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Herausforderung

Die Wunden schlossen sich und der unerträgliche Schmerz verschwand, nachdem er ihn so gequält hatte, Erinnerungen wachrief, die er lieber vergessen hätte. Die Angst verließ seine Augen, und diese füllten sich wieder mit einer grauenerregenden Selbstsicherheit. Keuchend stand er auf und stellte sich halbwegs gerade hin. Kaum noch konnte er sein Gleichgewicht halten. Skeptisch sah er zu dem Mann hinüber der ihn auf den Wunsch Keiyrenas geheilt hatte. Ungern erinnerte er sich an die Berührung mit ihm, die zwar erst vor wenigen Minuten stattgefunden hatte, aber doch einen bleibenden Eindruck hinterließ. Tausende von Gefühlen, tausende von Worten, Sätzen dir wirr zusammenhingen, wurden ihm von unsichtbaren Dämonen ins Ohr geflüstert…
Wahrlich war dies kein Mensch, auch keins der ihm bekannten Wesen, die diese Welt bewohnten. Aber wer weiß? Vielleicht kommt dieser….Mann gar nicht von dieser Welt?
Doch konnte es nur noch einen weiteren Ort geben, aus dem diese Wesenheit gekommen sein kann - die Hölle.
Konnte es denn sein? Ist dies ein Dämon, welcher der Unterwelt entfloh? Möglich wäre es jedenfalls. Möglich, aber auch merkwürdig. Soweit er selber wusste, gab es bis jetzt nur zwei von denen, die die Tore zum Diesseits von ihrer Welt aus überschritten. Zum Einen er selbst, der vor fünf Jahren aus dem Reich der Toten entlassen wurde. Jedoch lebte er von da an als Geist. Als düstere Seele, auf der Suche nach ihrem Körper. Zum zweiten, etwas mächtigeres, stärkeres. Etwas, wovor er sich selbst fürchtete. Obwohl es nun merkwürdig klingt, so war er doch gut mit jenem Geschöpf vertraut, welches auch als Schemen zurückkehrte, und nun wahrscheinlich immer noch auf der Suche ist…nach ihm. „So kreuzen sich unsere Wege erneut, was?“ , brach der Druide das Schweigen. Seine Stimme klang spöttisch und ernst zugleich. „Ihr dachtet doch wohl nicht, ihr wäret mich ein für alle mal los, oder, meine Schöne?“ Ein Lachen ertönte über den Platz, sodass es den wenigen menschlichen, die verdeckt aus ihren Bretterbuden das ganze Spektakel beobachteten, kalt den Rücken runterlief.
"Ihr habt es aber bestimmt gehofft, oder? Ich habe doch bestimmt recht!" Unsichtbare Flammen umspielten seine Augen. Es machte ihm Spaß...
"Doch wird dies unsere letzte Begegnung. Ja, schade, aber wahr. Jetzt denkt ihr doch Ich werde gehen, für immer aus eurem Leben verschwinden,oder?" Er lachte erneut und die Pflanzengeschöpfe lachten mit, ein Kreischen ertönte und auch die letzten Läden worden geschlossen und die Schaulustigen verkrochen sich in ihren Hütten. "Nicht ich werde euch verlassen, sondern ihr mich. Ihr werdet diese ganze verfluchte Welt verlassen, und in das Reich der ewig toten Einkehren." Sein Blick versteinerte sich und eine merkwürdige Dunkelheit umspielte seine Lippen als er sie zu einem Grinsen verzog. Er streckte die Hand nach unten aus und die Ranken folgten seinem Befehl. Sie griffen eine der Leichen am trockenen Hals, schnellte wieder zurück und schon hielt der Druide einen toten Mann in der Hand. "Ihr habt euch schlecht um die euch untergebenen gekümmert. Seht doch, was aus ihnen geworden ist." Er zeigte Keiyrena das Gesicht des Mannes. Die Augen des Toten waren merkwürdig verdreht und Blut rann ihm aus dem Mund. Mit einem dumpfen Knall landete der Leichnam auf dem Boden, als er losgelassen wurde. "Ihr hättet mich damals im Wald töten sollen, als er die Chance dazu hattet. Närrisch habt ihr euch benommen, als ihr mich am Leben ließet, halb verblutet, dem Tode nahe. Ihr seid gegangen. Gegangen, mit dem Glauben mich nie wieder zu sehen. Ich gebe euch Recht, für lange Zeit schien es vielleicht auch so, aber ich war nicht tot. " Er schien sich wieder an etwas zu erinnern. "Ein freundlicher und zugleich naiver Mann kam vorbei. Ich hoffe ihr wisst, dass beides sehr nah beieinander liegt...Nett, naiv... Der Mann versorgte meine Wunden, gab mir Obdach. Doch sein Glaube, alle Elben wären Geschöpfe der Liebe, führte ihn in die Irre. Alles zu meinem Gunsten natürlich. Denn er verriet mir, dass er ein Druide ist, und die Macht über die Natur besitzt. Macht....Dieses Wort reizte mich schon seit langer Zeit...Er lehrte mich die Geheimnisse der Natur zu entschlüsseln, ihre Sprache zu verstehen. Aber er brachte mir nicht alles bei, und entfachte somit meinen Zorn. Dieser Mann dachte, er hätte mir den Weg zum Frieden gezeigt, doch öffnete er nur dir Pforte der Hölle. Er fand sein Ende, noch in der selben Nacht. So, wie Ihr das eure heute finden werdet. " Er sah zu Boden und ein schwarz-graues Licht entflammte in seiner Hand.
21.5.07 18:55


Ein neuer Anfang für Innos

Der Bote ritt so schnell er konnte und ohne rast und erreichte auch schon nach kürze das Schloss welches wieder unter der Herrschaft Innos stand. Selbst jener den sie Innos nannten schien sich an der Eroberung beteiligt zu haben, denn Drachen ,welche die Kadaver von Dämonen fraßen ,verzierten die äußere Befestigungsmauer und schienen im Einklang mit den Soldaten zu leben. Keiner tat einander was.
Der Bote war anfangs etwas skeptisch als er das Schloss betrat, da er diese Kreaturen auf den Mauern noch nie zuvor aus einer solchen nähe erblickt hatte, doch empfingen ihn die Soldaten mit großer Freude.
Der Bote ging weiter bis zum obersten Befehlshaber den er finden konnte und übergab ihm die Wertsachen die der Fremde gegeben hatte. Dieser wiederum ernannte den Boten kurzerhand zum Schatzmeister des Schlosses, wodurch dieser sich sehr geehrt zu fühlen schien. Die Soldaten waren alle sehr froh und die zwei obdachlosen Völker erbaten und bekamen die Erlaubnis sich im Schloss und im Lande mit einzusiedeln.
Nun war nur noch eines zu tun, doch kurzer Hand später erschien die Person, die den Halbengel zu den Innosleuten holte. Diese Person war ein Seher und berichtete, das es absolut vorbei sei.
Raziel begann zu fliegen und landete nicht weit von der verwüsteten Stadt direkt vor der Horde Rahs betrachtete diese. Es dauerte nicht lange, als ein riesiger Lichtstrahl vom Himmel herab auf die Horde viel und diese kurzerhand unter gequälten Schreien unterzugehen schien.
Rah war bereits ein paar Meter voraus geflogen, doch nicht weit genug um dieses Getöse zu überhören. Er wandte sich um und erblickte den, den er schon zu lange suchte und schon immer zu hassen schien, doch kaum hatte er ihn erblickt so schickte er schon seine Flugarmee auf ihn los. Sie hatten ihn nicht mal angegriffen, als sie schon in alle Einzelteile zu explodieren schienen.
Wütend und enttäuscht über sein Gefolge stellte sich der ,,große Herrscher´´ Rah sich dem Halbengel persönlich entgegen, doch wollte dieser scheinbar nicht gegen ihn kämpfen und das schien Rah zu merken und sprach mit belustigter Stimme ,,hast du Angst? Oder warum kneifst du?´´. Raziel antwortete ihm gar nicht erst sondern blickte nach oben. Rah blickte hinterher und bemerkte etwas, was er noch nie zuvor ,in den 1200 Jahren in denen er lebte ,gesehen hatte. Die Erde bebte und der Himmel schien sich in zwei zu teilen. Wolken schienen von der Spalte die sich auf tat verschlungen zu werden. Die Wolken flogen viel schneller über die Welt hinweg und der Himmel schien eisblau aufzuleuchten, als plötzlich ein orangerotes Wesen aus der Spalte hervortrat. Dieses Wesen schien mit jeder Minute größer zu werden und ähnelte einem brennendem Vogel. Dieser landete direkt hinter Raziel und war zu einer beeindruckenden Größe herangewachsen. Er war bereits so groß geworden, das er mit seinem Flügel die Stadtmauer des 800 Meter entfernten Thalievs hätte berühren können. Auch wenn man ihn nie zuvor gesehen hatte, wusste man das es der Phönix sein musste, doch schien dieser zu schrumpfen und die Gestalt eines Menschen anzunehmen und auch schon eine kurze Zeit später stand ein weiterer Raziel da. Dieser trat auf Rah zu, welcher nicht wusste was er tun beziehungsweise davon halten sollte. Rah trat ein Schritt zurück doch war es bereits zu spät, denn der Phönix trat wieder aus dem Menschenkörper hervor, schien den Gott zu durchbohren und verschwand dann in dem wahren Raziel, welcher kurz aufleuchtete und die Erde wieder kurz zum beben brachte. Die Spalte im Himmel tat sich zu, als Raziel auf Rah zutrat. Über Raziel schienen die Wolken stets einen Strudel zu bilden und der folgte jedem seiner Schritte. Raziel stand vor dem verschrockenen Rah, der sich schon eine Weile nicht regte. Raziel hob seine Hand und legte sie auf Rahs Brust und sprach ein paar Sätze. Rah sah schmerzverzehrt aus als er selber in einem eisblauem Ton aufleuchtete. Als Raziel seine Hand von der Brust Rahs entfernte, schien dessen Geist der Hand zu folgen und als sie Rahs Körper verlassen hatte, versiegelte Raziel sie in einem Amulett welches er stets am Halse trug. Rahs Körper sank zu Boden und enthielt keinerlei Leben mehr. Das gleiche Geschah mit all seinen restlichen Untertanen, die ihm treu ergeben waren. Sie alle brachen auf einmal zusammen. Alle Festungen die Rah errichtet hatte, vielen in sich zusammen und begruben alles und jeden der noch in ihnen war.
Raziel legte noch einmal seine Hand auf Rahs Leichnam, welcher kurze Zeit später in Raziel verschwand. Er wandte sich um und ging zur zerstörten Stadt. Jeder der dort gestorben wart, stand auf einmal wieder auf und blickte sich verdutzt um, doch jene die unter Schutt und Asche begraben waren oder deren Körper komplett vernichtet oder verbannt wart, denen war ein Ende zwischen Leben und Tod auferlegt worden.
Raziel blickte ein paar Leute an die ihm dankbar entgegen traten, doch kurzerhand später erblickte er die Seelen Derer die zwischen Leben und Tod existierten. Er begab sich zu ihnen und ignorierte die Lebenden. Raziel griff nach den Seelen, konzentrierte sich und sprach ein paar Sätze auf einer nie gesprochenen Sprache. Die Seelen erhielten einen Körper, den eine Robe mit einem roten Vogel drauf verzierte. Kaum hatten die Seelen wieder einen Körper, verbeugten sie sich vor Raziel und breiteten die Flügel aus die Raziel ihnen mit gab. Sie hoben ab, flogen über Thaliev und verschwanden hinterm Horizont. Eine eisblaue Aura umgab sie als sie verschwanden. Raziel breitete ebenfalls seine Flügel aus und ließ die verwirrten Leute hinter und vor sich einfach stehen, als er ab hob und zu den Leuten Innos flog.
Es verging eine Weile als er dort ankam und auf einer der Mauern neben einem der Drachen landete. Der Drache war größer als die anderen und war tiefrot, wo hingegen die anderen Drachen leicht in den orangenen Ton gingen. Er lächelte leicht, als er den Drachen betrachtete ,,Innos höchst persönlich und auch noch in Drachengestalt....ich wusste ja immer das du eine schwäche für Feuerwesen hattest aber gleich ein Drache?“
Der Drache hob seine Klauen und hielt eine seiner Krallen vor sein Maul, als wolle er damit andeuten das der Halbengel ruhig sein solle.
Raziel betrachtete die Leute die sich freudig im Schlosshof herumtummelten und sprach noch einmal zu dem Drachen ,,unsere Schuldigkeit ist getan, nun liegt es wieder allein bei dir, also gib gut acht auf dein Volk“ Er breitete seine Flügel aus und verschwand ebenfalls hinterm Horizont in Richtung Thalievs.
Die wiedererweckten Seelen die bereits verschwunden waren und von Raziel ein neuen Körper bekamen, waren in einem Lande angekommen was außer dem Phönix welcher nun komplett in Raziel ruhte und seinen Anhängern, noch kein Auge erblickt hatte. Es war auf keiner Karte angedeutet, auf keinem Weg zu finden und mit keinen Augen der Welt zu sehen. Es gab nur einen Weg der einem gewährte das Land zu betreten, doch der sollte jedem Wesen, auch den Göttern, auf ewig verborgen bleiben und nur Raziel wusste wie es möglich war, denn er war einst als ein Körperloser dorthin gelangt und hat es als Nachfolger des Phönixes wieder verlassen.
11.5.07 21:27


Erinnerungen..

Schweigen, sogar Balthazar war verstummt als er die ganzen Reaktionsfolgen des ihm unbekannten Wesens verfolgte. Er wusste nicht was das alles zu bedeuten hatte, solang war er noch nicht bei seiner jetzigen Herrin zutage. Aber so wie er es mitbekam, so wie er es sich zusammen reimen konnte, musste sie eine sehr einflussreiche und nicht gerade unbekannte Frau sein. Auch wenn sich die meisten Bekanntschaften doch eher auf sehr kurze Liebereien beschränkten. Nun, sie wahr wählerisch, aber probierte dennoch alles aus. Aber bei diesem schien es anders, da war etwas das sie aber dennoch irgendwie Verband. Und wenn er gut aufpasste, so war er sich sicher, würde er auch heraus finden was es war. Keiyrena hatte ihre Augen abermals verengt, auch sie war ins schweigen verfallen, und zusehens hatten sich ihre Augenbrauen einander nachdenklich genähert. Ja, sie erinnerte sich. Aber als sie .. wie hieß er noch gleich? Mithran.. das letzte mal gesehen hatte waren sie zusammen in einer dunklen Hütte in dem Wald, welcher sich um sie herum, um Thaliev, befand. Die Erinnerungen drohten schon seid langem zu verblassen, aber nun, wo der einstig so hübsch aussehende elbe nun in so dunkler form vor ihr stand, schien es ihr gar, als wär es erst gestern gewesen. „Mithran .. Irithal? Der einst so stolze Elb.. oder irre ich? ..“ Ihre vorher zu einem schmalen strich verschmolzenen Lippen formten nun ein fast erfreutes, aber sehr, sehr schmales lächeln. „Ich hätte nicht erwartet euch- .. dich, jemals wieder zusehen..“ Doch hielt sie es nicht für angebracht jetzt über soetwas zu spekulieren. Die Wunden, welche teilweise wohl von ihr stammten, waren wieder aufgerissen, wahrscheinlich durch den reinen sog der Erinnerung welche an der Magie nagte, welche sie damals verschlossen hatten. Sie besaß keine Heilmagie mehr, die Kraft dieser hatte man ihr vor langer zeit genommen, aber was wäre sie doch ohne den knochen Bussard. Knapp nickte die junge Daimoness diesem zu. „Balthazar .. stopp die Blutung.“ Einen Widerspruch hinunterschluckend seufzte der Edelmann knapp und wand sich dann dem schwächelnden Magister zu. Er legte zwei Finger an dessen Nacken, und einen kurzen Moment später begannen die Wunden wieder sich zu schließen. Rasch trat das Untotenelementar nun zurück. Er hatte sehr wohl bemerkt das der Magister ihm zuvor am liebsten an die Kehle gesprungen wäre, es würde ihn nicht wundern sollte er es versuchen wenn er sich weiter neben ihm aufhielt.
Die Daimoness wand ihren blick einen kurzen Moment zum Himmel hinauf. Nein, diesen Herren konnte sie so einfach nicht vergessen. Sie hatte ihm zu viele Ratschläge gegeben, die sie selbst einzuhalten nicht vermochte. Sie hatte sich selbst zu oft verraten.

Neferiam blickte an dem schweren Tor hinauf. Dies war die letzte Hürde die ihn vor der eigentlichen suche die ihm bevorstand trennte. Wie sollte er dort nun hinein kommen ohne gesehen zu werden? Das Tor war verschlossen, und so wie es aussah konnte es nur durch innen stehende geöffnet werden, und am tage, so sagten es ihm die unaufmerksamen Wachposten über ihm, würde er auf jedenfall gesehen werden. Und dieser Mann, bei welchem er gewesen war, hatte gesagt er solle sich auf keinen Fall von einem anderen Wesen als der gesuchten sehen lassen. Zwar war es ihm noch immer ein Rätsel wie er sie dann jemals finden sollte, aber nun gut. Jetzt war er schon hier, da konnte er aus wider aller logischen Folgerungen versuchen. Wenn da nicht dieses Tor wäre.. Erst da fiel ihm die in das tot eingelassene Tür auf. Zu blöde das er das nicht gleich gesehen hatte. Ein seufzen unterdrückend trat er auf diese zu. Er erwartete zwar das sie verschlossen war, aber mit großer Verwunderung konnte er sie so aufdrücken. Ein leises knartschen erklang,. Aber immerhin befand er sich nun IN der Stadt.

4.5.07 17:34


„Ihr…Ihr lehnt ab? Hah, den selben Mut und den selben falschen Stolz kann ich in Euren Augen erkennen. Seinem Meister, in Eurem Fall dieser ‚Fürstin’, nicht in den Rücken zu fallen ist zwar ein wahrlich ehrenvoller Lebensstil, doch wird er euch nicht sehr weit bringen!“ Wie konnte es diese niedere Kreatur nur wagen ihm zu widersprechen. Ihm, der sich die Natur Untertan gemacht hatte, Ihm, der sein Leben der Beschwörungskunst gewidmet hatte. Diese Wesenheit weiß doch gar nichts. Keinen blassen Schimmer hat dieser Bengel, wem er gegenüber steht.

Ganz schnell vergaß er wieder seine Bedenken was die Nekromanten angeht, und rief im Geiste seine Diener herbei. Sie sollten ihn zerfleischen, seine Gliedmaßen in dieser ganzen stinkenden Stadt verteilen, auf dass alle es sehen sollten. Ihm war egal, ob dieser Junge nun ein Mensch war, oder sonst etwas. Er würde ihm die Hölle zeigen, die Hölle, so wie sie nicht einmal der Teufel selbst gesehen hat. Das Feuer der Wut loderte in seinen Augen auf, der trockene Mund öffnete sich, die zugespitzten Zähne zeigten sich für einen Moment. Schon wollte er die verhängnisvolle Formel aussprechen, doch da wurde er unterbrochen. Eine weibliche Stimme sprach ihn, abermals von der Seite, an. Schlagartig verwarf er den Gedanken an Mord und Totschlag, den Gedanken diesem Bengel das Herz auszureißen, und ließ die schon gehobene Hand sinken. Das schwarz-bläuliche Licht, das seine Hand bedeckt hatte, erlosch. Sein Geist, der im Moment  Frohlockte, da er zum ersten Mal seit langem wieder frei war, und machen konnte was er wollte, wurde plötzlich wieder eingeschlossen und der dunkle Druide fühlte sich plötzlich schwächlich in der Gegenwart dieser Macht, die ihn schon seit seinem ersten Tag in dieser Stadt begleitete. Seine Macht schrumpfte, bis seine Wut vollkommen verflogen war, und das Feuer in seinen Augen erstickte. Konnte es denn sein? Hat er nun endlich die Quelle dieser Kraft gefunden? Oder vielleicht hat die Quelle auch ihn gefunden…

Er ließ sich seine momentale Schwäche nicht anmerken, quälte sich ein scheinbar grausames Grinsen heraus und wandte sich der Frau zu. Mit nur großen Anstrengungen konnte er seine Überraschung verbergen und seine Ehre beibehalten, als er in das blasse Gesicht von Keiyrena sah. Er sah aus wie eine leere Hülle, als ihm tausende von Bildern vor dem inneren Auge vorbeiflimmerten. Eine grauenvolle Stimme hallte in seinem Kopf wider, ein Schwert, mit dem er verbunden schien, ein Wald, ein Engel mittendrin mit einer Frau, die der vor ihm etwas ähnelte. Doch waren Ihre Gesichtszüge nun viel dunkler, kein Fünkchen von Gefühlen schein sie nun zu besitzen, nicht so wie die Frau dort im Wald, mit dem Engel zusammen. Hilfsbereit….

Die nächste Erinnerung flog ihm durch den Kopf und er schrie auf vor Schmerz und sah an sich runter. Blut rann von seiner Brust aus auf den Boden, drei Tiefe Stichwunden auf seiner Brust, wieder dieser grauenvolle Stimme, nur viel lauter, als würde sie schreien. Er sank auf den Boden….

Eine Hütte, mitten in dem selben Wald….Doch der Wald hat sich verändert, dunkel ist er nun, und scheint tot zu sein. Genau so wie der einfache Elb, der in der Hütte vor einem großen Spiegel steht. Ein faltiges Gesicht, blasse Haut, pechschwarze Haare, neben ihm wieder diese Frau, dieses mal ähnelte sie der heutige Keiyrena schon mehr. Vielleicht wahr sie kleiner als der Elb, doch bestimmt um einiges Stärker, was er heute zwar nicht mehr zugeben würde, aber es immer noch ganz deutlich spürte. Die nächste Szene und eine tiefe Schnittwunde öffnete sich auf seinem Arm, er fiel auf die Seite. Ein schreckliches Gewitter tobte im selben Wald, Bäume stürzten brennend um, mitten in dem Sturm stand wieder der Elb mit Zorn entbranntem Gesicht, doch keiner von ihnen ähnelte dem heutigen Mithran. Ihm gegenüber stand wieder die Frau, mit erhobenem brennendem Schwert, das sie gnadenlos auf seinen Arm niederfallen ließ. Getroffen sank der Elb zu Boden, ihm wurde schwarz vor Augen.

Ächzend stand der Druide vom Boden auf. Er blutete stark in der Brustgegend und hielt sich den Arm. Und doch grinste er, ja er lachte Keiyrena beinahe ins Gesicht. „Wie konnte ich  nur vergessen?“ flüsterte er kaum hörbar. „Und, ja, wir kennen uns. Dürfte ich eurem Gedächtnis wohl ein wenig auf die Sprünge helfen?“ Er riss sich  einen Teil des grauen Mantels runter, und drei Stichwunden auf seiner Brust kamen wieder zum Vorschein. Sie schienen schon alt und wieder verheilt, aber dem war nicht so. „Ist das nicht euer Werk, meine Hilfsbereite Keiryrena?“

Er ließ die Schnittwunde auf dem Arm zum Vorschein kommen, auch diese Verletzung ließ irgendetwas nicht heilen. „Sagt  bloß nicht,  Ihr erinnert euch nicht an den Silbernen Wald, oder? Sagt bloß nicht, dass Ihr unsere kleinen Auseinandersetzungen alle vergessen habt, hm?“ Er streckte die Arme von sich und Blutstropfen rannen in eine kleine Pfütze. „Nun frage ich euch, werte Fürstin, die Ihr zweifelsohne seid, wie konnten IHR MICH vergessen?“

4.5.07 15:09


Ein neues Reich

Die Soldaten Innos waren bereits alle zusammen getroffen und bei ihnen waren die Armeen von 5 weiteren Ländern, wovon 2 Armeen aus ihrem Land vertrieben wurden und hofften, dass wenn sie den Innosleuten helfen würden, dort mit ihnen leben könnten. Die Soldaten wahren bereits alle unter den leitenden Heerführern versammelt und zum Abmarsch bereit, was auch kurz darauf geschah. Raziel hingegen beobachtete kurz das Heer, gab ihnen noch einen Segen mit auf den Weg, der sie stärker zu werden schien und machte sich selbst dann auf dem Weg in die Stadt aus der er erst kurz zuvor herbeigeflogen kam. 
Er brauchte nicht lange, bis er die Stadt erreichte. Die Toten lagen noch immer dort, also schrat er an ihnen vorbei und suchte scheinbar ein paar bestimmte Leute. Plötzlich leuchtete es kurz auf und ein Mann, der eben noch tot zu sein schien, stand auf und betrachtete den vor ihm stehenden Fremden und fragte ihn wer er denn sei, doch antwortete dieser nicht sondern erweckte noch weitere Männer zum Leben, die zumindest den Anschein machten als könnten sie kämpfen. Er versammelte die Männer an einem Ort und weiß ihnen eine Richtung..... ,,Geht in diese Richtung und ihr werdet auf ein Schloss treffen.....helft dort den Soldaten welche schon lange in diesem Land hausten und sich dem Gotte Innos verpflichteten.....wenn ihr das tut, werdet ihr leben und wenn nicht so werdet ihr auf der Stelle vernichtet werden“
Die Männer waren sich alle einig und begaben sich sofort zu diesem Schloss, während hinter ihnen die Fürstin, der Druide und Balthazar sich einander unterhielten.
Raziel begab sich auf die Stadtmauer und blickte stur in eine Richtung und wartete eine Weile, eine kurze Zeit später erkannte er eine Stadt, die ruhig und friedlich dort stand und nicht zu ahnen schien, das diese Ruhe schon lange gestört wurde. Es vergingen ein paar weitere Minuten, als ein Feuerhagel wie aus dem Nichts durch die Wolken über der Stadt herabfuhr und alles dort zu zerstören drohte. Eine kurze Zeit später waren drachenähnliche Wesen am Himmel zu erkennen, darunter ein sehr großes, welches man deutlich als Wyrm erkannte. Es war Rah persönlich und wollte die Stadt dem Erdboden gleich machen, es dauerte nicht lange als auch seine Armee von Dämonen einen Hügel hinaufrannten und die Stadt attackierten. Sie brauchten auch nicht lange, bis sie endlich die Stadt betreten hatten. Die riesigen Sensen, Schwerter, Äxte und Streitkolben der Unheilsbringer schienen die dortige Stadtwache gnadenlos zu zerteilen und zu zertrümmern. Der Anblick schien dem Phönixwesen einerseits wütend zu machen und andererseits zu erfreuen. Man erkannte jedenfalls ein Lächeln auf seinen Lippen, doch sagte seine Aura etwas anderes aus.
Rah war bereits in der Stadtmitte eingedrungen und tötete dort alles was seinem Wyrm vor das Maul lief. Seine Aura und seine Kräfte waren weit zu spüren und mit ihnen auch seine absolute Herzlosigkeit. Seine goldene Rüstung die er angelegt hatte schimmerte und glänzte bei dem Feuerhagel der über der Stadt lag und es einem Sterblichen unmöglich machte zu entkommen oder in die Stadt einzudringen. Es dauerte nicht lange, als ein dämonischer Hauptmann zu Rah kam und ihm ausrichtete, dass die gesamte Stadt Menschenleer war. Die Toten waren verschwunden und die Lebenden wurden getötet. Die Häuser wurden verbrannt und zertrümmert und die Stadtmauer wurde eingerissen und die noch brauchbaren Materialien wie Stein und Holz wurden abgetragen um ein für Rah ein Reich errichten zu können.
Vor den ,,Stadtruinen“ tauchten ein paar Magier auf, welche auf steinigen Wesen saßen, die auf zwei Beinen liefen und dessen Gelenke zu brennen schienen. Diese Wesen sahen aus wie Golems doch wahren es keine, die Magier nannten diese Wesen einfach nur Diener und beschworen immer wieder neue von ihnen und ließen sie Rah attackieren, doch dauerte es nicht lange, als Rahs Flugarmee sich über die Magier hermachten und einen nach dem anderen töteten. Die Dienerkreaturen wurden von Rah bekehrt und verschwanden mit der gesamten restlichen Armee wieder hinter dem Hügel.
Raziel wandte sich um und verließ die Stadtmauer, als das Ereignis vorbei war. Er wanderte durch die Stadt, über die Toten und an den Lebenden vorbei die ihn so zu fürchten schienen, als wäre er für das alles verantwortlich. Er betrat ein Haus, aus dem kurz danach ein paar Menschen flüchteten. Er wusste das diese Menschen nicht reinen Herzens waren und verscheuchte sie mit vollem Bewusstsein. Er betrat jedes einzelne Zimmer, nahm sich alles von Wert und ließ es kurz darauf mit einem Boten zu den Soldaten Innos bringen. Der Bote war einer der wiedererweckten, welcher ebenfalls zu den Innosleuten gehörte.
Als der Bote weg war machte er sich weiter auf den Weg durch die Stadt. Seine Aura nahm immer weiter ab, bis sie kaum noch zu spüren war. Er schien so schwach zu sein wie ein einfacher Bauernjunge aber so anmutig wie ein Ritter, der mit Mut und Tapferkeit seinem größten Feind gegenüber stand.
4.5.07 14:18


Versammlung?

Blathazar stand da und rührte sich nicht. Wollte er sich nun mit jenem Magier anlegen? Wollte er das Angebot überdenken, es annehmen, und seiner Herrin in den Rücken fallen? Nein, bestimmt nicht. Auch wenn er es niemals zugeben würde so hing er doch sehr an jener Frau, welche ihn zuletzt aus der hinterletzten Ecke der Hölle befreit hatte. Zudem hatte sie solche irreführenden Reize.. zu schade das sie die Macht über seinen Verbleib hatte! Langsam zog sich ein bittersüßes lächeln über die viel zu menschlichen Züge des Elements. „Nein.. nichts dergleichen..“ Knapp nickte der junge Edelmann mit dem Kopf an dem Magister vorbei. „Und zudem bin ich, werter Herr, kein Mensch. Und euer Angebot, nun, vielleicht solltet ihr darüber lieber mit der Fürstin selbst sprechen.“ - „Keine Macht, kein Geld, und schon gar keine Frauen. Sollte er revoltieren wird er sterben. Ebenso wie ihr, Magister, wenn ihr die Hand gegen mich erhebt.“ Die arme vor der Brust verschränkend schrat die schlanke Gestalt Keiyrenas an den Fremden und das Untotenelement heran. Ein ebenso zuckersüßes lächeln wie zuvor bei dem Edelmann glitt über ihre Lippen. Der Blick der jungen Frau sank einmal musternd an dem Fremden hinab und schließlich verengten sich ihre ohnehin schon schmalen Augen zu kleinen Schlitzen. „Sagt, kennen wir uns?“ Sie lachte leise auf. Balthazar zog eine braue in die Höhe, trat langsam neben seine Herrin und sah dann auch wieder auf den Magister. „Jedenfalls gehört der werte Herr nicht zu dem Gefolge des Phönix-Abschaums. Ihr solltet vielleicht im Interesse beider an eine Zusammenarbeit denken, verehrte Via?“ - „Willst du andeuten das ich Hilfe brauche, Balthazar?“ - „Nun, bedenkt eure Kräfte und die des Phönixes, ihr-..“ - „Schweig!“ Ruckartig wendete sie ihren Blick auf den Untoten, welchen sie gar wütend anfunkelte. Die Lippen aufeinander pressend wand sie sich abwartend wieder an den Magister.

Neferiam van Leyden, ja, das war eins sein Name gewesen. Das Wesen, zu welchem er so unfreiwillig 'verfrachtet' wurde hatte ihm dies gesagt. Lang soll es her sein, noch vor seinem jetzigen Leben. 'Lykanthropen werden oft Wiedergeboren!' hatte er gesagt. Auch hatte er aber gesagt das er keine Angst mehr haben sollte. Es gab weit schlimmeres auf der Welt als das was hier geschah und dem, was vielleicht noch passieren mochte. Aber das, was in der Zukunft lag, so prophezeite er, würde dem schlimmsten sehr nahe kommen! Er wusste nicht wer der alte Mann mit der animalischen Ausstrahlung gewesen war, aber er wusste das er ihm Vertrauen musste. Das er auf ihn hören musste. Er hatte ihm aufgetragen die Fürstin zu suchen, ihr sollte er seinen Namen nennen. 'Warum?' und 'Wer ist sie?' hatte er gefragt. Darauf kam nur das er ihr schon einmal begegnet war, und das sie wohl auf ihn gewartet hatte, auch wenn sie es, sollte er sich beeilen, auch noch nicht wusste. Für eine Art Hellseher heilt der junge Lykanthropen den Alten. Aber ob er es wirklich war wusste er nicht. Doch woher sonst sollte er all dies wissen?
Langsam schlich er um die Stadtmauern. Er hatte nicht die leiseste Ahnung vor welcher Stadt er sein unwesen trieb, aber sobald er einen Eingang, ein Tor, oder was auch immer es geben sollte, gefunden hatte, würde er es schon erfahren.

23.4.07 16:33


Ein verlockendes Angebot

Mitten auf seinem blutigen Weg hielt er inne und drehte sich um. Aus zweierlei Gründen:

Erstens, von hinten hatte ihn jemand äußerst ungalant angesprochen und zweitens, etwas das sich im Himmel verflüchtigt hatte, zog seine Aufmerksamkeit auf sich, doch er beschloss es nicht weiter zu beachten und wand sich seinem neuen Gesprächspartner zu. Mit unverändert strengem Blick sah er an dem, scheinbar noch jungem, Mann herunter, der ihn angesprochen hatte. Von außen her sah er eigentlich ziemlich normal und menschlich aus, aber etwas anderes machte den Druiden doch stutzig. Wie schon vor wenigen Minuten spürte er wieder diese Kraft von außen auf seinen Geist eindreschen. Sollte dieser Junge der Ausgangspunkt dieser unmenschlichen Macht sein? Nein, unmöglich. Nichts regte sich in seinen Gedanken, nichts erinnerte an ihn. Obwohl er auch sehr stark sein mochte, konnte er es nicht sein. Es musste jemand anderes sein….Und dieser Jemand war auch jetzt in der Nähe, das konnte er spüren. Er wand den Blick vom Jungen ab, und sah sich in der Umgebung um. Fünf Kinderleichen lagen vor der Taverne, drinnen war es still geworden. „Es muss hier sein…irgendwo…hier…“ , dachte er. Leider konnte er dieses Problem jetzt nicht lösen und wandte sich daher gegen sein Gewissen  seinem neuen Gesprächspartner zu. „Ja, das sind sie“. Seine Stimme klang rau und doch zugleich etwas verrückt. „Jahrelang habe ich gelernt, mich von anderen abgewandt und mich ganz dieser….Kunst gewidmet. Es wahrlich erstaunlich was man mit der Natur zu tun vermag, wenn man es nur kann und will. Doch wer seid ihr, der ihr es wagt mich anzusprechen, mich gar etwas zu fragen?!“. Schlagartig veränderte er sich, wie schon vor nur wenigen Augenblicken. Mit seiner Rede angefangen, war er brutal und unaufhaltsam, mittendrin wurde er ruhiger, ja fast melancholisch sah er aus. Doch nun spiegelte sich Hass, Wut und Mordlust in seinen Augen wider. „Erneut ein Scharlatan der Fürsten und der Adligen, welche mir in ihrer Gier nach Macht nach dem Leben trachten? Sagt, wieso arbeitet ihr denn für diese Leute? Was bieten sie euch? Geld? Frauen? Es ist grauenvoll wie leicht man….Menschen doch für seine Zwecke einspannen kann.“ Er wusste, dass er da nicht ganz Recht hatte. Auf den Boden schauend fiel ihm etwas auf. Die Blutspuren, welche sich teilweise hinter eine Hausecke zogen und dort endeten, die verschiedenen Leichen, alles war da. Außer einer Axt, und einem bestimmten Mann, welcher dem Druiden seine Dienste verweigerte. Es war schon merkwürdig, denn normalerweise verschwanden Leichen nicht einfach so. Es sei denn Nekromanten, schwarze Magier die sich mit der Beschwörungsmagie beschäftigen und mit Vorliebe Menschen ‚erforschen’, oder einige andere düstere Gestalten hatten ihre Hände im Spiel. Mit einem geringen Beweis von einem oder mehreren Gefühlen wandte er sich von dem jungen Mann ab, der ihn angesprochen hatte, und sah sich noch einmal genau um. Ein Nekromant war um einiges mächtiger als er und die Anwesenheit von einem oder mehreren wäre für seine Pläne mit dieser Stadt fatal. Aber ist dies überhaupt möglich? Dass diese Magier ihre Welt verlassen um einfach so Leichen in der Gegend zu Neuem Leben zu erwecken? „Nein, das ist unmöglich“ , redete er sich ein und versuchte sich zu beruhigen. Sogar er, der scheinbar Gefühlslose hatte vor ihnen Angst. Eigentlich wieder ruhig wandte er sich wieder dem Mann zu. Doch ließ ihn dieser Gedanke einfach nicht los. „Nun, auch wenn ihr geschickt wurdet  um mich kaltblütig zu ermorden, mache ich euch ein Angebot. Ihr seht mir wie ein mutiger, starker junger Mann aus. Was haltet ihr von dem Gedanken gemeinsam mit mir diese Stadt zu unterwerfen, danach eine andere, dann das ganze Land? Ich biete euch mehr als jeder König dieses Landes, doch ist es kein Geld oder anderer materieller Besitz. Es ist etwas, was man nicht mit Geld kaufen kann. Respekt, Einfluss und vor allem Macht. Nun, was sagt Ihr, mein Freund? Sind wir im Geschäft?“. Mit einem grausigen Lächeln auf dem Gesicht streckte er ihm eine blasse knochige Hand entgegen, die mit zahlreichen Narben versehen war. Die Fingernägel sahen unglaublich spitz und ungepflegt aus. Kaum zu glauben, dass diese Hand einmal einem Engel gehört hatte. Diesen Gedanken verwarf er so schnell wie möglich, so wie jeden anderen der ihn an seine Vergangenheit erinnerte. „Ich höre Eure Antwort, mein Herr?“ , fragte er erneut und wieder blitzte es in seinen Augen.

14.4.07 18:32


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