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Neuer Stand der Dinge

Das Phönixwesen hob das Glas mit Wasser und leerte es in Ruhe.... Balthazar hatte er gut im Blick, auch wenn es nicht den Anschein hatte. Er hatte genau bemerkt wie dieser sich dem Halbengel näherte und was er wollte.
Er blickte kurz zum Kneipenbesitzer der vor ihm auf dem Boden lag und aus Mund und Nase blutete, als diese ,Pflanzen’ anfingen ihr Unwesen zu treiben. Die Leute in der Kneipe wurden unruhig und rannten umher. Mansche von ihnen sprangen hinter den Tresen, in der Hoffnung dort vor den Wurzeln sicher zu sein, doch als sie den Besitzer dort liegen sahen, merkte man das sie sich nicht mehr so sicher waren. Eine kurze Zeit später hörte man nun auch jene Leute schreien, welche sich hinterm Tresen versteckten. Es war eine Familie, die kurzer Hand versuchte zu flüchten. Die Familie mit den 5 Kindern rannten aus der Kneipe, wo sie kurzerhand erledigt wurden. Er beobachtete, wie Balthazar die Kneipe verlies und sich zu dem Druiden begab. Genauso spürte er wie eine der Wurzeln ihn attackierte, welche jedoch kurzerhand in Flammen aufging. Raziel stand auf und verlies die Kneipe, ohne ein Wort zu sagen, da ja weder noch wer lebte noch musste er etwas zahlen. Er sah kurz zu der Daimoness, Balthazar und dem Druiden als er seine Hand erhob und der Herr mit der Axt wieder erwachte. Er ging auf den Herrn zu und flüsterte ihm etwas ins Ohr und wies ihm eine Richtung. Der Herr griff seine Axt, rannte in ein Haus und kam mit einer roten Rüstung wieder hinaus, sattelte sein Pferd und ritt eilig davon. Raziel verbeugte sich kurz vor den Dreien und begab sich durch die Stadt, wo er immer wieder Leute ansprach, die kurz darauf alle in roten Rüstungen davon ritten und alle in die selbe Richtung. Der Halbengel breitete seine Flügel aus und verschwand in dem eisblauen Himmel.
 
 
 
Rah stimme donnerte wieder über den Hof als er den eisblauen Himmel erblickte. Er wusste genau was es zu bedeuten hatte.
Er hatte seine Männer auf dem Hof versammeln lassen und schickte sie nun in einzelnen Gruppen los in Richtung Thaliev. Es würde noch einige Tage dauern, da sie noch eine Reihe von Bergen zu überqueren haben. Die Truppen bestanden einerseits aus Menschen und andererseits aus einer Vielzahl von Dämonen. Rah rief sein Wyrm und eine ihm untergebene Gruppe von weiteren dieser Wesen. Er stieg auf und ritt auf dessen Rücken ebenfalls Richtung Thaliev. Der Wyrm auf dem Rah ritt, war pechschwarz und dessen Herz war deutlich zu erkennen und von einem roten Nebel umgeben. Der Atem dieses Wyrms schien selbst die Luft zu vereisen.  
 
Eine kurze Zeit später flog ein weißes Wesen in großer Entfernung an Rah und seinen Dienerkreaturen vorbei. Rah schien ihn nicht zu erkennen aber es war Raziel persönlich, den er schon seit Jahren jagte. Raziel hatte Rah jedoch erkannt und flog deshalb weiter zu den Soldaten Innos, um ihnen bescheid zu geben das ihr Schloss wieder frei ist.
 
Die Nachricht verbreitete Freude in den Gesichtern der Leute und doch konnten noch nicht alle zurück, da Raziel bereits die Leute aus Thaliev zurück gesandt hat. Weitere Soldaten waren auch bereits auf dem Weg zu dem Lager und Verbündete der Soldaten waren ebenfalls unterwegs um das Schloss wieder zu befreien und zu sichern.
3.4.07 15:24


Dämonen und andere Höllenwesen

Gelassen hatte Balthazar sich in die hinterste Ecke des Raumes zurück gezogen und sich dort an einen kleinen Tisch gesetzt. Den Rücken an die Wand hinter sich lehnend blickte das Elementar nun durch die Kneipe. Eine der Kellnerinnen kam auf ihn zu und fragte, ob sie ihm etwas zu trinken bringen konnte, doch Bal schüttelte nur verneinend den Kopf. Dem Mann, welcher knapp nach seinem eintreten die Kneipe verlassen hatte, hatte er nicht weiter beachtet, auch wenn ihm die merkwürdige Aura, welche diesen umgab, nicht entgangen war. Wozu auch? Man musste schließlich nicht gleich in jedem Schatten einen Teufel sehen! Nun, gerade als er mit einem seufzen einen Moment lang die Augen schließen wollte um sich anschließend auf seine Aufgabe zu konzentrieren, kam das durch die Türe in die Kneipe, was er am liebsten in seine Dimension verbannt hätte. Das Phönixwesen, welches seiner Herrin so ungalant die Visiten gelesen hatte. Drauf und dran aufzuspringen und diesem an die Gurgel zu gehen bemerkte der Untote den Manazugm welcher von ausserhalb zu kommen schien, zu erst nicht. Doch als er nun gerade knapp am Tresen stand flog die Tür abermals auf, und herein kam nicht, wie man erwarten sollte, eine Hand voll streunender Kerle, sondern eine Hand voll kleiner Schlangen ähnlicher Wesen, welche sich direkt auf ein paar der Passanten stürzten und diese mit sich hinaus auf die Straße zogen. Bal beäugte die Wesen skeptisch. Sollte er nicht nach Neuigkeiten suchen? Der Phönix war nichts neues mehr, und interessant schon gar nicht, aber wie stand es mit diesen Höllenwesen? Für die würde sich seine Herrin doch mit Sicherheit interessieren. Rasch huschte der Untote durch den Raum auf das Fenster auf der anderen Seite der Wand, in welcher auch die Tür war, öffnete dies und sprang nach draußen. Noch im Flug nahm er seine ursprüngliche Vogelgestalt an und begab sich mit einem kratzenden Flügelschlag auf das Dach des Gebäudes. Von dort aus auf die Schlangen blickend gab der Vogel ein schrilles, aber sehr leisen quietschen von sich. Nur wer direkt neben ihm stand würde es vernehmen können, und zudem seine Herrin, welche er damit auch erreichen wollte. Anschließend betrachtete er nun wie ein weiterer Mann, mit einer Axt bewaffnet, aus der Kneipe kam und auf eine düstere Gestalt zu lief. Diese sprach zu ihm, packte ihn an der Kehle, und tötete ihn danach. Den Kopf schief legend beobachtete er noch das die Schlangenwesen sich um den Kerl scharrten, welcher, wie er nun erkannte, der war, der zuvor aus der Kneipe gekommen war. Dieser drehte sich nun aber zum gehen um. Wollte er etwa töten und dann einfach verschwinden? Bal hatte das ungute Gefühl, da ihm das Wesen gefallen könnte.. Seine Herrin würde ihn wieder in die andere Dimension verbannen!
Galant, aber mit knackenden Knochen, sprang der Vogel vom Dach des Hauses und flog zu jenem Wesen hinüber, über dieses hinweg und landete dann vor ihm auf dem Boden. Die Knochigen Flügel anlegend wand er sich zu ihm und blickte ihn aus den leeren Augenhöhlen an. „Interessante Wesen habt ihr bei euch, Magister, sind es Untote? Sind es eure Kinder?“

Seite um Seite schien sie das Buch gar zu verschlingen, in sich hinein zu saugen und nie wieder loszulassen. In jenem Buch geschrieben stand das verfahren der letzten Erweckung. Viel zu viel sorge hatte man damals gehabt, nicht so wie sie nun. Aber hatten sie dennoch zu wenige Vorbereitungen getroffen. Das würde ihr nicht passieren. Eine braue in die Höhe ziehend blätterte sie ein paar Seiten weiter. Gerade wollte sie eher erfahren was sie noch brauchen würde. Doch wurde sie, als sie die Seite erblickt hatte, von dem schrillen gekreische des Elementes unterbrochen. „Zum Teufel mit dir Balthazar von Talindhol!“ , zischte die Daimoness ehe sie sich von der Stufe, auf welcher sie gesessen hatte, erhob und das Buch nieder legte. Einen Kurzen Blick durch den Raum schweifen lassend wand sie sich dann einer Art Altar zu. Inmitten dessen befand sich ein Siegel, auf welchem das Wappen der früheren Landesherrscher befand. Eine Hand auf dieses legend verschwand sie im nichts und stand einen Moment später wieder im Speisesaal der Burg. Leise seufzend blickte sie ein paar Geistern nach, welche bei ihrem Auftauchen erschrocken die Augen geweitet hatten und sich dann rasch aus dem Staub machen. Viele Geister waren noch in den Gemäuern der Burg zu finden. Alle waren sie einmal in diesem Hause Angestellte Arbeiter und Diener, und alle fielen sie unter dem ersten Regiment eines Dämonen in Thaliev. Zwar war dies schon lang her, aber noch immer sind sie dem Herren der Burg treu ergeben. Auch wenn sie nur noch als spirituelle Wesen zugegen sein können. Allerdings hatten sie sein Aarthes keinen wirklichen Respekt mehr vor einem Herrscher gehabt. Bis zu dem Tage als die erste Fürstin gekommen war. Die junge Herrin hatte frischen Wind in das Göttergrab gebracht, indem sie seid dem Anfang von der Erweckung des Gründers des Reiches gesprochen hatte. Und sie, so wussten sie, würde es auch schaffen. Es war nur eine Frage der Zeit.
Die Rakshas schlenderte durch den Saal und wieder die Gänge der Burg entlang zum Ort des großen Tores, welches Aus- und Eingang bildete. Auf dem weg dorthin hatte sie sich ihren Umhang gegriffen, welcher über dem Geländer der Treppe nach oben gehangen hatte, und warf sich diesen nun um die Schultern. Mit gekonnten Griffen das Tor aufstoßend trat sie nach draußen und warf zu aller erst einen Blick gen Himmel. Es dämmerte bereits. Um so besser. Da keiner wusste das sie Fürstin war, beäugte man sie auf den Straßen immer wieder mit einem Ausdruck von Ungunst, da man es ihr nicht gönnte freien Gang in die Burg zu haben. Nur wenige konnten diese Betreten, da sie von einem Bann geschützt wurde. Im stillen rief man sie an manchen Stellen schon eine dunkle Hexe.
Ruhig führten sie ihre Schritte nun lautlos durch die fast leeren Straßen und Gassen zum Mittelpunkt der Stadt, dem Marktplatz. Dort verharrte sie einen Moment und sah sich um. Zwar wusste sie nicht wo der Vogel war, aber wenn sie in die richtige Richtung blickte, würde sie es spüren. So war es immer gewesen. Nun, sofern sich das Vogelwesen überhaupt noch in Thaliev befand. Tatsache. Einen Augenblick später, als sie sich nach rechts gewand hatte, spürte sie die dunklen Mana ströme des Elementes. Der Magie folgend näherte sie sich der Kneipe, dem Druiden vor dieser, und dem Phönix welcher sich noch innerhalb befand.

3.4.07 12:44


Mordlust

Der Boden unter ihm wurde noch rissiger, als er es ohnehin schon war. Ein Spalt tat sich unter seiner vorgestreckten Hand auf, und zischendes Geräusch war von unter dem Boden zu hören. Langsam streckte sich ein schwarzer, schmaler Kopf aus dem Spalt und sah sich um. Der ‚Kopf’ hatte weder Augen, noch Mund oder Nase. Immer mehr streckte sich aus dem Spalt. Es ähnelte einer langen Schlange, wäre da nicht wirklich das fehlende Gesicht. Die schwarze Wurzel, beschworen vom Druiden, wand sich ihrem Herren zu. Sie schien mit ihm zu reden, er schien sie zu verstehen. Wieder zauberte sich ein lächeln auf das blasse Gesicht, als er mit der Hand die Wurzel streichelte, und sie sich langsam um seine Hand schlängelte. Genießerisch aufatmend hob er nun die linke Hand, und wieder tat sich ein Spalt auf. Wieder zog sich eine schwarze, schmale Schlange ohne Gesicht heraus, und wand sich ihrem Meister zu. Auch sie hängte sich an den schwarzen Mantel des Druiden und umwickelte seinen Arm. Es schien ihm neues Leben einzuhauchen, die Berührung mit diesen ‚Pflanzen’.  Er sah auf seine Arme, die völlig von den Wurzeln eingenommen wurden. Blut tröpfelte auf den Boden, als sich die Wurzeln fester zogen, und sich ins Fleisch schnitten…

Es sah unmenschlich aus, aber noch hatte er nicht seine volle Macht nicht gezeigt….Auch hatte er es nicht vor…Sich diesem Abschaum von Mensch zu zeigen, Sie würden es nicht verkraften, seine wahre Kraft und Macht zu sehen. Heute würde er sich damit begnügen, die Schwächeren zu töten, die Stärkeren unendliche Qualen erleiden zu lassen.  Um ihn herum erhoben sich zischend weitere schwarze Schlangen, und sahen sich blind um. Immer höher stiegen sie empor, bis sie ihrem Meister in die Steingrauen Augen sahen. „Wie geht es euch, meine kleinen? Habt ihr mich vermisst? Ich weiß, ich habe euch viel zu lange unten gelassen…Euch ging es dort unten bestimmt nicht gut, oder? Ihr habt doch auch bestimmt Hunger, habe ich Recht? Nun heute lasse ich euch schmausen wie vor 100 Jahren, als die Leute unsereinen noch fürchteten und sich in den Häusern versteckten und die Läden schlossen wenn wir die Straße entlanggingen. Doch heute ist alles anders. Die billigen Taschenspielertricks und Hexereien der Straßenzauberer haben alles verändert. Die Angst vor der Magie ist vergangen, genauso die Ehrfurcht und der Respekt vor den Magiern.“ Ein lautes Zischen wurde hörbar. „Ja, das ist wahrhaftig schade, doch werden wir diese alte und dunkle Zeit wieder aufleben lassen, glaubt mir, es ist möglich. Von Dorf zu Dorf werden wir ziehen, von Stadt zu Stadt und unter den Leuten werden wir Angst und Schrecken verbreiten, auf dass sie sich für immer ans uns erinnern mögen. Mit dieser Stadt werden wir anfangen. Wir werden die Bürger hier bekehren, sie das Fürchten lehren und jeglichen Glauben an Gott, an Engel vernichten und ihnen die Hoffnung nehmen, lediglich Verzweiflung wird auf den Straßen hier herrschen und sie alles in die Hölle bringen. Und nun, meine Kinder, beginnt! Beginnt mit dem Festmahl, welches ich Euch schon vor vielen Jahren versprach. Geht, geht und mordet.“ Das Zischen verwandelte sich in grässliches Gekreisch und die Wurzeln verschwanden unter dem Boden. Mit einem Beben wandten sie sich der Taverne zu, die der dunkle ebengerade verlassen hatte. Schlagartig wurde es still und man hörte nur den Regen, der gegen die Dächer und Fenster peitschte. Plötzlich, Krach und Schreie. Kinder, Männer und Frauen kamen aus dem Gasthaus gerannt, einige wurden von unten am Fuß gepackt und hinuntergerissen. Blut spritzte als eine weitere Wurzel das Herz des Mannes auf dem Boden von unten durchbohrte und eine weitere den leblosen Körper aufnahm und gegen ein Haus schleuderte. Eine Familie kam aus der Kneipe gerannt und sofort stürzten sich die zwei Schwarze Schlangen auf die fünf Kinder und auf die Frau. Gekreisch und Schreie erfüllten die Luft, vermischt mit einem Gelächter. Es war nicht böse, nicht gemein, es hatte keines von den menschlichen Gefühlen an sich. Im Gegenteil, es war überhaupt nicht menschlich.

Die Kinder schrieen und es beflügelte ihn, die Frau flehte und dafür würde sie sterben. Er genoss dieses Moment. Diesen Moment…der Angst vor ihm. Plötzlich hörte man ein männliches Schreien. Doch klang es nicht ängstlich, sondern wütend. Der dunkle öffnet wieder die Augen und sah wie ein kräftig gebauter Mann mit einer Axt auf seine Untergeben eindrosch. Sein Gesicht war hasserfüllt und blutrot. Der Druide näherte sich ihm langsam, mit einem Lächeln auf dem Gesicht. „Ich sehe, du hast Mut.“ , sprach er ruhig. Der Mann sah ihn an. „Aus dir könnte was werden, wenn du aufhören würdest meine Kinder zu töten.“ Er hob die Hand und die zerhackten teile fanden Ihren weg zurück zu sich selbst und verschwanden unter der Erde, genau so wie sie aufgetaucht waren. „Ich könnte aus dir was machen. Einen Verbündeten von mir, einen Verbündeten der Dunkelheit. Was sagst du?“ Der Mann antwortete nicht, sondern hob drohend die Axt und rannte auf den dunklen zu.  „ Wie du meinst, aber dir entgeht eine wundervolle Zukunft!“ Wieder erhallte dieses unmenschliche Lachen und er hob den Arm. Urplötzlich verhallte jedes Geräusch um sie herum. Der Mann hob direkt vor ihm die Axt, aber schon schoss die Wurzel hervor, die sich um den Arm ihres Meister gelegt hatte hervor, packte den Mann am Hals und zog ihn ganz nah ans blasse Gesicht des Mörders. Die Axt fiel klirrend auf den Boden. Unendliche Boshaft und Wut stiegen dem Druiden ins Gesicht. Seine Augen starrten direkt in das nun verängstigte Gesicht des Mannes und Schweißtropfen liefen ihm über die Wangen. „Ich gebe dir eine letzte Chance, Mensch. Schließe dich mir an und ich lasse dich leben.“ Der Mann öffnete aus letzter Kraft den Mund. „Nie..“ raunte er. „Nun gut“ erwiderte Mithran Irithal „Aber sei dir bewusst, dass du eine Chance hast gehen lassen, auf ein besseres Leben...Stirb“ Mit diesen Worten packte nun er selbst den Mann am Hals und drücke fester…immer fester. Der Mann röchelte und schnappte nach Luft, bis sein Körper erschlaffte, sein Mund zufiel und jegliches Leben seine Augen verlassen hatte. Voller Zufriedenheit ließ der Druide die Leiche fallen, und wandte sich dem gehen zu…

3.4.07 11:51


Das Licht und seine Schattenseiten

Der Phönix stand ganz allein da....wo auch immer ‚da’ war. Eben war er noch beim Lykanthropen und der Daimoness und nun ist er an einem rot leuchtenden Ort. Über ihm leuchteten riesige Fackeln und hinter ihm war der Klang von Kriegstrommeln zu vernehmen. Er blickte die Flammen der Fackeln an, als ihn jemand eine Hand auf die Schulter legte. Raziel drehte sich um und sah in das Gesicht eines alternden Mannes, dessen Falten weit übers Gesicht ragten. Der Mann sprach nicht mit ihm sondern bewegte nur seine Hand, was bedeuten sollte, das er dem Alten folgen solle. Östlich von ihnen ging es einen Berg steil hinauf und westlich von ihnen zum Tal herab, vor ihnen lag eine Bergkette, auf welcher viele Türme, im lodernden Anblick des dahinter liegenden Tales, empor ragten. Es waren Außenposten....wer hinter der Bergkette wohl regierte? Ob es wohl ein guter Herrscher war? Allerdings konnte man letzteres, beim Anblick der Türme, bezweifeln.
Sie waren bereits eine Weile gegangen, als sie endlich zu einem gut versteckten, kleinen und dennoch gut bewachten Lager kamen. Sie betraten das Lager mit einem raschen und zielstrebigen Schritt...links und rechts von ihnen waren Wachen, die Raziel scheinbar gut im Auge bewahrten. Der Halbengel wusste gar nicht genau wie ihm geschah, noch wo er genau zu sein schien. Sie betraten eine Höhle die direkt in den Berg zu führen schien.... direkt vor ihm thronte ein Herr mit einer dicken Rüstung, einem Breitschwert und einem gut trainierten Körper. ,,Halbengel Raziel nehme ich an....’’ der Herr hatte eine tiefe Stimme und wirkte doch recht freundlich ,,wir haben bereits auf dich gewartet. Wo warst du so lange?’’ Der Herr schien Raziel zu kennen, doch dieser betrachtete ihn nur fragend und sprach leicht herabwertend ,,und ihr seid?’’ Der Herr stand auf und verbeugte sich leicht..... ,,tut mir leid das ich so unhöflich war mein Herr. Ich bin Garond, Heerführer der Soldaten Innos, des Drachengottes. Wir haben dich rufen lassen, weil wir aus unserer Festung vertrieben wurden, von einem Kerl der sich Rah nennt. Er hatte uns um Mitternacht des ersten Tages, diesen Monats überfallen. Sie griffen vom Süden her an und überfielen uns mit drachenartigen Wesen, dessen innere Kälte alles zu vereisen schien. Unsere Verteidigungsanlagen waren schnell außer Gefecht, sodass uns nur noch die Flucht blieb. Viele Flüchtete in die Berge südlich und westlich unseren Tales, ein paar haben sich hier zusammen gefunden und ein Lager errichtet und die Meisten wurden bei dem Überfall gefangen genommen oder gingen dabei drauf.....’’ der Halbengel unterbrach den Heerführer ,,Eure Geschichte interessiert mich herzlich wenig....warum habt ihr mich rufen lassen? Und wo ist Rah jetzt und was hat er als nächstes vor?’’  Garond seufzte und fuhr fort „schon okay, ist ja gut......also, wir haben dich rufen lassen weil unser Ältester uns von dir erzählt hat und meinte, das keiner Rah besser kennt als du. Wir wollen dich bitten, die Splittergruppen unserer Armee wieder zusammen zu führen und hier her zu bringen. Gemeinsam könnten wir gegen Rah vorgehen und was seine Pläne angeht, wir haben bereits Späher und Spione entsandt um etwas herauszufinden. Er befindet sich zur Zeit im Schloss und berät sich dort mit seinen Truppenführern.“ Raziel sah durch die Reihen der Soldaten die sich in seiner Nähe befanden und lachte „Schickt doch selber Leute aus um die Truppen zu suchen....Teile von ihnen befinden sich in den Sümpfen und in Gefangenenlagern von Rebellen. Andere haben Schutz in Thaliev gesucht. Wenn ihr sie zusammen habt, dann begebt euch nach Thaliev und rüstet und formiert euch neu, wenn ihr das erledigt habt, dann können wir weiter reden.“ Raziel wandte sich um und verließ erst die Höhle und dann das Lager und ließ die verängstigten Truppen zurück. Er breitete seine Flügel aus und begab sich wieder in das nördlich gelegene Thaliev. Seine Augen leuchteten eisblau und so färbte sich auch der Himmel nach einer kurzen Zeit. Raziel schien kaum zu wissen wohin er fliegt, als er vor einer Kneipentür landete, welche er sofort öffnete. Er achtete gar nicht auf das Schild auf dem stand........ ,Kneipe zum Henker’. Er trat zum Tresen vor und lies sich einfaches Wasser einschenken, während der Kneipenbesitzer in seine leuchtenden Augen sah und plötzlich umkippte.
 
 
Ein dröhnen brachte das Schloss zum beben, kurz darauf brüllte Rah seine Truppenführer an, die sowohl die restlichen Soldaten Innos als auch den Phönix endlich finden sollten. Doch sie machten keinerlei fortschritte. Rah wandte sich seinen Generälen zu, die den Eroberungsfeldzug von Thaliev leiteten. Er trat ihnen in seiner goldenen Maske nahe gegenüber sodass er schon fast ihren Atem spürte und knurrte ,,Was machen die Feldzüge?“ Einer der Generäle salutierte und antwortete ,,Wir dringen immer weiter ins Landesinnere vor mein Gebieter und wir haben sogar einen der Innossoldaten gefunden, doch war dieser bereits tot. Er ist an Hungersnot verstorben.“ Rah lächelte leicht selbstverherrlichend ,,Also dort habt ihr euch versteckt.“ Eine kurze Zeit später knallte die Tür zu Rahs Gemächern auf  und er schrat durch die Tür zu einem seiner Untergebenen, welche für die Versorgungstrupps zuständig waren. ,,Du sorgst jetzt dafür das alles an Waffen und Einheiten an die Thalievfront kommt, dort werden sie den zuständigen Armeen zugeteilt und rücken unverzüglich weiter vor. Ich will die Soldaten Innos haben und der Halbengel ist dort sicherlich auch.“ Ohne eine Antwort zu bekommen, wandte Rah sich um und ließ alle Heerführer, Generäle und Truppenführer in einem großen Saal versammeln und sprach mit seiner donnernden Stimme zu ihnen. ,,Ich will das eure Truppen sich mehr bemühen, zudem brauch ich ein paar Freiwillige, die sich als Spione unter das Volk von Thaliev mischen und dort nach den gesuchten Soldaten Innos fahnden.“
 
Eine kurze Zeit später schleicht sich ein Schatten vom Hofe Rahs, vorbei an den Wachen und verschwand im Wald, in Richtung Lager der Innossoldaten.
2.4.07 21:35


Gotteskinder

Abschätzend hatte die Rakshas ihren Blick auf den Phönix Gewand als dieser gar unverschämt in ihr Gemach geschritten war. Sie hasste ihn jetzt schon. Seine Wort nahm sie nur halbherzig zur Kenntnis. Für einen Scharlatan hielt sie ihn, noch immer, und auch mit wachsendem Grund. Zur Hölle mit ihm! Und wer auch immer dieses Rah Wesen war sollte sich in acht nehmen, er war nicht er einzige Gott hier zu Lande. Allerdings würde sie auf die Zeit der Erweckung warten müssen. Aber lang konnte es nicht mehr dauern. Es durfte nicht mehr lang dauern!
Verbissen hatte sie den Phönix verschwinden sehen. Gut, den war sie los. Nun der Vogel. Balthazar hatte ebenfalls empört dem für ihn Fremden gelauscht, hatte auch gerade zu entschiedenen Widerworten angesetzt, allerdings war das Wesen schon verschwunden. „Via! Was habt ihr nun schon wieder an geschleppt?! Dieser Tunichtgut ist ja schlimmer als euer Engel es war!“ Langsam entnervt rollte die Daimoness mit den Augen. „Spare dir deine Kommentare. Geh in die Stadt, such dir die hinterste Kneipe und höre dich dort nach Neuigkeiten um. Die Erweckung kann nicht mehr lang dauern ..“ Balthazar, als Mensch in Form eines stattlichen, jungen Edelmannes, glitt ein verführerisches lächeln über die Lippen. „Ah, Via, euer Kampfgeist ist ja doch nicht verloren.“ Seiner Herrin einen Handkuss aufdrückend löste sich das Element der Untoten auf und verschwand ungesehen. Auch wenn er zu viel redete, zumindest konnte man sich auf ihn verlassen. Nach einem leisen seufzen machte sie sich dann schließlich daran ihre Kleider zu wechseln.
Balthazar war am Rande des Marktplatzes wieder zur Materie verschmolzen. Die hinterletzte Kneipe? Soweit es ihm bekannt war gab es in der Handelsstadt Thaliev an jeder Ecke eine Kneipe! Ihm blieb wohl nichts anderes übrig als zu suchen. Gerade hatte er ein paar Schritte voraus getan, als ihm zwei düstere Gestallten auffielen. Unwillkürlich musste er wieder an die Rakshas denken, beobachtete dabei aber die beiden. Die Kaputzen tief ins Gesicht gezogen scharten sie durch die Schatten in eine, wie er jetzt bemerkte, relativ unauffällige Gasse. Ob er dort eine Kneipe finden würde? Wenn ja dann sicherlich eine von der Art, die er suchte. Ein Zuckersüßes lächeln auf den Lippen tragend huschte Balthazar den beiden rasch hinterher. Gerade als er die Ecke die gasse erreichte konnte er sie noch ebenso in einem der Gebäude verschwinden sehen. Sich diesem nähernd fiel sein Blick auf das schmale, und kaum mehr leserliche Schild welches über der Tür hockte. 'Kneipe zum Henker', stand auf diesem. „Welch einfallsreicher Name für eine Kneipe..“ seufzte der Untote ehe er die Tür aufstieß und sich hinein begab.
Keiyrena hatte sich nach dem umziehen wieder aus ihrem Zimmer begeben und stand nun in dem Zimmer daneben vor einem Bett dem es gerade so auf das Laken geschrieben zu sein schien, das es schon lang nicht mehr benutzt worden war. Die Rakshas hing ein paar Errinnerungen nach als sie sich dem Bett nun abwand und sich einem Regal an der Gegenüberliegenden Wand näherte. Langsam glitt ihr Blick über die einzelnen Titel. „Irgendwo hier.. “ Nur ein paar Minuten später zog sie ein Buch aus dem Regal und pustet den Staub von diesem. Lange Zeit musste es dort gestanden haben ohne angerührt zu werden. Ebenso wie vieles anderes in diesem Zimmer.. Mit dem Buch bewaffnet verließ die Rakshas den Raum wieder und begab sich die Treppen entlang ins Erdgeschoß. Sie konnte nicht Riskieren das ihr bei der Erweckung, oder der Vorbereitung dieser auch nur irgendwer (sie dachte an eine bestimmte Gestalt) dazwischen funkte, also wollte sie sich in das einzige Zimmer der Burg verziehen, welches man nur finden konnte, wenn man wusste wo es war, und in welchem nur eine einzige Art der Magie möglich war. Und zwar die des Erweckens. Die Treppen hinter sich lassend Schrat sie zum hinteren Teil der Burg und verschwand dort im Speisesaal durch ein Dimensionstor, welches, da es mit der Wand verschmolzen war, so nicht zu erkennen war. Auch führte es nicht wie man erwarten sollte in eine andere Dimension, sondern lediglich in einen Raum, der unter der eigentlichen Burg lag. Sie war in einer Grabkammer.

Neferiam wusste nicht wie ihm geschah. War er nicht eben noch im Wald gewesen? Auf einer Wiese? Von einem Moment auf den anderen hatte sich alles um ihn herum verändert.. schwärze, nichts war zu sehn. Und dann, plötzlich funkelte ein gespenstisches Licht neben ihm. Unweit von diesem konnte er vage die Umrisse einer wolfsähnliches Gestalt erkennen. „Ich habe auf dich gewartet, Lykaner..“ , gab eine Furcht erregend tiefe Stimme von sich. Was zur Hölle war nun geschehen?

27.3.07 15:51


Wenn der Teufel zu uns spricht

Er versuchte das irritierende Gebrüll und Gekreisch der wilden und betrunkenen Masse um ihn herum zu ignorieren, versuchte endlich einen Gedanken festzuhalten, einen der vielen Gedanken die ihm durch den Kopf flogen, ihm Tag für Tag, Nacht für Nacht keine Ruhe ließen. Er wusste, nicht wieso er es getan hatte, aber er hatte den ruhigen, ihm Stille spendenden Wald verlassen, und ist durch die Welt gezogen, hat kleine Dörfer und gewaltige Städte gesehen. Sie alle hatten ihn angewidert. Das fröhliche Treiben der Menschen auf der Straße…das Lachen der Kinder…Er hatte es nicht ertragen. Bis er endlich hierhin kam, nach Thaliev. Hier war es für ihn anders. Die Menschen distanzierten sich von ihm, statt ihn mit Grüßen und Dankbarkeiten zu überschütten. Auf den Straßen war es still und eine bekannte und mächtige Kraft umnebelte seinen Geist, ließ ihm keine Ruhe. Seit er sich verändert hatte, hat er vieles vergessen. Darunter seine Freunde, die ihn alle verstoßen hatten, seine Familie, die seit vielen langen Jahren verstorben ist. Er versuchte sich zu erinnern, woher er diese unmenschliche Kraft kannte. Sie kam ihm bekannt vor und doch so fremd. Er sammelte seine Notizen vom Holztisch auf, steckte sie in ein staubiges Buch, klappte es zu und steckte es in einen Ledereinband. Mit einem leeren Blick zog er sich die Kapuze seines Mantels über den Kopf und verließ das stinkende Lokal. Auf der feuchten Straße ließ er das Buch unter seinem Mantel verschwinden und stampfte über den rissigen Stein zwischen den Hütten hindurch. In dieser Stadt schien man ihn zu meiden, sich so weit weg wie möglich von ihm auf der Straße zu bewegen. Diese Angst hielt er für eine Art ihm Respekt zu zeigen, und ein kurzes Lächeln zauberte sich auf sein blasses Gesicht, doch verschwand es genauso schnell, wie es aufgetaucht war. Er lächelte sehr selten und für die wenigen die sich noch an ihn erinnerten, wäre es ein Segen ihn so zu sehen. Ein Regentropfen fiel auf seinen Steingrauen Mantel, und seine ebenso grauen Augen sahen nach oben. Der Himmel verfinsterte sich und dichte, dunkle Wolken erschienen über den Dächern der Hütten. Er ließ die Kapuze fallen und Schulterlange, zerzauste schwarz bis grauen Haare kamen zum Vorschein. Ein Donnerschlag ertönte über ihm und ein fieses Grinsen zog sich breit über sein Gesicht, als der Sturm losbrach. Wie aus Eimern schüttete es auf ihn herab und es schien ihn zu erfreuen bis auf die Haut durchnässt zu werden. Ein lautes Lache ließ er von sich hören und schloss genießerisch die Augen. Die Bewohner dieser Stadt würden ihn für verrückt halten, hätten sie sich nicht schon längst in ihren Hütten versteckt. Noch eben suchte er seine Ruhe und fluchte über jedes Geschrei, das er zu hören bekam, so sehnte er sich nun nach Schmerzensschreien und Bitten, leben zu dürfen. Aber wer wäre schon so verrückt sich ihm zu nähern, ihn gar anzusprechen oder ihn sogar anzugreifen. Niemand…Kein elendes Menschlein würde es sich trauen ihn anzusehen. Ihren Blick abwenden würde er, wie es alle anderen auch taten, als er sich vor Schmerzen krümmend am Boden wand, vor vielen Jahren. Niemand hatte ihm geholfen, sie haben ihn verspottet. Ihn verhöhnt und ihm gesagt, er würde es nie schaffen. Doch sähen sie ihn nun jetzt, sie hätten Angst. Unter dem nähesten Felsen würden sie sich verkriechen und um Gnade winseln. Aber er würde nicht hören...Nein….Er würde auf keinen fall hören. Er würde sie allesamt niederstrecken und sich für alle Demütigungen seines Lebens rächen. Rache…

Der Saphir auf seiner Brust leuchtete auf und der Schmerz ließ ihn handeln…Gebieterisch hob er seine Hand und die Erde unter seinen Füßen drohte zu erzittern.

27.3.07 15:37


Das Leben und sein Lauf

 


Er wachte auf und betrachtete ein vernarbtes Gesicht welches ihn betrachtete ,,Wie geht es euch mein Herr?“ sprach der Butler mit untertänigster Stimme. Der Halbengel seufzte ,,Ihr solltet mich doch alleine lassen.“ Der Butler drehte sich grinsend um und verlies das Gemach leise und schloss die Tür hinter sich. Kaum war die Tür geschlossen, zog er auch schon einen kleinen Beutel mit Geld hervor....doch schon eine kurze Zeit später stand Raziel in der Tür und nahm ihm den Beutel aus der Hand ,,Das ist meiner.“ Er grinste und begab sich allmählich aus der Tür. Es war gerade mal eine Stunde vergangen als er einschlief. Er wanderte einen langen Gang hin zum Speisesaal in der Hoffnung er finde dort noch seinen Gastgeber, doch war der bereits nicht mehr da. Die Gäste die er zu sich lud waren ebenfalls alle ihn ihren Gemächern. Er zog eine Papyrusrolle hervor und schrieb ein Dankesbrief den er an einem Messer an des hohen Herren Platze befestigte.

 

 
Der Butler öffnete ihm enttäuscht die Tür und wies ihn hinaus in die kalte Nacht. Oder besser gesagt Abend. Es war noch nicht sehr spät als er das Anwesen wieder verlies. Er ging durch das Dorf und betrachtete die Dorfbewohner die ihn fragend und neugierig beobachteten. Er sah sich nach links und nach rechts um.....überall wimmelte es von Dorfbewohnern. Es bildete sich ein dunkler Nebel um das Dorf und im Dorf drinnen. Der  Nebel tauchte so plötzlich auf und war so dicht, dass die Dorfbewohner leicht in Panik zu verfallen schienen, doch kurze Zeit später verzog sich der Nebel und mit ihm verschwand auch der Phönix.....aber das störte die Bewohner nicht, denn es war schon ein neuer Fremdling in der Nähe....Die Dorfbewohner verzogen sich teilweise in ihre Häuser während andere den in der Nähe befindlichen Lykanthropen aufmerksam beobachteten.
 
Es verging nicht viel Zeit als es in Curôn an dem Burgtor donnernd klopfte, doch bevor ihm jemand öffnen konnte, betrat er bereits die Hallen der Daimoness. Er betrachtete die Hallen mit Erstaunen und Faszination. Er wanderte eine Weile umher und erkundete das Bauwerk sehr genau, bis er zu einem Gemach kam, in der sich eine vertraute Aura verbarg. Er wartete vor der Tür bis die Daimoness ihren Satz beendete.... sie schien gerade jemanden in eine Bibliothek zu schicken um sich nach Raziel zu erkunden, doch kaum hatte sie das gesagt, war er bereits dabei das Zimmer zu betreten. Er sah sich um und betrachtete das Zimmer. ,,Ein nettes Zimmer habt ihr hier Fürstin.“ Er betrachtete Thaliev kurz aber beachtete ihn nicht weiter, als er ein weiteren Schritt ins Zimmer machte. ,, Ein Phönixwesen ist steht’s beauftragt ein Gott oder eine Gotteskreatur zu überwachen.... ein sehr mächtiger und bekannter Gott ist hier in der Gegend und erobert stück für stück mehr von euren Landen falls ihr es noch nicht bemerkt habt. Er macht alles was ihm in den Weg kommt einfach dem Erboden gleich. Bald ist er hier angekommen. Dieser Gott hat sich mehrerer Bereiche strafbar gemacht und soll nun dafür buße tun..... Das sucht ein Abgesandter des Phönix in diesen Landen.“ Er lehnte sich an die Tür betrachtete die Daimoness ,,und vergesst eure Bücher. Der einzigste Ort wo noch Dokumente über uns sind.....das sind die Hallen von Idurath. Doch diese sind schon seit Jahren schwer bewacht.“ Er wandte sich wieder um und begab sich wieder zur Eingangshalle...kurz darauf sah er Richtung Himmel wo ein kleiner blauer Punkt zu erkennen war....es sah aus wie ein Stern doch schien Raziel etwas ganz anderes in ihm zu sehen. Er breitete seine Flügel aus und verschwand in einem hellen Lichterspiel aus Feuer und Eismagie.
 
Es war nicht viel Zeit vergangen als er wieder hinter dem Lykanthropen erschien, welcher das Dorf schon fast erreicht hatte. ,,Willkommen junger Herr.“ Er sah den Lykanthropen lächelnd an und wies Richtung Dorf ,,Du scheinst etwas Ruhe zu brauchen. Ich bringe dich zu einem alten Freund von mir, dort kannst du die Nacht verbringen und dich ausruhen, jedoch nur bis zum Sonnenaufgang, länger darfst du nicht bleiben.“ Er bewegte sich langsam wieder in Richtung des Ägypters. Er hatte diesem bereits eine Nachricht hinterlassen und wusste das dieser sie auch bereits gelesen hatte. In ihr Stand:
 
,,Sehr geehrter Herr Sestor,
ich werde deine Dienste nicht weiter beanspruchen und doch möchte ich meinen Gefallen noch eingelöst haben. Im laufe der Nacht werde ich dir einen anderen Gast bringen, der meinen Platz in deinem Schloss einnehmen soll, als Gegenleistung bekommst du diese Karte. Sie führt dich zu den Hallen, die du schon so lange suchst, aber pass auf. Machst du nur einen Fehler dann kann es dein Ende sein und wag es ja nicht dich in die dunklen Kammern zu begeben. Die Wesen dort wären das Ende von dir und deinem Gefolge.
 
Liebe Grüße
           Raziel“
 
Er dachte nach was wohl passieren würde. Ob Rah wohl wieder ein Dorf zerstört hat? Ob der Mond hier immer so schön ist?
Seine Gedanken wichen in alle Richtungen aus doch am meisten hingen sie an der Daimoness. Wer war sie? Was wollte sie? War sie die so berüchtigte Fürstin von der selbst in seinen Landen gesprochen wurden oder irrte er sich doch einmal?
Seine Gedanken waren im Bruchteil einer Sekunde auch schon zu Ende gedacht. Der Mond schien ihn sehr zu beschäftigen... er beobachtete ihn eine ganze Weile bis er einmal kurz die Augen schloss und wieder auf seinen Weg sah....die Dorfbewohner hatten bereits auf sie gewartet, wobei sie doch ziemlich erstaunt waren, als sie Raziel wieder erkannten. Was an seiner auffälligen Robe nicht schwer zu sein schien. Er schrat immer weiter im Glauben, dass der Lykanthrop stets hinter ihm stünde und ihm folgen würde, doch kaum erblickte er wieder die Dorfbewohner, schon musste er wieder an das Flussdorf und Rah denken.
Rah war ein mächtiger Tyrann der es liebte seine Untertanen zu strafen und zu peinigen und noch mehr liebte er es sie in einen hoffnungslosen Krieg zu schicken, doch diesmal war alles anders. Rah war nicht auf ein sinnloses Gemetzel aus. Er wollte sowohl sein Reich vergrößern als auch den Phönix und seine Abgesandten jagen, wobei es unmöglich war alle zu finden und zu töten. Mit jedem Jahrhundert gibt es neue Abgesandte und mit jedem Jahrtausend einen neuen Phönix.... vor kurzem war erst wieder ein Jahrtausend herum und ein neuer Phönix erblickte das Licht der Welt. Wenn auch etwas anders.
 
 
 
Rah war bereits in einem weiteren Dorf eingefallen als er einen der Bewohner nach der Fürstin, dem Phönix und Raziel befragte, doch weil der ihm nichts erzählen konnte, schnitt er ihm kurzer Hand die Kehle durch und ließ ihn in einen Käfig mit Wolfsdämonen fallen. Nach kurzer Zeit war von dem Bewohner nichts mehr zu erkennen. Rah hatte sich bereits hohes Podest errichten lassen um mit seinen Untergebenen zu sprechen. Er war ein guter Redner aber ein noch besserer Henker. Er stellte sich an sein Podest und lies unter sich den Boden etwas in die Höhe schießen, damit er auch gut alles überblicken konnte. Er sprach mit einer tobenden und rachsüchtigen Stimme und doch waren seine Worte wie ein Kriegslied für die Soldaten. Es schien sowohl Mut als auch Kampfgeist zu stärken und doch waren sie alle starr vor Angst und ihnen war die Furcht ins Gesicht geschrieben. Es waren nicht nur Menschen in seiner Armee sondern auch verschiedenste Arten von Unterweltkreaturen wie Dämonen und Dunkelelben, Trollen und Titanen, doch all diese Kreaturen bildeten nur eine kleine Vorhut. Der schrecken der hinter den Bergen westlich von ihnen lauerte, verbarg sich unter einer dichten, schwarzen Wolkendecke vor der Sonne. Sie hassten das Licht und verachteten das Leben. Es waren Rah absolute Lieblinge, die nur darauf warteten wieder Fleisch zu bekommen. Man nannte ein solches Wesen Wyrm.
 
Rahs Stimme donnerte noch einmal über die Köpfe seiner Armee, als er sich in einem grellen Blitz verschwinden ließ und in seinem Gemach in einer Burg, die er vor kurzem eingenommen hatte, nieder und ließ sich von einer Hand voll Sklaven bedienen. Wenn jemand nicht so wollte wie er, dann erlitt er unter schlimmsten Schmerzen einen langsamen Tod. Rah schien zuversichtlich zu sein, dass er bald sein Ziel erreichen würde, auch wenn er nicht genau wusste worauf er sich dort einließ.
15.3.07 17:28


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