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Regen, regen, ..

Regen.. nichts als Regen. Leise segelten die kleinen, eiskalten Wassertropfen unerbitterlich auf das, vom Herbst erbuntete, Gewächs der Erde. Von den Tieren und Wesen, welche üblicher Weise über die Wiesen hinter dem Fluss, damit fast neben dem Wald, liefen, im Frühjahr tollten, und im Sommer grasten oder jagten, war weit und breit nicht zu sehen. Viele, fast alle, hatten sich in die schützende Tiefe des Waldes begeben, und die Menschen oder anderen zivilisierten Gestallten hatten sich in die Dörfer, oder auch in den Wald begeben, um dort, unter dem dichten geäst der Bäume oder dem Dächern der Hütten und Tavernen, nach Schutz vor dem nassen Guss zu suchen. Alle bis auf eine. Eine junge Frau, seid schon geraumer Zeit bewegungslos inmitten der Wiese stehend, schien den unaufhaltsamen Regen nicht einmal zu bemerken. Das lange, rot braune Haar hing ihr in unordentlich erscheinenden Strähnen vor dem Gesicht, und auch dem Rücken. Ihr langes, cardinalrotes Kleid schien, ebenfalls durch den Regen, klitschnass an ihrer Haut zu kleben. Der samtige Stoff des Korsetts hatte sich, kaum bemerklich, durch die Nässe verdunkelt. Der Blick jener Gestallt, gerade aus, aber doch ins Leere gerichtet, schien auf irgendwas zu heften, was doch nicht da war. Starr, und abwesend. Doch abgesehen von dem Blick, welcher fast von Verwirrung zeugte, wies ihr Gesicht keinerlei Empfindung auf. Einzigst verwundernd wäre vielleicht noch das Schwert, welches sie in der linken Hand hielt, und dessen Klingenspitze an den Boden angelehnt war. Das Blut, von welchem, nach geraumer Zeit im Regen, nicht mehr viel am Griff und der Klinge zu finden war, löste sich langsam gänzlich auf, und lief zu dem anderen rest hinab auf den Boden. Dieser war rings um das Schwert hier und dort von ein wenig des roten Elixiers getränkt, welches aber auch nur bei genauerem Hinsehen zu erkennen war. Wenn man die nähere Umgebung noch genauer berachtet, konnte man mit Glück auch noch eine Blutspur erkennen, welche von nur gut einem Meter vor der Frau, unregelmässig bis zum Wald und dort weiter verlief. Allerdings war diese schon fast gänzlich durch den Regen verschwunden. Von wem, oder was es kam, war nur noch möglich zu erkennen, wenn man jenes Wesen, was auch immer es war, fand, ob nun lebendig und verletzt, oder tot. Was davon nun allerdings zutraf konnte nicht einmal jene Frau sagen, auch wenn sie es wollte. Weitere Minuten verstrichen, nichts geschah, und nichts ausser dem Regen rührte sich, bis die Frau, wohl unbewusst, ihren Griff ein wenig lockerte, und das Schwert mit einem leisen platschen zu Boden fiel. Darauf hin folgte ein weiterer Moment von erdrückender Stille, bis schließlich auch die eben noch starre Gestallt auf die Knie sackte, die Arme dabei vor der Brust verschränkend. Den gesenkten Kopf schüttelte sie sacht, und ein leises "nein.. " entwich gehaucht ihren Lippen. Ein innerer Konflikt schien sie dabei voll und ganz von dem hier und jetzt zu trennen.

18.1.07 20:07


Angst ... Panik?

Panik strahlten die Augen des jungen aus. Vielleicht war ihm das ganze doch über den kopf gestiegen. Vor etwa einer Woche hatte er sich zu nächtlichern Zeiten aus seinem Zimmer geschlichen und war zusammen mit einem für ihn nicht gerade unwichtigen gesellen losgezogen. Sie hatten jagen wollen, doch war ihr ziel schnell zum Gegenteil übergegangen. Ihre Rechnung war nicht aufgegangen und sie wurden zu gejagten. Und zudem blieb die jagt der anderen nicht einmal erfolglos. Am morgen des fünften Tages erschien Akariel nicht von seinem gang zur Wasserquelle zurück. Allein wartete Neferiam mehrer stunden. Sinnlos. Akariel kehrte nicht zurück. Schließlich brach die Dämmerung über das land herein, und Neferiam überging die Vorsicht verherrlichenden Worte des älteren schließlich. Er sollte warten bis dieser zurück gekehrt war. Würde die quelle sicher sein wolle er ihn holen. Doch hatte er dies nicht getan. Nicht das es unmöglich war das er sich einfach nur verlaufen hatte, allerdings zweifelte Neferiam dies ausreichend an um fest davon überzeugt zu sein das er dennoch nie so lang brauchen würde. Lykanthropen hatten bessere Nasen als Menschen, was die Rückkehr eigentlich ziemlich leicht gestallten sollte. Die ganz nacht über war der junge unterwegs, wendete jeden Stein und jeden stock, fand den Gefährten aber trotzdem nicht. Es erschien ihm hoffnungslos.

Nun, noch zwei weitere tage später, saß er in beängstigt zusammen gekauerter Haltung  an einem baumstumpf auf einer Lichtung irgendwo, Meilen weit von seiner ursprünglichen Heimat entfernt, und wartete auf das, was seinen Gefährten schon mit sich gerissen hatte. Oft war ihm auch der Gedanke gekommen das Akariel einfach gegangen war, keine Lust mehr auf die Position des gejagten hatte, doch hätte er ihn, Neferiam, seinen besten freund, doch niemals allein gelassen. Oder? .. nein. Da durfte er nicht einmal dran denken. Ebenso wenig wie er nicht einfach davon ausgehen durfte das sein freund tot war. Vielleicht, auch wenn die Chancen wahrlich schlecht standen, konnte er immer noch am leben sein. Wurde er gefangen genommen, verschleppt und gefoltert? Verdammt, wie konnte er so etwas nur denken? Die blutroten Augen zusammenkneifend verdrängte er die Gedanken rasch. Er musste nur noch diese nacht hier überstehen. Er war sich ziemlich sicher das er es am nächsten tage endlich aus diesem gottverdammten Wald heraus schaffen würde. Schließlich irrte er auch schon drei tage ziellos in ihm umher. Immerhin hatte ihn die eigentlich schon längst überfällige Müdigkeit noch nicht eingeholt, was wahrscheinlich mit der nicht enden wollenden Panik zusammenhing. Aber was sollte ihm nun mehr sorgen bereiten? Die Tatsache das seine angst zu Panik gewechselt war, oder das er früher oder später einfach umfallen und einschlafen würde? Sobald er konnte musste er schlafen. Lang konnte es so nicht mehr gehen...

26.1.07 12:35





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