war bereits wieder Abend und das Licht begab sich bereits wieder in die Umklammerung der Dunkelheit, als er erneut abhob und sich auf den Weg in den Nordwesten machte. Dort lag ein kleines Dorf das kaum 10 Häuser hatte in denen jedoch mehrere Familien lebten, unter anderem ein Edelmann dessen Grundstück alleine schon ein eigenes Dorf sein könnte. Der Edelmann war ein ausgewanderter Ägypter, der vor Rahs Rache geflohen war. Er ließ sich in dem Dorf nieder mit all seinem Gold, das er aus Ägypten mitgenommen hatte. Er hatte weder Familie noch Freunde und doch schienen ihn viele zu kennen und zu mögen. Selbst das Phönixwesen kannte ihn, doch konnte man nicht gerade sagen das sie dicke Freunde wahren. Er mied es anderen zu nah zu kommen, auch wenn sie ihm sympathisch waren.  
 
Er landete kurz vor dem Dorf und schien sich aus dem Feuer eine neue Robe zu schaffen, auf der auch wieder eine rote vogelartige Kreatur verzeichnet war. Diese machte es einem wieder unmöglich ihn oder sein Gesicht zu identifizieren. Er sah wieder aus wie ein Magier oder ein Priester als er das Dorf betrat. Er redete mit niemandem und begab sich auf direktem Wege zu der einzige Person die ihn kannte. Zu dem Ägypter in seinem riesigen Haus. Er klopfte drei mal an die Tür und wartete, als ihm ein Butler die Tür öffnete und nur zu Lächeln schien ,,Guten Abend der Herr.....sie haben sich lange nicht mehr hier blicken lassen.’’ Der Butler trat zur Seite und ließ Raziel eintreten.
Kaum war Raziel ein paar Schritte in die große Eingangshalle gegangen, wollte der Butler ihm seine Robe abnehmen, was das Phönixwesen jedoch ablehnte. Eine kurze Weile später wies der Butler ihm den Weg zu seinem Herren, welcher zur Zeit im Speisesaal saß und zusammen mit einigen anderen Edelmännern zu Abend speiste. Der Ägypter betrachtete Raziel kritisch ,,Immer noch so stur?  Warum zeigst du mir nicht dein Gesicht?’’ Der Ägypter schien sowohl erfreut über den Besuch als auch verärgert darüber das er sein Gesicht nie zeigte. Raziel musterte die Reihe der Edelmänner, ein paar kamen aus den Regionen die bereits so endeten wie das Flusslanddorf, andere kamen aus der Region des Königs. ,,Ich habe noch einen Gefallen bei dir gut.’’ Sprach Raziel zum Ägypter ,,Gib mir ein Zimmer für diese Nacht.... Morgen in aller Frühe werde ich dich wieder verlassen.’’ Der Ägypter verneigte sich kurz und bat den Butler dem Fremden sein Zimmer zu zeigen. ,,Morgen kurz nach Sonnenaufgang hast du mein Haus verlassen.’’ Fuhr der Ägypter ihn leicht erbost an. Raziel verneigte sich schweigend und verlies mit dem Butler den Speisesaal in Richtung eines langen Ganges. Am Ende diesen Ganges lag ein kleines Zimmer dessen Tür offen stand. Es hatte einen Kamin , ein Sessel und ein Sofa und alles was noch zu einer edlen Einrichtung gehörte. Raziel bat den Butler zu gehen und verschloss hinter ihm die Tür. Er legte sich ins Bett und dachte nach. Was wohl aus den beiden Anderen geworden ist? Ob sie sich wohl schon an die Kehle gegangen sind? Oder...... Ihm gingen noch viele weitere Fragen durch den Kopf bevor er endlich einschlief........
4.3.07 14:50


Das Schosstier eines Daemonen

 

Abermals blieb sie stehen, die Schweigsame mit dem kühlen Ausdruck. Sie atmete tief durch, drehte sich erst danach um. Sie wollte wohl keinerlei Emotion oder Gefühl zeigen. Ebenso wie sie niemals sagen würde das sie als Fürstin der Ebene um und zu Thaliev war, zu welchem das Flusslanddorf gehörte, von welchem er nun wahrlich zu sagen wagte das es zerstört sei. Nun, stören würde sie es nicht sonderlich, das Dorf war aus ungewollten Siedlern entstanden, aber dennoch versetzte es ihr einen Imaginären Schlag. Sie betrachtete den Phönix schweigend, beobachtete seine Handlung, seine Gestik, als er sich zu dem Jungen nieder lies, und wie er danach auf einmal verschwand. Nie und nimmer würde sie auf seine Ratschläge hören, eher würde sie Balthazar, dem Knochengerüst, ihr Leben in die Krallen legen. Und das würde sie schon nur über ihre Leiche tun. Nun, dann würde sie eben das Knochengerüst rufen und sich von diesem ins eigene Heim verfrachten lassen. Eigentlich hatte sie diesem ein paar Monate Strafe in der Verdammnis versprochen, aber nun gut. Leise murmelte sie die Worte, welche das Elementar der Untoten aus seiner Dimension hervor bringen sollte, vor sich hin, während ihr Blick skeptisch auf dem Lykanthropen lag. Noch immer hockte der Junge teilnahmslos am Boden. Vielleicht sollte sie ihn mit nach Thaliev nehmen, er wäre nicht der einzige Werwolf am Fürstlichen Hofe. Allerdings wäre es wahrscheinlich zu ihrer eigenen Sicherheit ein Fehler. Zudem hatte der Junge ebenfalls, wohl oder Übel, mit angehört wohin der Phönix gesagt hatte, das sie gehen solle. Somit konnte er sich ja dorthin begeben. Über ihre eigenen Gedanken knapp nickend wand sie nun ihren Blick in Richtung Himmel und wartete auf das mittelgroße schwarze Etwas, welches dort jeden Moment erscheinen musste. Zwei Minuten später drehte die Daimoness sich rasch um und gab knurrend ein leises „Schweig..!“ von sich.
Hinter ihr hockte ein etwa ein Meter fünfzig großer Bussard, oder zumindest etwas, das mal ein Bussard gewesen sein sollte. Kopf und Hals waren nur noch ein Knochengerüst, auch auch Brust lag noch zur Hälfte ohne Gefieder. Ebenso schien er keine Innereien mehr zu haben. In den Leeren Augenhöhlen funkelte ein gespenstisches rotes Leuchten, und jedes mal wenn der Vogel sich bewegte gaben seine Knochen ein wohl widerlich klingendes Knartschen und Knacken von sich. Und bevor dieses Wesen nun noch etwas auf den Befehl der Daimoness erwidern konnte (was er liebend gern getan hätte), setzte diese ihre Rede gleich fort. „Bring mich nach Curôn, und zwar schnell..“ Die Stimme der Frau hatte ihren unpassend sanft hohen Klang nicht verloren, allerdings war dennoch nicht zu überhören das sie keine Widerrede duldete. Widerwillig ließ Balthazar sich und seine Herrin in einer Wolke aus Nebelschwaden verschwinden, und erst einige Momente später vor dem Hofe der Lethrandyr wieder in eben einer solchen Wolke erscheinen. Dem Vogel keine weitere Beachtung schenkend wand sich die Frau dem Eingangstor der Burg zu, durch welches sie anschließend verschwand. Empört stolzierte ihr der Bussard nach. „Harr.. Via.. Was habt ihr nur schon wieder angestellt? Eure Kleider sind euren Sätzen ja so gleich!“ , krächzte der Vogel ungeniert. Die Daimoness zog eine Braue in die Höhe, schwieg aber. Sie hatte keine Lust sich heute wieder auf ein Wortduell mit dem Untotenelementar einzulassen. Rasch schrat sie also die Treppen zum zweiten Stockwerk hinauf und betrat dort ihr Schlafgemach. Die Tür knallte sie hinter sich, somit direkt vor dem Schnabel des Bussards, zu. Balthazar krächzte abermals empört. Während der Vogel nun die Hälfte seiner mentalen Energie zur Verwandlung in ein Menschenwesen verwendete, hatte sich die Daimoness vor ihrem Kleiderschrank platziert und spähte schließlich in diesen. Für eine Person ihres Statuses besaß sie reichlich wenige Kleider, ebenso wie sich der allgemeiner Luxus in die Burg Curôn doch sehr beschränkte. Sie zog nach einem kurzen seufzen das wohl älteste dort vorhandene Gewand hervor und lies dieses dann auf ihrem Bett nieder gleiten. Ein simples hell braunes Kleid mit Tellerärmeln und weitgreifendem Faltenrock, zu welchem noch eine weiße Korsage mit blutrotem Stickmuster gehörte. Bevor sie sich aber umziehen konnte stolzierte Balthazar, welcher in menschlicher Form leider Türen öffnen konnte, in das Zimmer und begann augenblicklich wieder zu sprechen. „Nun holt man euch schon aus den finstersten Ecken des Reiches und bekommt dennoch nicht einmal eine kleine Antwort auf eine noch kleinere Frage.“ - „Schweig endlich.. oder du kommst zurück in deine Dimension.“ - „Oh! Euch ist also doch aufgefallen das eure Kleidung recht mitgenommen aussieht?“ Er deutete auf die Kleidung auf dem Bett. Die Daimoness funkelte ihn genervt an, riss sich aber dennoch zusammen und ging kurzerhand einfach nicht auf sein Worte ein. „Geh in die Bibliothek und komm erst wieder zurück wenn du mir sagen kannst was ein abgesandter des Phönixes hier will. Und Gnade dir Gott solltest du nichts finden..“


Nur einen sehr kurzen Augenblick hatte der Lykanthrop seine Augen auf den Phönix gerichtet, ehe er den Kopf wieder hatte sinken lassen. Er vernahm die Worte des Wesens nur verzerrt, so sehr rissen seine Gedanken an seinem Inneren. Ideen hatte er keine was er tun sollte, ebenso wie er sich nicht darüber bewusst zu werden vermochte, ob er wirklich alles glauben sollte. Vielleicht.. handelte es sich ja nur um einen großen Streich! Bei diesem Einfall von einem gewissen Maße der Freude gepackt erhob er seinen Blick erneut, sah aber den Phönix gar nicht mehr, und die Daimoness gerade verschwinden. Wieder allein.
Rasch zurrte er sich auf die Beine. Wohin nun? Oder, was nun? Er zog die Augenbrauen verunsichert zusammen. Er könnte ein Dorf aufsuchen, irgendeinen Ort an dem er sich richtig ausruhen konnte um danach ordentliche Entschlüsse fassen zu können. Ja, das war wohl das beste. Und mit etwas Glück würde sich seine größte Frage auch dort schon beantworten. Aber.. wo lag das nächste Dorf? Wieder von leichter Angst befallen drehte er sich mehrmals um sich selbst, lies seinen Blick umher gleiten um doch jedes mal wieder zu erkennen das er nicht wusste, wo er hin musste. Es half also nichts, außer suchen. Wobei, da war doch etwas. Düster erinnerte er sich an die Worte des Phönixes, wovon auch ein paar an die Daimoness gingen. Als er aufgesehen hatte, hatte der Phönix gerade zu der Frau gesprochen, und dabei nach links gezeigt, in Richtung eines kleinen Waldstückes am anderen Ende der Wiese. Er hatte von einem Dorf gesprochen, das nur gut zwei Kilometer entfernt war. Wie viel war zwei Kilometer? Was hieß letzteres Wort überhaupt? Weiten gab man in seinem Heimatort immer nur in Tagesmärschen an. Ein komischer Kauz war der Herr gewesen. Nun, das sollte ihn jetzt aber nicht stören. Ohne über die Möglichkeit nachzudenken, das das Dorf vielleicht gar nicht existierte, rannte der Junge los. Der Gedanke hätte ihn wohl eh nicht davon abhalten können.
Das Waldstück war schnell erreicht, und ebenso schnell hatte er dieses auch schon bald wieder hinter sich gelassen.

8.3.07 13:24


Das Leben und sein Lauf

 


Er wachte auf und betrachtete ein vernarbtes Gesicht welches ihn betrachtete ,,Wie geht es euch mein Herr?“ sprach der Butler mit untertänigster Stimme. Der Halbengel seufzte ,,Ihr solltet mich doch alleine lassen.“ Der Butler drehte sich grinsend um und verlies das Gemach leise und schloss die Tür hinter sich. Kaum war die Tür geschlossen, zog er auch schon einen kleinen Beutel mit Geld hervor....doch schon eine kurze Zeit später stand Raziel in der Tür und nahm ihm den Beutel aus der Hand ,,Das ist meiner.“ Er grinste und begab sich allmählich aus der Tür. Es war gerade mal eine Stunde vergangen als er einschlief. Er wanderte einen langen Gang hin zum Speisesaal in der Hoffnung er finde dort noch seinen Gastgeber, doch war der bereits nicht mehr da. Die Gäste die er zu sich lud waren ebenfalls alle ihn ihren Gemächern. Er zog eine Papyrusrolle hervor und schrieb ein Dankesbrief den er an einem Messer an des hohen Herren Platze befestigte.

 

 
Der Butler öffnete ihm enttäuscht die Tür und wies ihn hinaus in die kalte Nacht. Oder besser gesagt Abend. Es war noch nicht sehr spät als er das Anwesen wieder verlies. Er ging durch das Dorf und betrachtete die Dorfbewohner die ihn fragend und neugierig beobachteten. Er sah sich nach links und nach rechts um.....überall wimmelte es von Dorfbewohnern. Es bildete sich ein dunkler Nebel um das Dorf und im Dorf drinnen. Der  Nebel tauchte so plötzlich auf und war so dicht, dass die Dorfbewohner leicht in Panik zu verfallen schienen, doch kurze Zeit später verzog sich der Nebel und mit ihm verschwand auch der Phönix.....aber das störte die Bewohner nicht, denn es war schon ein neuer Fremdling in der Nähe....Die Dorfbewohner verzogen sich teilweise in ihre Häuser während andere den in der Nähe befindlichen Lykanthropen aufmerksam beobachteten.
 
Es verging nicht viel Zeit als es in Curôn an dem Burgtor donnernd klopfte, doch bevor ihm jemand öffnen konnte, betrat er bereits die Hallen der Daimoness. Er betrachtete die Hallen mit Erstaunen und Faszination. Er wanderte eine Weile umher und erkundete das Bauwerk sehr genau, bis er zu einem Gemach kam, in der sich eine vertraute Aura verbarg. Er wartete vor der Tür bis die Daimoness ihren Satz beendete.... sie schien gerade jemanden in eine Bibliothek zu schicken um sich nach Raziel zu erkunden, doch kaum hatte sie das gesagt, war er bereits dabei das Zimmer zu betreten. Er sah sich um und betrachtete das Zimmer. ,,Ein nettes Zimmer habt ihr hier Fürstin.“ Er betrachtete Thaliev kurz aber beachtete ihn nicht weiter, als er ein weiteren Schritt ins Zimmer machte. ,, Ein Phönixwesen ist steht’s beauftragt ein Gott oder eine Gotteskreatur zu überwachen.... ein sehr mächtiger und bekannter Gott ist hier in der Gegend und erobert stück für stück mehr von euren Landen falls ihr es noch nicht bemerkt habt. Er macht alles was ihm in den Weg kommt einfach dem Erboden gleich. Bald ist er hier angekommen. Dieser Gott hat sich mehrerer Bereiche strafbar gemacht und soll nun dafür buße tun..... Das sucht ein Abgesandter des Phönix in diesen Landen.“ Er lehnte sich an die Tür betrachtete die Daimoness ,,und vergesst eure Bücher. Der einzigste Ort wo noch Dokumente über uns sind.....das sind die Hallen von Idurath. Doch diese sind schon seit Jahren schwer bewacht.“ Er wandte sich wieder um und begab sich wieder zur Eingangshalle...kurz darauf sah er Richtung Himmel wo ein kleiner blauer Punkt zu erkennen war....es sah aus wie ein Stern doch schien Raziel etwas ganz anderes in ihm zu sehen. Er breitete seine Flügel aus und verschwand in einem hellen Lichterspiel aus Feuer und Eismagie.
 
Es war nicht viel Zeit vergangen als er wieder hinter dem Lykanthropen erschien, welcher das Dorf schon fast erreicht hatte. ,,Willkommen junger Herr.“ Er sah den Lykanthropen lächelnd an und wies Richtung Dorf ,,Du scheinst etwas Ruhe zu brauchen. Ich bringe dich zu einem alten Freund von mir, dort kannst du die Nacht verbringen und dich ausruhen, jedoch nur bis zum Sonnenaufgang, länger darfst du nicht bleiben.“ Er bewegte sich langsam wieder in Richtung des Ägypters. Er hatte diesem bereits eine Nachricht hinterlassen und wusste das dieser sie auch bereits gelesen hatte. In ihr Stand:
 
,,Sehr geehrter Herr Sestor,
ich werde deine Dienste nicht weiter beanspruchen und doch möchte ich meinen Gefallen noch eingelöst haben. Im laufe der Nacht werde ich dir einen anderen Gast bringen, der meinen Platz in deinem Schloss einnehmen soll, als Gegenleistung bekommst du diese Karte. Sie führt dich zu den Hallen, die du schon so lange suchst, aber pass auf. Machst du nur einen Fehler dann kann es dein Ende sein und wag es ja nicht dich in die dunklen Kammern zu begeben. Die Wesen dort wären das Ende von dir und deinem Gefolge.
 
Liebe Grüße
           Raziel“
 
Er dachte nach was wohl passieren würde. Ob Rah wohl wieder ein Dorf zerstört hat? Ob der Mond hier immer so schön ist?
Seine Gedanken wichen in alle Richtungen aus doch am meisten hingen sie an der Daimoness. Wer war sie? Was wollte sie? War sie die so berüchtigte Fürstin von der selbst in seinen Landen gesprochen wurden oder irrte er sich doch einmal?
Seine Gedanken waren im Bruchteil einer Sekunde auch schon zu Ende gedacht. Der Mond schien ihn sehr zu beschäftigen... er beobachtete ihn eine ganze Weile bis er einmal kurz die Augen schloss und wieder auf seinen Weg sah....die Dorfbewohner hatten bereits auf sie gewartet, wobei sie doch ziemlich erstaunt waren, als sie Raziel wieder erkannten. Was an seiner auffälligen Robe nicht schwer zu sein schien. Er schrat immer weiter im Glauben, dass der Lykanthrop stets hinter ihm stünde und ihm folgen würde, doch kaum erblickte er wieder die Dorfbewohner, schon musste er wieder an das Flussdorf und Rah denken.
Rah war ein mächtiger Tyrann der es liebte seine Untertanen zu strafen und zu peinigen und noch mehr liebte er es sie in einen hoffnungslosen Krieg zu schicken, doch diesmal war alles anders. Rah war nicht auf ein sinnloses Gemetzel aus. Er wollte sowohl sein Reich vergrößern als auch den Phönix und seine Abgesandten jagen, wobei es unmöglich war alle zu finden und zu töten. Mit jedem Jahrhundert gibt es neue Abgesandte und mit jedem Jahrtausend einen neuen Phönix.... vor kurzem war erst wieder ein Jahrtausend herum und ein neuer Phönix erblickte das Licht der Welt. Wenn auch etwas anders.
 
 
 
Rah war bereits in einem weiteren Dorf eingefallen als er einen der Bewohner nach der Fürstin, dem Phönix und Raziel befragte, doch weil der ihm nichts erzählen konnte, schnitt er ihm kurzer Hand die Kehle durch und ließ ihn in einen Käfig mit Wolfsdämonen fallen. Nach kurzer Zeit war von dem Bewohner nichts mehr zu erkennen. Rah hatte sich bereits hohes Podest errichten lassen um mit seinen Untergebenen zu sprechen. Er war ein guter Redner aber ein noch besserer Henker. Er stellte sich an sein Podest und lies unter sich den Boden etwas in die Höhe schießen, damit er auch gut alles überblicken konnte. Er sprach mit einer tobenden und rachsüchtigen Stimme und doch waren seine Worte wie ein Kriegslied für die Soldaten. Es schien sowohl Mut als auch Kampfgeist zu stärken und doch waren sie alle starr vor Angst und ihnen war die Furcht ins Gesicht geschrieben. Es waren nicht nur Menschen in seiner Armee sondern auch verschiedenste Arten von Unterweltkreaturen wie Dämonen und Dunkelelben, Trollen und Titanen, doch all diese Kreaturen bildeten nur eine kleine Vorhut. Der schrecken der hinter den Bergen westlich von ihnen lauerte, verbarg sich unter einer dichten, schwarzen Wolkendecke vor der Sonne. Sie hassten das Licht und verachteten das Leben. Es waren Rah absolute Lieblinge, die nur darauf warteten wieder Fleisch zu bekommen. Man nannte ein solches Wesen Wyrm.
 
Rahs Stimme donnerte noch einmal über die Köpfe seiner Armee, als er sich in einem grellen Blitz verschwinden ließ und in seinem Gemach in einer Burg, die er vor kurzem eingenommen hatte, nieder und ließ sich von einer Hand voll Sklaven bedienen. Wenn jemand nicht so wollte wie er, dann erlitt er unter schlimmsten Schmerzen einen langsamen Tod. Rah schien zuversichtlich zu sein, dass er bald sein Ziel erreichen würde, auch wenn er nicht genau wusste worauf er sich dort einließ.
15.3.07 17:28


Wenn der Teufel zu uns spricht

Er versuchte das irritierende Gebrüll und Gekreisch der wilden und betrunkenen Masse um ihn herum zu ignorieren, versuchte endlich einen Gedanken festzuhalten, einen der vielen Gedanken die ihm durch den Kopf flogen, ihm Tag für Tag, Nacht für Nacht keine Ruhe ließen. Er wusste, nicht wieso er es getan hatte, aber er hatte den ruhigen, ihm Stille spendenden Wald verlassen, und ist durch die Welt gezogen, hat kleine Dörfer und gewaltige Städte gesehen. Sie alle hatten ihn angewidert. Das fröhliche Treiben der Menschen auf der Straße…das Lachen der Kinder…Er hatte es nicht ertragen. Bis er endlich hierhin kam, nach Thaliev. Hier war es für ihn anders. Die Menschen distanzierten sich von ihm, statt ihn mit Grüßen und Dankbarkeiten zu überschütten. Auf den Straßen war es still und eine bekannte und mächtige Kraft umnebelte seinen Geist, ließ ihm keine Ruhe. Seit er sich verändert hatte, hat er vieles vergessen. Darunter seine Freunde, die ihn alle verstoßen hatten, seine Familie, die seit vielen langen Jahren verstorben ist. Er versuchte sich zu erinnern, woher er diese unmenschliche Kraft kannte. Sie kam ihm bekannt vor und doch so fremd. Er sammelte seine Notizen vom Holztisch auf, steckte sie in ein staubiges Buch, klappte es zu und steckte es in einen Ledereinband. Mit einem leeren Blick zog er sich die Kapuze seines Mantels über den Kopf und verließ das stinkende Lokal. Auf der feuchten Straße ließ er das Buch unter seinem Mantel verschwinden und stampfte über den rissigen Stein zwischen den Hütten hindurch. In dieser Stadt schien man ihn zu meiden, sich so weit weg wie möglich von ihm auf der Straße zu bewegen. Diese Angst hielt er für eine Art ihm Respekt zu zeigen, und ein kurzes Lächeln zauberte sich auf sein blasses Gesicht, doch verschwand es genauso schnell, wie es aufgetaucht war. Er lächelte sehr selten und für die wenigen die sich noch an ihn erinnerten, wäre es ein Segen ihn so zu sehen. Ein Regentropfen fiel auf seinen Steingrauen Mantel, und seine ebenso grauen Augen sahen nach oben. Der Himmel verfinsterte sich und dichte, dunkle Wolken erschienen über den Dächern der Hütten. Er ließ die Kapuze fallen und Schulterlange, zerzauste schwarz bis grauen Haare kamen zum Vorschein. Ein Donnerschlag ertönte über ihm und ein fieses Grinsen zog sich breit über sein Gesicht, als der Sturm losbrach. Wie aus Eimern schüttete es auf ihn herab und es schien ihn zu erfreuen bis auf die Haut durchnässt zu werden. Ein lautes Lache ließ er von sich hören und schloss genießerisch die Augen. Die Bewohner dieser Stadt würden ihn für verrückt halten, hätten sie sich nicht schon längst in ihren Hütten versteckt. Noch eben suchte er seine Ruhe und fluchte über jedes Geschrei, das er zu hören bekam, so sehnte er sich nun nach Schmerzensschreien und Bitten, leben zu dürfen. Aber wer wäre schon so verrückt sich ihm zu nähern, ihn gar anzusprechen oder ihn sogar anzugreifen. Niemand…Kein elendes Menschlein würde es sich trauen ihn anzusehen. Ihren Blick abwenden würde er, wie es alle anderen auch taten, als er sich vor Schmerzen krümmend am Boden wand, vor vielen Jahren. Niemand hatte ihm geholfen, sie haben ihn verspottet. Ihn verhöhnt und ihm gesagt, er würde es nie schaffen. Doch sähen sie ihn nun jetzt, sie hätten Angst. Unter dem nähesten Felsen würden sie sich verkriechen und um Gnade winseln. Aber er würde nicht hören...Nein….Er würde auf keinen fall hören. Er würde sie allesamt niederstrecken und sich für alle Demütigungen seines Lebens rächen. Rache…

Der Saphir auf seiner Brust leuchtete auf und der Schmerz ließ ihn handeln…Gebieterisch hob er seine Hand und die Erde unter seinen Füßen drohte zu erzittern.

27.3.07 15:37


Gotteskinder

Abschätzend hatte die Rakshas ihren Blick auf den Phönix Gewand als dieser gar unverschämt in ihr Gemach geschritten war. Sie hasste ihn jetzt schon. Seine Wort nahm sie nur halbherzig zur Kenntnis. Für einen Scharlatan hielt sie ihn, noch immer, und auch mit wachsendem Grund. Zur Hölle mit ihm! Und wer auch immer dieses Rah Wesen war sollte sich in acht nehmen, er war nicht er einzige Gott hier zu Lande. Allerdings würde sie auf die Zeit der Erweckung warten müssen. Aber lang konnte es nicht mehr dauern. Es durfte nicht mehr lang dauern!
Verbissen hatte sie den Phönix verschwinden sehen. Gut, den war sie los. Nun der Vogel. Balthazar hatte ebenfalls empört dem für ihn Fremden gelauscht, hatte auch gerade zu entschiedenen Widerworten angesetzt, allerdings war das Wesen schon verschwunden. „Via! Was habt ihr nun schon wieder an geschleppt?! Dieser Tunichtgut ist ja schlimmer als euer Engel es war!“ Langsam entnervt rollte die Daimoness mit den Augen. „Spare dir deine Kommentare. Geh in die Stadt, such dir die hinterste Kneipe und höre dich dort nach Neuigkeiten um. Die Erweckung kann nicht mehr lang dauern ..“ Balthazar, als Mensch in Form eines stattlichen, jungen Edelmannes, glitt ein verführerisches lächeln über die Lippen. „Ah, Via, euer Kampfgeist ist ja doch nicht verloren.“ Seiner Herrin einen Handkuss aufdrückend löste sich das Element der Untoten auf und verschwand ungesehen. Auch wenn er zu viel redete, zumindest konnte man sich auf ihn verlassen. Nach einem leisen seufzen machte sie sich dann schließlich daran ihre Kleider zu wechseln.
Balthazar war am Rande des Marktplatzes wieder zur Materie verschmolzen. Die hinterletzte Kneipe? Soweit es ihm bekannt war gab es in der Handelsstadt Thaliev an jeder Ecke eine Kneipe! Ihm blieb wohl nichts anderes übrig als zu suchen. Gerade hatte er ein paar Schritte voraus getan, als ihm zwei düstere Gestallten auffielen. Unwillkürlich musste er wieder an die Rakshas denken, beobachtete dabei aber die beiden. Die Kaputzen tief ins Gesicht gezogen scharten sie durch die Schatten in eine, wie er jetzt bemerkte, relativ unauffällige Gasse. Ob er dort eine Kneipe finden würde? Wenn ja dann sicherlich eine von der Art, die er suchte. Ein Zuckersüßes lächeln auf den Lippen tragend huschte Balthazar den beiden rasch hinterher. Gerade als er die Ecke die gasse erreichte konnte er sie noch ebenso in einem der Gebäude verschwinden sehen. Sich diesem nähernd fiel sein Blick auf das schmale, und kaum mehr leserliche Schild welches über der Tür hockte. 'Kneipe zum Henker', stand auf diesem. „Welch einfallsreicher Name für eine Kneipe..“ seufzte der Untote ehe er die Tür aufstieß und sich hinein begab.
Keiyrena hatte sich nach dem umziehen wieder aus ihrem Zimmer begeben und stand nun in dem Zimmer daneben vor einem Bett dem es gerade so auf das Laken geschrieben zu sein schien, das es schon lang nicht mehr benutzt worden war. Die Rakshas hing ein paar Errinnerungen nach als sie sich dem Bett nun abwand und sich einem Regal an der Gegenüberliegenden Wand näherte. Langsam glitt ihr Blick über die einzelnen Titel. „Irgendwo hier.. “ Nur ein paar Minuten später zog sie ein Buch aus dem Regal und pustet den Staub von diesem. Lange Zeit musste es dort gestanden haben ohne angerührt zu werden. Ebenso wie vieles anderes in diesem Zimmer.. Mit dem Buch bewaffnet verließ die Rakshas den Raum wieder und begab sich die Treppen entlang ins Erdgeschoß. Sie konnte nicht Riskieren das ihr bei der Erweckung, oder der Vorbereitung dieser auch nur irgendwer (sie dachte an eine bestimmte Gestalt) dazwischen funkte, also wollte sie sich in das einzige Zimmer der Burg verziehen, welches man nur finden konnte, wenn man wusste wo es war, und in welchem nur eine einzige Art der Magie möglich war. Und zwar die des Erweckens. Die Treppen hinter sich lassend Schrat sie zum hinteren Teil der Burg und verschwand dort im Speisesaal durch ein Dimensionstor, welches, da es mit der Wand verschmolzen war, so nicht zu erkennen war. Auch führte es nicht wie man erwarten sollte in eine andere Dimension, sondern lediglich in einen Raum, der unter der eigentlichen Burg lag. Sie war in einer Grabkammer.

Neferiam wusste nicht wie ihm geschah. War er nicht eben noch im Wald gewesen? Auf einer Wiese? Von einem Moment auf den anderen hatte sich alles um ihn herum verändert.. schwärze, nichts war zu sehn. Und dann, plötzlich funkelte ein gespenstisches Licht neben ihm. Unweit von diesem konnte er vage die Umrisse einer wolfsähnliches Gestalt erkennen. „Ich habe auf dich gewartet, Lykaner..“ , gab eine Furcht erregend tiefe Stimme von sich. Was zur Hölle war nun geschehen?

27.3.07 15:51





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