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Das Schosstier eines Daemonen

 

Abermals blieb sie stehen, die Schweigsame mit dem kühlen Ausdruck. Sie atmete tief durch, drehte sich erst danach um. Sie wollte wohl keinerlei Emotion oder Gefühl zeigen. Ebenso wie sie niemals sagen würde das sie als Fürstin der Ebene um und zu Thaliev war, zu welchem das Flusslanddorf gehörte, von welchem er nun wahrlich zu sagen wagte das es zerstört sei. Nun, stören würde sie es nicht sonderlich, das Dorf war aus ungewollten Siedlern entstanden, aber dennoch versetzte es ihr einen Imaginären Schlag. Sie betrachtete den Phönix schweigend, beobachtete seine Handlung, seine Gestik, als er sich zu dem Jungen nieder lies, und wie er danach auf einmal verschwand. Nie und nimmer würde sie auf seine Ratschläge hören, eher würde sie Balthazar, dem Knochengerüst, ihr Leben in die Krallen legen. Und das würde sie schon nur über ihre Leiche tun. Nun, dann würde sie eben das Knochengerüst rufen und sich von diesem ins eigene Heim verfrachten lassen. Eigentlich hatte sie diesem ein paar Monate Strafe in der Verdammnis versprochen, aber nun gut. Leise murmelte sie die Worte, welche das Elementar der Untoten aus seiner Dimension hervor bringen sollte, vor sich hin, während ihr Blick skeptisch auf dem Lykanthropen lag. Noch immer hockte der Junge teilnahmslos am Boden. Vielleicht sollte sie ihn mit nach Thaliev nehmen, er wäre nicht der einzige Werwolf am Fürstlichen Hofe. Allerdings wäre es wahrscheinlich zu ihrer eigenen Sicherheit ein Fehler. Zudem hatte der Junge ebenfalls, wohl oder Übel, mit angehört wohin der Phönix gesagt hatte, das sie gehen solle. Somit konnte er sich ja dorthin begeben. Über ihre eigenen Gedanken knapp nickend wand sie nun ihren Blick in Richtung Himmel und wartete auf das mittelgroße schwarze Etwas, welches dort jeden Moment erscheinen musste. Zwei Minuten später drehte die Daimoness sich rasch um und gab knurrend ein leises „Schweig..!“ von sich.
Hinter ihr hockte ein etwa ein Meter fünfzig großer Bussard, oder zumindest etwas, das mal ein Bussard gewesen sein sollte. Kopf und Hals waren nur noch ein Knochengerüst, auch auch Brust lag noch zur Hälfte ohne Gefieder. Ebenso schien er keine Innereien mehr zu haben. In den Leeren Augenhöhlen funkelte ein gespenstisches rotes Leuchten, und jedes mal wenn der Vogel sich bewegte gaben seine Knochen ein wohl widerlich klingendes Knartschen und Knacken von sich. Und bevor dieses Wesen nun noch etwas auf den Befehl der Daimoness erwidern konnte (was er liebend gern getan hätte), setzte diese ihre Rede gleich fort. „Bring mich nach Curôn, und zwar schnell..“ Die Stimme der Frau hatte ihren unpassend sanft hohen Klang nicht verloren, allerdings war dennoch nicht zu überhören das sie keine Widerrede duldete. Widerwillig ließ Balthazar sich und seine Herrin in einer Wolke aus Nebelschwaden verschwinden, und erst einige Momente später vor dem Hofe der Lethrandyr wieder in eben einer solchen Wolke erscheinen. Dem Vogel keine weitere Beachtung schenkend wand sich die Frau dem Eingangstor der Burg zu, durch welches sie anschließend verschwand. Empört stolzierte ihr der Bussard nach. „Harr.. Via.. Was habt ihr nur schon wieder angestellt? Eure Kleider sind euren Sätzen ja so gleich!“ , krächzte der Vogel ungeniert. Die Daimoness zog eine Braue in die Höhe, schwieg aber. Sie hatte keine Lust sich heute wieder auf ein Wortduell mit dem Untotenelementar einzulassen. Rasch schrat sie also die Treppen zum zweiten Stockwerk hinauf und betrat dort ihr Schlafgemach. Die Tür knallte sie hinter sich, somit direkt vor dem Schnabel des Bussards, zu. Balthazar krächzte abermals empört. Während der Vogel nun die Hälfte seiner mentalen Energie zur Verwandlung in ein Menschenwesen verwendete, hatte sich die Daimoness vor ihrem Kleiderschrank platziert und spähte schließlich in diesen. Für eine Person ihres Statuses besaß sie reichlich wenige Kleider, ebenso wie sich der allgemeiner Luxus in die Burg Curôn doch sehr beschränkte. Sie zog nach einem kurzen seufzen das wohl älteste dort vorhandene Gewand hervor und lies dieses dann auf ihrem Bett nieder gleiten. Ein simples hell braunes Kleid mit Tellerärmeln und weitgreifendem Faltenrock, zu welchem noch eine weiße Korsage mit blutrotem Stickmuster gehörte. Bevor sie sich aber umziehen konnte stolzierte Balthazar, welcher in menschlicher Form leider Türen öffnen konnte, in das Zimmer und begann augenblicklich wieder zu sprechen. „Nun holt man euch schon aus den finstersten Ecken des Reiches und bekommt dennoch nicht einmal eine kleine Antwort auf eine noch kleinere Frage.“ - „Schweig endlich.. oder du kommst zurück in deine Dimension.“ - „Oh! Euch ist also doch aufgefallen das eure Kleidung recht mitgenommen aussieht?“ Er deutete auf die Kleidung auf dem Bett. Die Daimoness funkelte ihn genervt an, riss sich aber dennoch zusammen und ging kurzerhand einfach nicht auf sein Worte ein. „Geh in die Bibliothek und komm erst wieder zurück wenn du mir sagen kannst was ein abgesandter des Phönixes hier will. Und Gnade dir Gott solltest du nichts finden..“


Nur einen sehr kurzen Augenblick hatte der Lykanthrop seine Augen auf den Phönix gerichtet, ehe er den Kopf wieder hatte sinken lassen. Er vernahm die Worte des Wesens nur verzerrt, so sehr rissen seine Gedanken an seinem Inneren. Ideen hatte er keine was er tun sollte, ebenso wie er sich nicht darüber bewusst zu werden vermochte, ob er wirklich alles glauben sollte. Vielleicht.. handelte es sich ja nur um einen großen Streich! Bei diesem Einfall von einem gewissen Maße der Freude gepackt erhob er seinen Blick erneut, sah aber den Phönix gar nicht mehr, und die Daimoness gerade verschwinden. Wieder allein.
Rasch zurrte er sich auf die Beine. Wohin nun? Oder, was nun? Er zog die Augenbrauen verunsichert zusammen. Er könnte ein Dorf aufsuchen, irgendeinen Ort an dem er sich richtig ausruhen konnte um danach ordentliche Entschlüsse fassen zu können. Ja, das war wohl das beste. Und mit etwas Glück würde sich seine größte Frage auch dort schon beantworten. Aber.. wo lag das nächste Dorf? Wieder von leichter Angst befallen drehte er sich mehrmals um sich selbst, lies seinen Blick umher gleiten um doch jedes mal wieder zu erkennen das er nicht wusste, wo er hin musste. Es half also nichts, außer suchen. Wobei, da war doch etwas. Düster erinnerte er sich an die Worte des Phönixes, wovon auch ein paar an die Daimoness gingen. Als er aufgesehen hatte, hatte der Phönix gerade zu der Frau gesprochen, und dabei nach links gezeigt, in Richtung eines kleinen Waldstückes am anderen Ende der Wiese. Er hatte von einem Dorf gesprochen, das nur gut zwei Kilometer entfernt war. Wie viel war zwei Kilometer? Was hieß letzteres Wort überhaupt? Weiten gab man in seinem Heimatort immer nur in Tagesmärschen an. Ein komischer Kauz war der Herr gewesen. Nun, das sollte ihn jetzt aber nicht stören. Ohne über die Möglichkeit nachzudenken, das das Dorf vielleicht gar nicht existierte, rannte der Junge los. Der Gedanke hätte ihn wohl eh nicht davon abhalten können.
Das Waldstück war schnell erreicht, und ebenso schnell hatte er dieses auch schon bald wieder hinter sich gelassen.

8.3.07 13:24


Gespaltenes Land

 


Raziel betrachtete die Daimoness kurz nachdem sie sich abwandte. Er wusste sofort wohin sie wollte, da er diese Gegend hier zwar kaum aber gut kannte. Er war bereits am Flusslanddorf gewesen. Er seufzte und obwohl er eigentlich nicht mehr mit ihr sprechen wollte, sagte er es dennoch ,,vergiss es Daimoness’’ seine Stimme klang recht freundlich und hilfsbereit ,,Das Dorf ist nicht mehr....du wirst dort nichts brauchbares finden.’’ Er wandte sich wieder dem Lykanthropen zu und betrachtete ihn eine Weile, wie er zusammen gekauert unter ihm saß ,,Du hast Angst....Angst ist der Weg zur Verzweiflung und zur Finsternis.....Angst ist ungewöhnlich für Lykanthropen.....zumindest für die, die ich kenne.’’ Er sprang von seinem Baum und kniete sich zum Lykanthropen herab und das mit einem Lächeln auf dem Gesicht ,,Suche deine Stärken und deinen Mut.’’ Er stand auf und wandte sich wieder der Daimoness zu und weiß in den Nordwesten..... ,,In 2 Kilometern ist ein Dorf, dort lebt ein Edelmann der eventuell hat was du suchst.’’ Er spannte seine Flügel aus und begab sich in das Flusslanddorf.....dort fand er nur Verwüstung und Tod. Ein Geruch von Schwefel lag in der Luft und Rauch stieg aus der Asche der Häuser empor. Das Phönixwesen sah sich um und betrachtete eine Weile die dort liegenden Kadaver der Dorfbewohner. Was die Bewohner wohl gedacht haben als er einmarschiert ist? Was haben sie wohl gefühlt als sie ihn erkannten? Ob sie wohl um Gnade gefleht haben, als er und seine Soldaten das Dorf betraten?

 

Raziel seufzte und ließ dort alles verbrennen was noch als Mensch identifizierbar war, dann verteilte er die Asche mit einem Windzug über das in einer Dunkelheit versinkende Land. Nachdem seine Augen das Schlachtfeld ausgemustert hatten, schienen ihm sowohl Mitleid in den Augen als auch Freude auf dem Mund zu stehen. Er wusste genau was passiert war, aber er wusste nicht wo diese Person nun hin war.
 
Raziel breitete wieder seine Flügel aus... es war bereits wieder Abend und das Licht begab sich bereits wieder in die Umklammerung der Dunkelheit, als er erneut abhob und sich auf den Weg in den Nordwesten machte. Dort lag ein kleines Dorf das kaum 10 Häuser hatte in denen jedoch mehrere Familien lebten, unter anderem ein Edelmann dessen Grundstück alleine schon ein eigenes Dorf sein könnte. Der Edelmann war ein ausgewanderter Ägypter, der vor Rahs Rache geflohen war. Er ließ sich in dem Dorf nieder mit all seinem Gold, das er aus Ägypten mitgenommen hatte. Er hatte weder Familie noch Freunde und doch schienen ihn viele zu kennen und zu mögen. Selbst das Phönixwesen kannte ihn, doch konnte man nicht gerade sagen das sie dicke Freunde wahren. Er mied es anderen zu nah zu kommen, auch wenn sie ihm sympathisch waren.  
 
Er landete kurz vor dem Dorf und schien sich aus dem Feuer eine neue Robe zu schaffen, auf der auch wieder eine rote vogelartige Kreatur verzeichnet war. Diese machte es einem wieder unmöglich ihn oder sein Gesicht zu identifizieren. Er sah wieder aus wie ein Magier oder ein Priester als er das Dorf betrat. Er redete mit niemandem und begab sich auf direktem Wege zu der einzige Person die ihn kannte. Zu dem Ägypter in seinem riesigen Haus. Er klopfte drei mal an die Tür und wartete, als ihm ein Butler die Tür öffnete und nur zu Lächeln schien ,,Guten Abend der Herr.....sie haben sich lange nicht mehr hier blicken lassen.’’ Der Butler trat zur Seite und ließ Raziel eintreten.
Kaum war Raziel ein paar Schritte in die große Eingangshalle gegangen, wollte der Butler ihm seine Robe abnehmen, was das Phönixwesen jedoch ablehnte. Eine kurze Weile später wies der Butler ihm den Weg zu seinem Herren, welcher zur Zeit im Speisesaal saß und zusammen mit einigen anderen Edelmännern zu Abend speiste. Der Ägypter betrachtete Raziel kritisch ,,Immer noch so stur?  Warum zeigst du mir nicht dein Gesicht?’’ Der Ägypter schien sowohl erfreut über den Besuch als auch verärgert darüber das er sein Gesicht nie zeigte. Raziel musterte die Reihe der Edelmänner, ein paar kamen aus den Regionen die bereits so endeten wie das Flusslanddorf, andere kamen aus der Region des Königs. ,,Ich habe noch einen Gefallen bei dir gut.’’ Sprach Raziel zum Ägypter ,,Gib mir ein Zimmer für diese Nacht.... Morgen in aller Frühe werde ich dich wieder verlassen.’’ Der Ägypter verneigte sich kurz und bat den Butler dem Fremden sein Zimmer zu zeigen. ,,Morgen kurz nach Sonnenaufgang hast du mein Haus verlassen.’’ Fuhr der Ägypter ihn leicht erbost an. Raziel verneigte sich schweigend und verlies mit dem Butler den Speisesaal in Richtung eines langen Ganges. Am Ende diesen Ganges lag ein kleines Zimmer dessen Tür offen stand. Es hatte einen Kamin , ein Sessel und ein Sofa und alles was noch zu einer edlen Einrichtung gehörte. Raziel bat den Butler zu gehen und verschloss hinter ihm die Tür. Er legte sich ins Bett und dachte nach. Was wohl aus den beiden Anderen geworden ist? Ob sie sich wohl schon an die Kehle gegangen sind? Oder...... Ihm gingen noch viele weitere Fragen durch den Kopf bevor er endlich einschlief........
4.3.07 14:50


Todesurteil: Zeit

Innerlich fast angewidert hatte die Rakshas den Worten des Phönixes gelauscht, dachte nun in etwa so über ihn, wie er über sie. Wie konnte ein einzelnes Wesen nur so arrogant sein? Sich aber in keinster Weise etwas davon anmerken lassend, oder gar eine Miene verziehend, seufzte die Daimoness nur knapp. Sie hatte keine Lust auf einen nichts nützigen Streit mit einem altklugen Kerl. Zudem hatte sie andere Sorgen. Ohne Worte schlussfolgerte sie zudem das er ihr keine Antwort auf die irrelevante Frage geben würde. Zumindest hatte es eben nicht so geklungen. Den Blick noch einmal über den Lykanthropen gleiten lassend horchte sie auch den Worten, welche über den anderen, nicht anwesenden gingen. Tatsache, diesen hatte sie wohl oder übel schlecht zugerichtet. Doch hatte er selbst schuld. Man musste eben zwischen Vampir und Dämon unterscheiden können, wenn einem das Leben lieb war.
Doch Angst brauchte sie, wie sie es nun überlegte, vor dem kleinen Jungen nicht haben. Er hatte weder eine Aura die auf Magie folgern lies, noch das aussehen eines Magie genährten Wesens. Und ein Werwolf ohne Magie war einem Dämonen um weiten unterlegen. Sollte er also den Fehler begehen ihr zu nahe zu treten, so würde sie ihn und zu zögern umbringen. Aber auch darauf hatte sie eigentlich keine Lust. Kurz lies sie ihren Blick über ihre Kleidung fallen. Es musste dringend etwas neues her, soviel stand fest. Aber, woher? Narenz, so wusste sie, war die nächst größte Handelsstadt. Doch war auch diese über einen Tagesmarsch entfernt. Ein weiterer Ort war das Flusslanddorf Farilen. Es musste in westlicher Richtung liegen. Nun gut, würde sie eben ihr Glück dort versuchen. Soviel dazu. Aber war es überhaupt eine so weise Entscheidung nun einfach zu gehen und diese beiden Unbeaufsichtigt zurück zu lassen? Sie machte sich keine Sorgen um diese, nein, aber es bereitete ihr fast Kopfweh wenn sie daran dachte, das sie nicht wusste was in deren Köpfen vorging. Schließlich legte doch niemand wert darauf im Schlaf erdolcht zu werden. Noch einmal beäugte sie beide, lies sich dabei aber ebenso wie alles andere nicht anmerken das sie sie versuchte abzuschätzen. .. Was sollte schon groß passieren. Ein weiteres seufzen herunter schluckend sah sie dem Phönix in die Augen. „Ihr haltet es wohl nicht für angebracht zu antworten.. Nun, ich schätze ich werde nicht mehr benötigt.. Salve..“ Knapp, aber dennoch sichtbar deutete sie eine wohl gespielte Verbeugung an und drehte noch bei dieser auf dem Absatz ab. Sie wand sich nach hinten, westlich, und schrat dann voran. Nur ein paar Meter, dann würde sie wieder im Walde verschwinden.

Er zögerte. Entsprach denn tatsächlich alles was nun gesagt worden war der Wahrheit? Sollte er vielleicht doch davon ausgehen das alles gelogen war was Phönixwesen und die Frau, welche nun hinter ihm stand, von sich gaben? Er zuckte zusammen als die stimme der Daimoness noch einmal erklang. Sie lies ihm ein unwohlen Schauer über den rücken laufen. .. Seine Augen weiteten sich. Sie wollte gehen? Nein.. Nein! Er musste zumindest wissen ob sie tatsächlich etwas von Akariel wusste. Schließlich, stand es ja nicht völlig außer frage ob der Phönix vielleicht doch die Wahrheit sagte. Rasch drehte er sich um. Einige Strähnen seines Schulter langen Haares fielen ihm sanft ins Gesicht. „Wartet!“ Seine Stimme überschlug sich beinahe. “Was.. Was habt ihr mit .. Akariel getan?“ Sein Blick strahlte eine gewisse Missmutigkeit aus. Zudem konnte er sich nun tatsächlich schreckliche Dinge ausmalen. In der Gegend, aus der er kam, wurde viel über Geschichten und Mythen der Schlachten von Lykanthropen und Vampiren gesprochen, und da diese Daimoness, oder was sie nun auch immer sein mochte, trotz allem den Geruch des Vampires an sich trug, sprach doch irgendwie alles für diese gar grausamen Todesfälle. Und das auch, wenn es ihm nicht gefiel.

Neben dem ersten Baum, welchen sie erreichte, blieb die Rakshas wieder stehen. Sie hatte die Worte des Jungen sehr wohl gehört. Allerdings wusste sie nicht recht was sie nun darauf antworten sollte, und ob sie überhaupt antworten sollte. Nun, ob so oder so, er würde wohl eh Erfahren was passiert war. „Geht davon aus das euer Gefährte tot ist..“ Knapp senkte die Daimoness ihr Haupt, wendete es auch leicht zur Seite. „Er suchte sich den falschen Gegner..“ Ihr Blick bohrte sich durch den des Jungen. Vielleicht hätte sie Mitgefühl zeigen sollen? Aber warum schon. Es wäre doch ohnehin geheuchelt gewesen.

„Aber- .. Warum?! Er würde-.. Akariel.. Niemals würde er jemanden der ihn nicht bedroht Angreifen! Du Lügst!“ Neferiam stolperte langsam ein paar Schritte in Richtung der Daimoness, überlegte es sich aber doch wieder anders und wich im nächsten Moment die doppelte menge Schritte zurück. „Wo ..“ Ihn verließen Mut und Kraft zu sprechen. Was sollte denn noch alles passieren? Es hatte doch als so schönes Abenteuer begonnen. Warum konnte es nicht auch so enden? Weiter glitt er zurück, Schritt um Schritt. Stieß dann schließlich mit dem Rücken an den Stamm des Baumes auf welchem das Phönixwesen thronte, und lies sich an diesem auf den Boden sinken. Die Knie anziehend und die Arme um diese Schlingend lies dieses mal er sein Haupt sinken. Ob er nun weinte, oder einfach nur Schwieg, war nicht zu sagen, da sein langes Haar nur Vermutungen zuließen.

Die junge Frau hatte das Schauspiel des Jungen mit Skepsis verfolgt. Es gefiel ihr zwar nicht, aber dieser Junge erinnerte sie stark an ihren Bruder. Er hatte genau so reagiert als sie ihm mitgeteilt hatte das ihre Eltern bereits tot waren. Schade nur das niemand um diese Tatsachen herum kam. Und das Schicksal dieses Jungen dort, interessierte sie eigentlich ohnehin nicht. Den Jungen keines Blickes mehr würdigend sah die Daimoness aber noch einmal zu Raziel hinauf ehe sie sich abermals um wand und weiter schrat. Desinteresse war an diesem Wesen gar zur Sünde geworden. Ein Beispiel dafür, wie man nicht Enden sollte. Oder.. war es vielleicht doch alles nur Fassade?

26.2.07 22:19


Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde....

Der Baum war bereits komplett verschwunden, selbst die Asche wurde bereits vom Wind durchs Tal getragen. Genauso die Wolfsdämonenkreatur, die zur falschen Zeit am falschen Ort sich befand. Er lauschte der zögernden Stimme des Jungen mit voller Aufmerksamkeit und achtete dennoch weiter auf die Daimoness. Er musste selbst leicht lächeln als er das Zucken des Mundes vernahm und dennoch als er weiter erzählte wandelte sich das Lächeln in ein leichtes Nachdenken um. Ein kurze Zeit lang später, nachdem Neferiam seine Frage zum Thema Akariel gestellt hatte musste er es mit einem Kopfschütteln verneinen und sprach im nach hinein ,,eventuell führt dich die Spur weiter....“ der Phönix betrachtete eine schon längst verspülte Blutspur die eigentlich schon nicht mehr wirklich zu erkennen war und dennoch konnte er sie aus der Entfernung sogar deutlich erkennen. Er wies einem spirituellen Weg entlang, wo einst die Blutspur entlang führte ,,Folge ihr und sie bringt dich sicher weiter“ Seine Stimme klang total neutral und doch leicht verbergend. Seine Augen strahlten sowohl Zuversicht als auch Entschlossenheit aus. Seine Aura schien zu brennen und war dennoch eiskalt. War das Akariel? Sollte ich dem Jungen vielleicht helfen? Oder weiter meinen Weg gehen wie er mir bestimmt war? Es ist eigentlich nicht meine Pflicht ihm zu helfen aber ein paar Tipps kann man ihm ja geben. Er bemerkte erst recht spät das sich die Daimoness zu regen schien und doch war er die ganze Zeit mit voller Aufmerksamkeit dabei, wie sich etwas später herausstellte. Er beobachtete sie, wie sie zu versuchen schien in sein Blickfeld zu gelangen und doch ein vollkommen uninteressiertes Verhalten aufwies.
 
Er schien den Jungen eine Zeit lang zu ignorieren als er die Worte der Daimoness vernahm. Er musste grinsen als sie ihren Satz beendete und war sowohl enttäuscht, als auch erfreut darüber, dass sie endlich mal zu sprechen begann. Er seufzte als er ihren Satz vernahm und hatte ein merkwürdiges Grinsen in seiner Seele, welches jedoch nicht auf dem Gesicht zu sehen war. ,,Scharlatan?’’ er wusste nicht ob er lachen oder schimpfen sollte. Er war eine gespaltene Persönlichkeit und wusste meistens nicht was das richtige für seine Position war.
,,Scharlatan und Tunichtgut.... so wurde wahrscheinlich jedes Kind einmal bezeichnet wenn es Mist gebaut hat.’’ Er schwieg eine Minute und schloss kurz die Augen. Ein paar Sekunden später sah er die Daimoness mit einem ernsten und strengem Blick an und musterte sie eine Weile. ,,Immer wenn sie Mist gebaut haben....’’   Er unterbrach kurz bevor er seinen Satz weiter zum Ende führte ,,Ich bin also ein Scharlatan? Tut mir leid wenn ich eure Gefühle verletzt habe euer Majestät.“ Er sprach diese Worte mit einem ziemlich sarkastischen und sehr abwertenden Ton. ,,Ich hoffe die Herrscherin der untersten Rasse kann mir noch einmal verzeihen. Ich wollte die Hobbydaimoness nicht beleidigen......oder doch?“ er grinste leicht selbstverherrlichend und sah ihr tief in die Augen, wobei seine einmal kurz in einem weiß-bläulichem Ton kurz aufblitzten. Er rollte die Augen leicht genervt und betrachtete den Jungen wieder und schien die Daimoness langsam völlig zu missachten. ,,Wenn mich nicht alles täuscht, ist das Werwolfsblut was dort hinten lag. Es kam von der Stelle aus an der unsere kleine Prinzessin vorhin lag und an ihrer Klinge haften noch leichte Reste der gleichen Blutsorte.“ Er brauchte sich die Klinge gar nicht ansehen, da man auf ihr sowieso nichts mehr erkannte, doch hatte er die Kling vor kurzem erst komplett ausgemustert und identifiziert. Als das Leuchten vom Himmel herab schien, hatte er bereits alles und jeden in der Umgebung erforscht. Und zwar absolut alles. Selbst wo Akariel steckte schien er zu wissen, doch wusste er nicht, dass es sich dabei auch wirklich um ihn handelte. Er legte langsam seine Hände hinter seinem Rücken auf den Boden, legte den Kopf in Nacken und betrachtete seelenruhig den bereits wieder blauen Himmel und die vereinzelten Wölkchen. Er schien allmählich alles um ihn herum zu vergessen und sich auch langsam gar nicht mehr um die Daimoness und den Lykanthropen zu kümmern. Er schien allmählich in völliger Sicherheit und Gedankenlosigkeit vor sich hinzuträumen. Und er wusste, wenn man ihn einmal da heraus riss konnte er unerträglich werden, wenn er wollte. Man erzählte sich sogar das einmal ein Wanderer seinen Kopf verloren hatte, weil er eine solche Person nach den Weg gefragt hatte, da er sich verlaufen hatte. Diese Person hätte nur in eine Richtung zeigen müssen, da das Ziel des Wanderers nicht weit hinter ein paar Bäumen versteckt war.
 
Er hatte das Gefühl es seien Stunden vergangen als er wieder zu sich kam, dabei war es gerade mal eine Minute, die ihm ewig lang erschien. Er betrachtete die Daimoness und dann den Lykanthropen. Alles beim alten. Ob die Daimoness wohl Akariel getötet hat? Und was passiert wenn es so ist und der Junge das heraus findet? Noch ein Kampf mit einem solchen Wesen wird die Erzdämonin wohl kaum überleben....oder? Vielleicht steckt in ihr ja doch mehr als man auf den ersten Blick erkennen mag. Aber vielleicht tut sie auch nur größer als sie ist. Sie ist sehr eingebildet und doch sehr Zurückhaltend sogar leicht Ängstlich, auch wenn sie es nicht zugeben mag. Aber ich glaube das ihr das so auch ganz gut tut, denn dann kann sie nicht überstürzt handeln und einfach ihr Leben weg werfen. Ob es wohl besser wäre wenn sie aber genau das tut? Wer weiß ob sie diesen Akariel nicht wirklich getötet hat,......na ja nicht mein Problem,.....wenn dann wird sie wahrscheinlich eh bald ihr blaues Wunder erleben. In dem Jungen steckt ein großen Potential.
 
Der Phönix stand allmählich auf und reckte sich einmal, als hätte er eine Weile geschlafen und würde nun erst wieder aufstehen. Er betrachtete die Gegend bevor er kurz die Flügel ausfuhr und sich auf den nächst besten Ast schwang und dort hin setzte. Von seinem Ast aus betrachtete er aufmerksam das Handeln der beiden (eigentlichen) Konkurrenten. Er lehnte sich leicht zurück an den Baumstamm und wartete auf die nächste Reaktion von einem der Beiden. Wer wohl zum ersten Schlag ausholt?.....
24.2.07 03:27


Wasserfall und Schweigepflicht

Beinahe wäre dem Jungen ein lächeln entglitten. Aber nur beinahe. Sich dieses verkneifend, vermochte er das leichte zucken in den Mundwinkeln dennoch nicht zu unterdrücken. Er war jedes mal aufs neue hoch erfreut, erhörte man seine Worte und Antwortete ihm gar. Und nun schien dieser Geselle sogar ein wenig Interesse zu haben. Für einen kurzen Moment entfiel Neferiam sogar Akariel, was ihm im nächsten Augenblick aber schon wieder Leid tat. Den Blick senkend setzte er zu einer Antwort an, hielt dann aber inne. Ihm war erst jetzt aufgefallen das Raziel, als welcher er sich vorgestellt hatte, noch etwas zu einer weiteren Person gesagt hatte. Die Frau war also tatsächlich noch hier. Aber.. seinem Satz zufolge kannte er sie nicht. Musste er also keine Angst mehr vor ihm haben? „Forgath ist meine Heimatstadt.. . Ich bin hier.. weil ich meinen Gefährten verlor.. Sagt, seid ihr ihm vielleicht begegnet? Akariel.. er ist nur ein Stück größer als ich, zudem leicht an seinen auffallend hellen Haaren zu erkennen.“ Vor Euphorie fast erstrahlend beäugte er den Phönix abkommen. Auch wenn er selbst nicht wusste was es mit dem Phönix auf sich hatte, so rechnete er doch damit das er ihn besser mit Respekt behandeln sollte. Nun, sicherlich, dies konnte auch simple folge seiner Angst sein, aber wer gestand sich so etwas schon selbst ein.

In Gedanken schrat der Junge den ganzen Weg, welchen er vor Tagen mit Akariel gegangen war, ab, in der Hoffnung schon einmal irgendwo auf dieses Wesen vor ihm gestoßen zu sein. Für ihn ergab es keinen Sinn erst niemanden, und dann eine Person sogar schon zweimal an einem Tag zu treffen. Es konnte doch einfach nicht angehen, sprang es immer wieder durch seinen Kopf, welchen er sacht schüttelte und die Augen schloss. Allerdings glitten seine Gedanken nun doch noch einmal ab. Was hatte der Phönix zu der Fremden gesagt? Daimoness? Aber.. hatte er nicht deutlich den Geruch eines Vampires in der Nase gehabt? Und roch er diesen nicht auch immer noch? Und welchen Sinn ergab es schon das sein Dämon einen Werwolf tötete? Kein Lykanthrop würde den Fehler eines Kampfes gegen einen Dämonen eingehen. Er, Raziel, musste sich täuschen. Sie, wer auch immer sie war, musste vampirischen Blutes sein. Und wieder wurde er seines Gedankenganges entledigt. Leise vernahm er das knistern von brennendem Holz, und als er die Augen wieder öffnete und zu dem Phönixwesen blickte, wusste er auch warum. Aber nicht nur der Baum, unter welchem das Wesen eben noch gesessen hatte, sondern auch ein weitere Dämonengestalt brannte unter diesem. Der Herr selbst aber sah unverwegt auf ihn hinab. Warum nur?


Platz in hinterster Reihe.. Hach, wie beruhigend und unnahbar diese Tatsache doch klang. Unschöner Weise allerdings stellte sie sich schneller als erwartbar als Fehlentscheidung heraus. Wagte es dieses.. Phönixwesen, doch Wahrhaftig ihr Angst zu unterstellen. Mochte er für den Rest seiner Zeit in der Hölle schmoren.

Trotz der Feststellung aber blieb sie noch eine Weile auf ihrem Platze. Die Rakshas tat schon lang nicht mehr das was man erwarten sollte, oder das was man von ihr verlangte. Aber am allerwenigsten sprach sie. Sie lauschte den Worten des Jungen schweigend, zog dann eine Braue in die Höhe. Den Lykanthropen, welchen er beschrieb, hatte sie schon gesehen. Genau genommen war sie auch schuld daran das er nun nicht hier stand. Es war sein Blut welches hier und dort zu sehen war. Er war es, von wem sie nicht wusste in welcher Verfassung er war. Akariel.. Der Name weckte gefallen in der Daimoness, welche sich schlussendlich, aber noch immer schweigend, dann doch zum vortreten entschloss. Rasch hatte sie ihr Schwert an einer kleinen Schlaufe, welche sich an einem Gürtel befand den sie um die Hüfte trug, befestigt, und die Arme vor der Brust verschränkt. Dem beibehaltend trat sie einige Schritte vor, geradewegs in das Blickfeld Raziel's, und somit hinter das des Jungen. Das Schauspiel mit dem Feuer betrachtete sie mit wenig Interesse, ebenso wie sie, eigentlich, reichlich wenig Interesse an Junge und Wesen hatte. Mit der Tatsache war auch ihr jetziges Schweigen zu erklären. Aber andererseits.. Sie konnte es doch so nicht auf sich sitzen lassen! Sie hatte keine Angst. Das durfte sie in ihrer Position nicht einmal mehr. Wieder halbierte sie ihren Blick, funkelte das Phönixwesen beinahe verschwörerisch an. Ein Zucken in der linken Augenbraue unterdrückend erhob sie dann ihre Stimme. Kaum vernehmbar erklang diese in ihrem hellen, und viel zu kraftlosen Ton. Nicht im geringsten passte sie zu einem Erzdämonen. „Nennt mir einen Grund zu sprechen, Scharlatan..“

22.2.07 21:33


Alles in einer Hand...

Er unterschied schnell zwischen Freud und Leid, auch wenn es unmöglich zu sein schien. In ihm ruhte eine Kraft wie von keinem anderen Wesen, die ihm die Gabe verlieh zu erkennen wer einem Leid und wer einem Freud bringen wollte. Er betrachtete eine Weile den jungen Lykanthropen  mit einem unmenschlichem Schweigen, bis er sich endlich dazu entschloss ihm doch zu antworten ,, man nennt mich Raziel... ich bin ein Abkömmling des Phönix’’ Er sah kurz zur Daimoness und musterte sie „warum so Ruhig?....Habt ihr vor irgendetwas Angst?“ ein leicht schelmisches und neugieriges Grinsen überfuhr leicht seine Lippen und verzierte seine Aura mit einen leicht herausfordernden  Hauch.
Mit der Zeit merkte man das eine Blutlache unter seinen Füßen zu entstehen schien und das eine rote Substanz seine Klinge herunter floss und auf den Boden tropfte. Die Blutlache fing auf einmal an zu brodeln und zu brennen als wäre sie mit Öl oder etwas in der Art getränkt und von der Berührung des Abkömmlings entflammt worden. Er setzte sich wieder unter einen Baum und betrachtete die Beiden mit einem unheimlichen Schweigen. Er ließ keinem der Beiden die Hoffnung das er eventuell auf dessen Seite steht, doch kaum hatte er sich gesetzt fing der Baum Schlagartig an zu brennen und erleuchtete die gesamte Gegend mit einer unwahrscheinlichen Flamme, die den Baum sowohl verbrannte als auch wieder zu regenerieren schien. Eine kurze Weile später schenkte er dem jungen Lykanthrop seine volle Aufmerksamkeit und fragte ihn ‚,Woher kommst du und was willst du hier?’’ seine Stimme klang sowohl ruhig und friedlich als auch entschlossen und richtend, danach sah er wieder zu der Daimoness und sprach dennoch mit dem Lykanthropen ,,Die Dämonin hat scheinbar ihre Zunge verschluckt oder traut sich nicht zu sprechen’’
 
Seine Augen schlossen sich mit der Zeit und seine Konzentration stieg, wobei seine Aura stärker wurde und all das ohne das er es wollte, denn er dachte nur darüber nach wer sie war und was sie wollte. Was taten Erzdämonen in dieser Gegend? Lebten sich nicht eher in unheilvolleren Gegenden? Und woher stammte das Blut welches vor ihr seinen Weg bahnte? Und was hatte sie mit dem Lykanthropen zu schaffen? Außerdem warum war dieser so ängstlich? Das lag rein gar nicht in der Natur dieser Wesen, doch lag es auch nicht in der Natur der Phönixabkömmlinge in solch Menschenbewohnten Gegenden umher zu wandern. Sie lebten eigentlich in Gegenden wo das Leben unmöglich war und ernährten sich von Dingen die tödlich waren. Sie waren die reinsten Wiedersprüche. Sie standen auf wenn sie gestorben waren, sie konnten verbrennen selbst wenn sie kalt waren oder Kälte ausstrahlten und sie lebten , wo Leben unmöglich war. Sie waren scheinbar unsterblich und doch gab es etwas wovor selbst diese Wesen sich fürchteten. Sie sprachen nie darüber und deshalb war es auch nie bekannt, aber es gab etwas was ihnen Schaden zufügen konnte und dennoch auch nicht, denn sie waren wie Götter. Sie konnten Lebewesen manipulieren, sie konnten sowohl hier als auch am andern Ende der Welt sein und sie konnten das Leben gestalten wie es ihnen beliebte. Und doch waren sie Machtlos gegen das Geschehen und den Lauf des Lebens. Sie waren dennoch an die Gesetze der Natur gebunden, obwohl es für sie leicht anders war. Sie kannten keine Gefühle. Kein Leid. Keine Liebe. Kein Hass oder ähnliches, doch genau da lag ihr Schwachpunkt. Man konnte sie nur durch ihr Herz erreichen, doch wusste niemand wie man dieses erreichte. Konnte man sie physisch erreichen? Mit Waffengewalt oder Magie? Oder psychisch? Half nur der Hass oder das Leid weiter? Aber wie konnte man das erreichen, wenn sie niemals gelernt hatten zu fühlen? Und wie konnte man so etwas bitte beibringen?
 
Der Baum brannte weiter und genau so die Lache und wieder trat die Vogelartige Kreatur in den Flammen auf und breitete seine Flügel aus als wolle es gleich abheben. Er sah wieder zu dem Lykanthropen als wäre nichts geschehen und wartete auf eine Antwort während sich in dem Baum hinter ihm etwas regte. Vogelartige Wesen entstiegen aus den Flammen und umschwirrten das Feuer als wäre es ihr Nest.
Kurz darauf sprang eine Wolfsdämonenkreatur hinter einem Baum hervor die schon kurz darauf von den kleinen Vogelwesen attackiert worden war. Die Wolfsdämonenkreatur ging in Flammen auf und verschwand völlig und der Baum hörte auf zu brennen und verfiel zu Asche während die Vogelwesen sich einfach auflösten. Raziel betrachtete den Lykanthrop weiter als wüsste er was passiert ist und als würde es ihn nicht weiter interessieren. Seine Stille steckte das ganze Land an und das Schweigen schien die Welt zu verändern.....
22.2.07 15:36


Eigeninitiative

Nichts rührte sich. Nachdem verklingen der wohl sanft klingenden Stimme, welche aber in den Ohren des verängstigten Jungen wie schrilles gequietsche klang, öffnete dieser langsam, aber dennoch entschlossen, seine Augen. Er wusste nicht mehr was um ihn herum geschah, auf eine gewisse Weise wollte er es auch nicht einmal mehr wissen, aber trotz dessen war es vielleicht auch nur die einzige Tatsache, das er sich nicht wegporten konnte, welche dazu nach half, ihm nun den nötigen Mut zu geben, sich zumindest einen Moment lang dem ungewissen zu stellen. Neferiam lies seine Hände sinken, lies eine vor sich auf dem Boden nieder, stützte sich auf dieser ab, während der Blick aus den warm funkelnden, roten Augen hinüber zu dem ungewissen Wesen glitt, welches sich seines Mantels eben, als er nicht hingesehen hatte, so feuerlich entledigt hatte. Er stockte, traute dem Anblick kaum. Wenn ihn sein Augenlicht nicht täuschte, so war dieses Wesen einem Vogel ähnlich.. Oder doch einem Drachenwesen? Was sonst sollte die Wärme von Feuer so sehr widerspiegeln? Mit einem Kopfschütteln drängte er die Überlegung in den Hintergrund. Was würde passieren, sollte er nun nicht auf die Frage antworten? Musste er denn wirklich Angst haben? Drauf an kommen lassen wollte er es nicht. Noch nicht. „N-.. Neferiam..“ Entwich es knapp und beinahe nur gehaucht den schmalen Lippen des Jungen. Plötzlich weiteten sich seine Augen. Rasch wich der Kopf des Lykanthropen zurück, drehte sich dabei in entgegen gesetzte Richtung des fremden Wesens. War dort nicht ebne noch eine Vamp-.. Frau auf der Wiese? Wo war sie? Hektisch lies Neferiam seinen Blick einmal im Kreis wandern. Nichts was von ihr zu sehen. Deutlich hatte er an der Unbekannten den Geruch von Werwolfsblut wahrgenommen, was also, wenn dieses Wesen,w welches nach seinem Namen fragte, mit ihr unter einer Decke steckte und ihm auch nur an das Blut wollte? Andererseits konnte er ihr Gegenspieler sein.. Vielleicht wusste er sogar wo er Akariel finden konnte? Mit einem Anflug von Euphorie sprang der schmächtige Junge auf die Beine, huschte einen Schritt vor, ehe er aber wieder stehen blieb. Zum weiter gehen war die Angst dann doch zu groß. Erwartungsvoll glitt der Blick über das unbekannte Wesen hinweg. „Was.. Wer bist du..?“ Langsam schlang er seine Arme um sich. Er fror trotz der so warm wirkenden Präsenz des Wesens. Die Vampiress, für was er die Fremde hielt, musste noch in der Nähe sein.
Auch wenn er es niemals hoffen würde..


Die Daimoness verengte ihre Augen zu schmalen Schlitzen. Wagte es dieser Magiefritze doch wahrhaftig nach solch einer Show auch noch nach Namen zu fragen. Selbst wenn die Situation anders gewesen wäre hätte sie ihm keinen genannt. Nein, warum auch? Die Arme vor der Brust verschränkend beobachtete sie das Schauspiel des jungen Lykanthropen. Wie konnte ein Wesen nur so verängstigt sein? Da musste sie sich mit Sicherheit keine Angst wegen eines Angriffs machen. Als der Junge aufgesprungen war wand sie ihren Blick auf den Fremden. Aber was war mit diesem.. Vorerst würde sie auf jeden Fall ihren Platz in der hintersten Reihe beibehalten. Sie wusste nicht ob sie sich darauf verlassen konnte das ihr die nicht vorhandene Kraft in weiterer nähe zum Verhängnis werden konnte. Leise glitt ein seufzen über ihre Lippen. In was für Situationen hatte sie sich nur schon wieder hinein geritten. Achtung wäre vielleicht mal keine so schlechte Idee. Nun gut, jetzt half auch nichts mehr aus. Sich nun aber doch die langen, rot braunen Haarsträhnen aus dem Gesicht streichend wartete sie auf Reaktion des Unbekannten Wesens auf die Worte des Jungen.

22.2.07 13:59


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